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"Aktenzeichen XY ... Vermisst": Diese rätselhaften Fälle werden am 8. Juli vorgestellt
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von teleschauDie Vermisstenfälle um Alexander Bohnert (v.l.), Sebastian Geier und Jutta Schulz werden in der Sondersendung "Aktenzeichen XY ... Vermisst" anhand von nachgestellten Szenen dem Publikum präsentiert.
Bild: ZDF/Saskia Pavek
Wie können Menschen spurlos verschwinden? Damit befasst sich die Sondersendung "Aktenzeichen XY ... Vermisst". Die Ermittler:innen bitten wieder um sachdienliche Hinweise.
Ungeklärte Vermisstenfälle beschäftigen Moderator Rudi Cerne und sein Team in der Sendung von Mittwoch, 8. Juli, 20:15 Uhr (live im ZDF und bei Joyn). Seit 1967 werden im Fahndungsklassiker die Zuschauer:innen um Unterstützung gebeten.
Die neue Sondersendung heute im Joyn-Livestream schauen

Folge 1
Die Idee zur Sendung hatte der 2009 gestorbene Eduard Zimmermann. Mehr als 600 Folgen später ist die Einschaltquote noch immer so beeindruckend wie die Aufklärungsquote. Die neue Ausgabe stellt folgende Fälle anhand von nachgestellten Spielszenen vor.
Vermisstenfall: Alexander Bohnert (51)
Am Morgen des 3. April 2024 verlässt Alexander Bohnert sein Zuhause in Lichtenau-Muckenschopf in Wanderkleidung. Eine Überwachungskamera zeichnet die letzten Bilder des Mannes auf, auf denen er sein Grundstück in nördliche Richtung verlässt. Dann verliert sich seine Spur. Er trägt kein Geld, Ausweispapiere oder andere persönliche Gegenstände bei sich.
Bis heute ist nicht klar, was mit Bohnert passiert ist. Die Kriminalpolizei Rastatt schließt weder ein freiwilliges Untertauchen noch einen Suizid, einen Unfall oder eine Straftat aus.
Alexander Bohnert ist 1,80 Meter groß, hat blonde Haare, blaue Augen und eine stämmige Figur. Am Tag seines Verschwindens trug er eine schwarze Softshellhose, eine grau-schwarze Softshelljacke sowie schwarze Wanderschuhe.
Vermisstenfall: Corina Niemand (43)
Corina Niemand verschwand am 23. März 2024. Der Fall der Dresdnerin aus dem Stadtteil Dölzchen nahm im Frühjahr dieses Jahres eine tragische Wendung.
Im April 2026 meldete ein Mann einen Knochenfund unterhalb der Begerburg in Dresden. Anschließende Untersuchungen bestätigten, dass der Knochen von der Vermissten stammt. Weitere Überreste wurden nicht gefunden. Die Polizei schließt einen Unfall während eines Spaziergangs daher aus und geht von einem Tötungsdelikt aus - doch bislang fehlen weitere Hinweise.
Die Begerburg liegt nur rund 500 Meter Luftlinie von Corina Niemands Wohnort entfernt und gehörte laut den Ermittler:innen zu ihrer üblichen Spazierstrecke. Daher sucht die Polizei nun nach Zeug:innen, die am Morgen des 23. März 2024, insbesondere nach 5 Uhr, im Bereich der Begerburg verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
Corina Niemand war 1,70 Meter groß, schlank, hatte braune Augen und mittellanges schwarzes Haar. Am Tag ihres Verschwindens trug sie einen knielangen schwarzen Steppmantel, Stiefel mit Fellbesatz und rote Wollhandschuhe.
Vermisstenfall: Jutta Schulz (53)
Vor mehr als zehn Jahren verschwand Jutta Schulz aus Magdeburg. Auch bei ihr gehen die Ermittler:innen von einem Gewaltverbrechen aus - zum aktuellen Zeitpunkt könne jedoch auch ein freiwilliges Untertauchen noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Schulz ist etwa 1,59 Meter groß, sehr schlank und sportlich. Sie hat schulterlange rotbraun gefärbte, lockige Haare und zwei Tätowierungen: ein Horusauge auf dem linken Schulterblatt sowie den Sonnengott Ra auf dem rechten Unterbauch. Schulz arbeitete in einer Bar und pendelte dafür regelmäßig mit der Bahn zwischen Magdeburg und Köln-Neuehrenfeld.
Für eine Straftat spricht, dass die Vermisste ihre persönlichen Gegenstände sowie ihren Antiquitätenladen zurückgelassen hat, keine Zugriffe auf ihre Bankkonten mehr verzeichnet werden konnten und sie alle Kontakte abgebrochen hat.
Die Polizei sucht neben der Vermissten auch nach einem Mann namens "Kurt" oder "Knut". Mit ihm soll Schulz neben ihrer festen Beziehung eine weitere Beziehung geführt haben. Die Ermittler:innen hoffen, dass er zur Aufklärung beitragen könnte. Doch auch Hinweise zu ihren Aufenthaltsorten und ihren Kontakten entlang der Strecke zwischen Magdeburg und Köln werden erbeten.
Vermisstenfall: Sebastian Geier (26)
Am 21. Juli 2021 verschwand der damals 26-jährige Sebastian Geier. Er wurde zuletzt in der Innenstadt gesehen. In Kitzingen und Würzburg hielt sich Geier regelmäßig auf, obwohl er zum Zeitpunkt seines Verschwindens gemeinsam mit seiner Mutter in Großlangheim lebte.
Danach leitete die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen ein, darunter den Einsatz von Leichenspürhunden. Diese blieben jedoch ohne Ergebnis. Bis zum Beginn des Jahres 2022 gingen bei der Polizei vereinzelte Hinweise auf Sebastians möglichen Aufenthaltsort ein, die die Beamt:innen jedoch nicht verifizieren konnten. Sie gehen davon aus, dass er nach seinem Verschwinden bis 2022 bei Freunden untergekommen ist oder sich im Obdachlosenmilieu bewegte.
Gründe könnten laut den Ermittler:innen familiäre Spannungen gewesen sein. Auch schließen sie nicht aus, dass der 26-Jährige an die falschen Menschen geraten ist.
Der Vermisste ist 1,80 Meter groß, schlank und hat dunkelblonde Haare mit lichten Stellen und Geheimratsecken. Er hat einen auffallend federnden, leicht nach vorne gebeugten Gang. Es wird zudem vermutet, dass er mittlerweile deutlich dünner sein und einen Vollbart tragen könnte.
Vermisstenfall: Luca Bucher (21)
Der Studiofall von "Aktenzeichen XY ... Vermisst" handelt von Luca Bucher auf. Bucher befand sich zum Zeitpunkt des Verschwindens in einer Hormonbehandlung zur Geschlechtsangleichung von Frau zu Mann. In den sozialen Medien und in ihrem Umfeld benutzte Bucher bereits den Vornamen Luca, offiziell wird sie noch unter dem Namen Alishia Bucher geführt. Luca Bucher ist zum Zeitpunkt des Verschwindens 21 Jahre alt, 1,63 Meter groß, hat blaue Augen und wiegt etwa 50 Kilogramm.
Bucher verschwand am 22. April 2021 in Adligenswil im Schweizer Kanton Luzern. Zuletzt gesehen wurde die vermisste Person um 19:30 Uhr am Bahnhof Luzern im Bereich der Busperrons. Wie die Ermittler:innen nachverfolgen konnten, bewegte sich Buchers Handy anschließend in einem Regionalzug in Richtung Olten und erreichte um 20:27 Uhr Sursee. Dort verblieb das Handy im Ortsteil Haselmatte, bis sich die Spur wenige Stunden später komplett verlor. Unklar ist, ob Bucher das Handy zu diesem Zeitpunkt bei sich trug.
Luca war in der Bahnhofszene von Luzern bekannt, konsumierte Drogen und Alkohol. Es bestand ein enges Verhältnis zu der Mutter, weshalb die Polizei nicht davon ausgeht, dass Bucher freiwillig untergetaucht ist. Eine bekannte Verbindung zu Sursee besteht laut Polizei nicht.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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