Bis zu 5.000 Euro Belohnung
"Aktenzeichen XY ... Ungelöst" sucht Zeugen: Wer stieß den 15-jährigen Miguel von der Brücke?
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von teleschauEin junger Mann liegt lebensgefährlich verletzt unterhalb einer Brücke. Was ihm passiert ist, schockiert zahlreiche Menschen. "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" rollt den Fall am 9. September auf.
Bild: ZDF und Saskia Pavek
Zunächst galt es als tragischer Unfall. Mittlerweile gehen die Behörden aber eher von einem Verbrechen aus: Wer hat den 15-jährigen Miguel K. am 2. Februar 2025 von einer Brücke in Karlsruhe gestoßen? "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" ruft in der neuen Folge Zeugen auf, sich zu melden.
Verfolge Miguels Fall und weitere ungelöste Kriminalfälle am Mittwoch im ZDF-Livestream auf Joyn

Folge 630
Im "Fall Miguel" schien anfangs vieles auf einen tragischen Unfall hinzudeuten. Denn der Betroffene, der damals 15-jährige Basketballspieler Miguel K. konnte zunächst nicht befragt werden. Er stürzte am 2. Februar 2025, einem Sonntag, von einer rund neun Meter hohen Brücke der Durlacher Allee auf die Raiherwiesenstraße in Durlach, dem größten Stadtteil Karlsruhes. Der Teenager aus Linkenheim-Hochstetten, einer Gemeinde im Landkreis Karlsruhe, wurde bei dem Sturz lebensgefährlich verletzt. Nur dank einer Not-Operation wurde sein Leben gerettet. Nach der Operation lag der 15-Jährige wochenlang im Koma.
Als Miguel wieder zu Bewusstsein kam, konnte er sich an die Vorfälle nicht erinnern. Im Juni 2026 gaben die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Karlsruhe bekannt, dass sie den "Fall Miguel" nun wegen des Tatvorwurfs des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung führen. Zunächst war "lediglich" wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt worden.
In der Live-Sendung am Mittwoch, 9. September, beschäftigt sich die Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" auch mit dem "Fall Miguel" in Form eines Studiofalls. Die Sendung ist ab 20:15 Uhr im ZDF und über den ZDF-Livestream auf Joyn zu sehen. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Klärung des Falles und der Ergreifung der potenziellen, bislang unbekannten Täter führen, eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt.
Nach dem Auswärtsspiel verschwand Miguel
Es lief alles anders als geplant. Miguels Mutter hatte damit gerechnet, dass ihr Sohn Miguel nach dem Auswärtsspiel seiner Basketballmannschaft in Karlsruhe-Südweststadt nach Hause kommen würde. Er fuhr aber wider die Absprache nicht in seine nördlich von Karlsruhe gelegene Heimatgemeinde, sondern in den östlicher gelegenen Stadtteil Durlach. Bislang weiß niemand, wie und warum Miguel dorthin fuhr.
Dann herrschte auch noch Funkstille - Miguel reagierte nicht auf die Anrufe seiner besorgten Mutter. Auch Miguels Basketballverein suchte nach seinem Nachwuchsspieler - vergeblich. Um 19:30 Uhr wurde klar, warum. Da fanden Autofahrer den schwer verletzten und leblosen Miguel unter einer Brücke in Karlsruhe-Durlach.
Obwohl vieles an dem Fall unklar ist, half eine Zeugenaussage weiter: Ein Zeuge will ein aggressives Gerangel zwischen vier Jugendlichen auf der Brücke gesehen haben. Einer der Beteiligten wurde eindeutig als Miguel identifiziert. Möglicherweise, so die Vermutung, sei es bei der Auseinandersetzung um Miguels Handy gegangen. Das allerdings führte zu neuen Rätseln, denn auf der Brücke waren das Handy sowie Miguels Rucksack und seine Tasche mit Basketballtrikots abgelegt.
Bei einer an Miguels Kleidung vorgenommenen Untersuchung fanden Forensiker DNA-Spuren von drei bislang unbekannten Personen. Haben sie sich mit Miguel gestritten, ihn möglicherweise überfallen und von der Brücke gestoßen?
Wer schubste Miguel? 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt
Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium von Karlsruhe setzen auf die Mithilfe der Bevölkerung - und die Reichweite der Sendung "Aktenzeichen ... Ungelöst". Besonders wichtig ist für die Ermittler, Licht ins Dunkel vor allem im Zeitraum zwischen 18:45 und 19:30 Uhr zu bringen. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Bereich der Durlacher Allee sowie der Raiherwiesenstraße und Hauptbahnstraße.
Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Karlsruhe unter der Telefonnummer 0721-6660 oder per E-Mail unter karlsruhe.pp@polizei.bwl.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
True-Crime-Fan? Verfolge hier den spannenden Fall von Andreas Darsow
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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