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Schlechte Stimmung am Set: Darum hat Nick Wilder das "Traumschiff" verlassen

Veröffentlicht:

von Annalena Graudenz

Die alte Besetzung des "Traumschiff": Siegfried Rauch, Heide Keller und Nick Wilder

Bild: picture alliance / ABBfoto


Zehn Jahre gehörte Nick Wilder als Schiffsarzt Dr. Sander zum "Traumschiff" wie der türkise Ozean zum Paradies. Als der Schauspieler Ostern 2020 überraschend seinen Abschied verkündete, rätselten viele Fans über die Hintergründe. Jetzt lässt der 73-Jährige Details zu seinem Ausstieg durchblicken.

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Wenn ein beliebter Serien-Darsteller seine langjährige Rolle hinter sich lässt, häufen sich die Gerüchte und Vermutungen. Nun hat sich Nick Wilder endlich zu den Gründen für sein "Traumschiff"-Aus geäußert und lässt erahnen, warum er vor sechs Jahren seinen Arztkittel an den Nagel gehängt hat.


Sehnsucht nach Freiheit

In einem Interview mit T-Online macht Wilder deutlich, dass seine Entscheidung vor allem mit seinem eigenen Lebensentwurf zu tun hatte, Die Dreharbeiten für das "Traumschiff" nahmen einen großen Teil des Jahres in Anspruch und ließen kaum Raum für andere Projekte. Auf die Frage, ob er seinem Ausstieg etwas Positives abgewinnen könne, lautete die klare Antwort: "Ja, denn jetzt bin ich endlich frei."

Obwohl er die Zeit an Bord in guter Erinnerung behält, sei der Wunsch gewachsen, sich kreativen Ideen zu widmen, die jahrelang aufgeschoben werden mussten. Nach seinem Abschied schrieb Wilder eine umfangreiche Biografie und arbeitete gleichzeitig an neuen Film- und Streamingprojekten.

Kein böses Ende, aber deutliche Kritik

Von einem Zerwürfnis mit Kolleg:innen oder einem dramatischen Streit wollte Wilder nie sprechen. Er betonte sogar, dass er das "Traumschiff" "mit einem Lächeln verlassen" habe und vor allem die Zusammenarbeit mit Produzent Wolfgang Rademann in bester Erinnerung behalten werde.

Dennoch wurde in späteren Interviews deutlich, dass der Schauspieler die Entwicklung der beliebten ZDF-Reihe zunehmen kritisch sieht. Besonders die inhaltliche Ausrichtung und die Besetzung neuer Rollen lassen ihn zweifeln.

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"Dem Format tut das auf jeden Fall nicht gut"

Vor allem die Entscheidung, vermehrt Prominente aus anderen Bereichen oder Influencer:innen für Gastrollen zu verpflichten, stößt bei Wilder auf wenig Begeisterung. Aus seiner Sicht verliere das Format dadurch an Qualität und spreche nicht seine Zielgruppe an.

Auch die Drehbücher sieht er als Baustelle. Zwar räumt der ehemalige Schiffsarzt ein, dass es grundsätzlich schwierig sei, in 90 Minuten mehreren Figuren ausreichend Tiefe zu verleihen, dennoch glaubt er, dass frische Ideen dem Kult-Format helfen könnten. "Man sollte mal die junge Generation der Drehbuchschreiber ranlassen", so der Schauspieler gegenüber t-online, "die hätten wohl sicherlich eine neue Sichtweise und eine andere Interpretation."

Kehrt Nick Wilder zum Traumschiff zurück?

Trotz aller Verbundenheit mit der Serie steht für Nick Wilder fest, dass es kein Comeback geben wird. Selbst bessere Einschaltquoten und überarbeitete Drehbücher könnten ihn nicht umstimmen. "Wenn bei mir etwas zu Ende ist, dann ist auch wirklich Schluss", so der Schauspieler.

Nach dem "Traumschiff" begann ein neues Kapitel

Anstatt sich auf eine feste Serienrolle zu verlassen, genießt Wilder heute die Freiheit, eigene Ideen umzusetzen. Den Lockdown nutzte er nach eigenen Angaben intensiv, um seine Lebenserinnerungen niederzuschreiben. Außerdem entwickelte er gemeinsam mit einem amerikanischen Autor Drehbücher für eine neue Serie und arbeitete an einem außergewöhnlichen Streaming-Event, das seine Biografie mit moderner Technik verbinden sollte. Der Abschied vom "Traumschiff" war für ihn deshalb kein Rückschritt, sondern der Start in einen neuen Lebensabschnitt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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