Unfall oder Mord?
"Die Kanzlei": Die neue Folge erinnert an Alec Baldwins tödlichen Filmdreh
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von teleschauKommissar Tobias Geldermann (Stephan Luca, links) und Anwalt Markus Gellert (Herbert Knaup, rechts) wollen von Schauspieler Sigbert Lüders (Jürgen Tarrach) wissen, was seiner Meinung nach am Set passiert ist.
Bild: ARD/Georges Pauly
In der 84. Folge der ARD-Serie "Die Kanzlei" bekommt es Anwalt Markus Gellert (Herbert Knaup) mit einem Fall zu tun, der an den Vorfall am Set des US-Westerns "Rust" mit Alec Baldwin erinnert: Dabei wurde eine Kamerafrau durch scharfe Munition tödlich verletzt.
Ende September startete im Ersten die siebte Staffel von "Die Kanzlei" mit Sabine Postel und Herbert Knaup als Anwaltsduo Isa von Brede und Markus Gellert. Auch diesmal ließ sich Drehbuchautor Thorsten Näter bei seinen juristischen Fällen von realen Personen und Ereignissen inspirieren. Die sechste Folge der Staffel, "Fehlschuss", zeigt deutliche Parallelen zu dem tödlichen Vorfall am Set des US-Westerns "Rust" von und mit Hollywoodstar Alec Baldwin.
Sieh die neue Folge am Dienstag um 20:15 Uhr im ARD-Livestream auf Joyn

Fehlschuss
Die Inspiration zur Folge: Alec Baldwins tödlicher Schuss am Set von "Rust"
Zur Erinnerung: Bei der Probe zu einer Szene löste sich 2021 aus der von Baldwin verwendeten Pistole eine scharfe Kugel, verletzte Regisseur Joel Souza leicht an der Schulter und tötete die Kamerafrau Halyna Hutchins. Wie konnte es dazu kommen? Und wie war die scharfe Kugel in die Waffe gelangt? Nach der Tragödie blieben zahlreiche Fragen offen. Vor allem die nach dem oder der Schuldigen. Schnell richteten sich die Vorwürfe gegen Alec Baldwin, der nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch als Co-Produzent an dem Film beteiligt war.
Es kam im Zusammenhang mit dem Fall zu mehreren Gerichtsverfahren. Im März 2024 wurde die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed, am Set für die Waffensicherheit verantwortlich, wegen fahrlässiger Tötung zu 18 Monaten Haft verurteilt. Baldwin musste sich in einem separaten Verfahren wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Der Prozess wurde im Juli 2024 eingestellt. Jedoch nicht, weil man Baldwin für unschuldig hielt, sondern wegen eines Verfahrensfehlers: Es stellte sich heraus, dass die Staatsanwältin der Verteidigung Beweismittel vorenthalten hatte.
Sven Martinek schießt auf Jürgen Tarrach
In der neuen Folge von "Die Kanzlei" endet der titelgebende "Fehlschuss" zwar nicht tödlich, hat aber dennoch juristische Konsequenzen. Wie im Fall von "Rust" schießt der exzentrische Schauspieler Bodo Rickert (Sven Martinek) beim Dreh seiner Anwaltsserie unwissentlich mit scharfer Munition auf seinen Kollegen Sigbert Lüders (Jürgen Tarrach) und verletzt ihn an der Schulter. Da sogar der Polizei bekannt ist, dass Rickert, der zur Vorbereitung auf die Serie ein Praktikum bei Ina und Gellert gemacht hatte, Lüders nicht leiden kann, gerät er unter Mordverdacht.
Rickert bittet Gellert daher, seine Verteidigung zu übernehmen. Vor allem fürchtet er, seine Traumrolle zu verlieren. Kommissar Geldermann (Stephan Luca) macht Gellert wenig Hoffnung auf Erfolg in dem Fall. Also geht Gellert der Sache selbst auf den Grund, um herauszufinden, wer die Waffe manipuliert und mit scharfer Munition geladen haben könnte - und weshalb.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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