"Galileo"-Serie
"Es geht um Leben und Tod": So gnadenlos ist der Weg in Bayerns Polizei-Spezialeinheit USK
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von Claudia Frickel100 Klimmzüge, 50 Liegestütze, jeden Tag kilometerweit rennen - ohne zu wissen, was als Nächstes kommt und wann es endet: Die Ausbildung für die Polizei-Spezialeinheit USK ist knallhart, der Druck enorm. "Galileo" begleitet für "Real Rookies USK" drei Männer vom ersten Ausbildungstag an.
Drill und Druck: Die herausfordernden ersten Wochen für den USK-Nachwuchs
Schon am allerersten Tag geht Junior über seine Grenzen: Der 19-Jährige ist der jüngste unter den 24 Polizisten, die eine Spezialausbildung absolvieren. Sie alle haben es in den sogenannten Nachwuchszug des Unterstützungskommandos (USK) geschafft. Das rückt an, wenn Situationen besonders unübersichtlich und konfliktgeladen sind oder viele Personen beteiligt sind.
Es geht gleich mit dem herausfordernden Sportprogramm los: Die Anwärter müssen unter anderem 11 Kilometer rennen und 50 Liegestütze machen. Junior ist erschöpft und kann eigentlich nicht mehr. Aber er will nicht aufgeben.
Die ersten zwei Tage waren ein Schock.
Der erste Teil der sechsmonatigen Ausbildung ist stark auf das körperliche Training ausgerichtet. Hier wird geschaut, wer dem Druck standhält - physisch und mental. Denn die jungen Polizisten wissen nie, welche Aufgabe sie als Nächstes meistern müssen und wie lange sie dauert.
Bald darauf steht die gefürchtete Stärkefeststellung an, bei der alle besonders in die Mangel genommen werden. Wer nicht mithält, kann rausfliegen. Schließlich sollen nur die Besten dabei bleiben. Allen ist klar, dass der Tag kommt, aber nicht wann.
"Es gehört schon einiges dazu, wenn man sich hier durchsetzt", sagt Polizeikommissar Bastian. Der USK-Beamte gehört zu den Ausbildern der Nachwuchstruppe. In den vergangenen Jahren gab es keinen einzigen Jahrgang, bei dem alle die Ausbildung erfolgreich absolvierten - sei es, sie gaben auf oder mussten gehen:
Im Schnitt liegt die Abbrecherquote beim Nachwuchszug bei 20 bis 30 Prozent.
Nach drei Wochen haben einige der jungen Männer Verletzungen erlitten. Einer hat bereits aufgegeben. Doch warum dieser extreme Drill?
Ausbilder Bastian erklärt es so: Als USK-Beamte müssten sie vieles durchstehen und dafür "den nötigen Willen" mitbringen. Im Ernstfall wüssten sie ebenfalls nicht, was auf sie zukommt. Bei der Truppe handele es sich um "die letzte geschlossene Einheit, die die Lage befrieden kann". Da könne es auch um "Leben und Tod gehen".
Wie es dem USK-Nachwuchs während der fordernden Ausbildung in Dachau ergeht, zeigt die Galileo-Serie "Real Rookies USK". Sie begleitet den 21-jährigen Alex, den 19-jährigen Junior, den 23-jährigen Lukas und ihre Kollegen von Anfang an - und bis zum ersten richtigen Einsatz.
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Es geht um Durchhaltevermögen, Kraft und Teamgeist
Die Ausbildung in der 6. Abteilung der Bereitschaftspolizei ist eine der härtesten bei der Polizei. Aber die Männer sind hochmotiviert. Die Truppe hat innerhalb der Polizei einen guten Ruf.
Das USK hat schon eine gewisse Aura.
Auf eine Stelle beim USK kommen darum fünf bis sieben Bewerber. Wer sich im Auswahlverfahren durchgesetzt hat, kann bereits stolz sein. Frauen sind die Ausnahme bei der Einheit, weil die körperlichen Anforderungen so hoch sind - und für alle Auszubildenden gleich.
80‑Kilogramm‑Koffer tragen, Wasser mit winzigen Behältern schöpfen, aneinandergebunden rennen - und das stundenlang: Diese Aufgaben beim "Teamtag" sollen Kraft, Durchhaltevermögen und Teamgeist testen. Zudem wollen die Ausbilder sehen, wie gut die jungen Männer mit frustrierenden Anforderungen umgehen.
Wie hart die Trainings für den Ernstfall sind, wie die "Taktikwochen" aussehen und warum einer der drei jungen Männer nach sechs Wochen aufhören muss und dann doch zurückkehrt, siehst du in der "Galileo"-Reportage.
Verpasse nicht "Real Rookies USK" seit dem 11. Mai, immer montags um 19:05 Uhr auf ProSieben oder streame die ersten drei Folgen schon auf Joyn.
Hier kommst du zu den ersten drei Folgen
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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