Arzt in "In aller Freundschaft"
"In aller Freundschaft"-Star erzählt über Nahtoderlebnis: So war die Situation für Julian Weigend
Aktualisiert:
von Teleschau:newstime
"In aller Freundschaft": Diese Abschiede stimmten Fans besonders traurig
Videoclip • 01:47 Min • Ab 12
In der Serie "In aller Freundschaft" rettet er als Arzt Dr. Kai Hoffmann immer wieder Leben. Vor neun Jahren stand er selbst an der Schwelle zum Tod. Jetzt spricht "Tatort"-Darsteller Julian Weigend offen über dieses einschneidende Erlebnis - und warum er positiv darauf zurückblicken kann.
Als Julian Weigend (54) im Jahr 2018 erstmals als Arzt in der Serie "In aller Freundschaft" zu sehen war, hatte er bereits eine eigene dramatische Krankengeschichte hinter sich. Darüber sprach der österreichische Schauspieler kürzlich im ARD-Magazin "Brisant".
2016 sei er eines Morgens mit starken Herzschmerzen aufgewacht. "Ich dachte: Ich bin doch noch kein Herzinfarkt-Kandidat! Ich treibe Sport, lebe gesund. Dann war ich weg. Ich hatte keine Luft mehr bekommen."
Julian Weigend als Dr. Kai Hoffmann in "In aller Freundschaft"
Bild: MDR/Saxonia Media/Kiss
Der "In aller Freundschaft"-Star: "Ich hatte ein außerkörperliches Erlebnis"
Bereits 2019 hatte Julian Weigend in einem Interview mit der "Bild" Details verraten: "Ein Druckgefühl, als wenn Pferde mit ihren Hufen gegen meinen Brustkorb schlagen", so beschrieb er es damals.
Seine Rettung sei seine Frau Maya gewesen, die sofort den Notarzt rief und mit der Erstversorgung begann. "Ich hatte ein außerkörperliches Erlebnis und habe mich wirklich von oben beobachten können, ganz sachlich-klar aus einer Art Schwebezustand. Ich habe Maya gesehen, wie sie versucht, mich wiederzubeleben", erinnert sich Weigend.
Der Serien-Star verbrachte anschließend eine Woche auf der Intensivstation. Diagnose: Herzmuskelentzündung, weil er eine Erkältung nicht auskuriert und bereits wieder Sport getrieben hatte. "Das ist halt typisch Kerl. Geht schon, und so."
Julian Weigend: So positiv blickt er auf seine Nahtod-Erfahrung zurück
Grund genug für den Schauspieler, heute noch mehr auf sich zu achten. Vor allem aber geht er offener mit dem Thema Tod um. "Wir kommen mit nichts, wir gehen mit nichts. Das letzte Hemd hat keine Tasche. Wir verdrängen den Tod ja auch, ist vielleicht auch ein Selbstschutz", erklärt er in "Brisant".
Die Erfahrung lehrte ihn Demut und Dankbarkeit - und die Einstellung, nicht alles selbstverständlich zu nehmen. Den Moment, sich selbst von oben zu beobachten, beschreibt er indes als alles andere als schlimm: "Ich habe mich unglaublich befreit gefühlt. Ich wollte da überhaupt nicht zurück." Er habe das Gefühl gehabt, nach Hause zu kommen, spürte Geborgenheit, Frieden und Liebe. Bis zu dem Moment, als ihm war, als ob "mich jemand ganz sanft berührt und mir zu verstehen gibt: 'Du bist noch nicht so weit!'"
Du bist Fan von "In aller Freundschaft"?
Lust auf mehr Serien, die ans Herz gehen?
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
Mehr entdecken

Offene Worte
Esther Sedlaczek offenbart schwerste Zeit ihres Lebens

Star-Porträt
"Nordholm"-Star Heino Ferch war früher Profi-Leistungsturner

Zwei Kommissar:innen, eine Liebe
"SOKO Leipzig": Amy Mußul liebt einen Ex-"Tatort"-Kommissar

Emotionaler Rückblick
Emotionaler Abschied von Uwe Kockisch: Annett Renneberg tief berührt bei Trauerfeier

Warum er lieber allein bleibt
Philipp Hochmair: Wie der "Wien-Krimi"-Star privat lebt und liebt
Neuer Lichtblick?
"Die Kanzlei": Warum Sabine Postel ihr Liebesleben lieber privat hält

Der Schauspieler im Porträt
"Wilsberg"-Star Oliver Korittke wohnt getrennt von Freundin & Kind
Große Veränderung
Leonard Lansink: Wie der "Wilsberg"-Star damals aussah
Held mit Herz und Humor
Leonard Lansink: An diesem Ort traf der Star seine große Liebe