Porträt
André Kaczmarczyk: Privatleben und Karriere des "Polizeiruf 110"-Stars
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von C3 NewsroomAndré Kaczmarczyk bei der Premiere von "Polizeiruf 110".
Bild: Future Image
Er gehört zu den auffälligsten Gesichtern im "Polizeiruf 110". Doch wer ist eigentlich André Kaczmarczyk? Seine Karriere gibt Antworten.
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Die Lust, "alles sein zu können, aber nicht du selbst sein zu müssen" fasziniert André Kaczmarczyk an seinem Beruf als Schauspieler. Sein Gesicht kennt das Publikum spätestens seit dem markenten Auftritt als Potsdamer Kommissar Vincent Ross in "Polizeiruf 110: Goldraub". Über das Privatleben von André Kaczmarczyk ist wenig bekannt. Seine schauspielerische Karriere ist jedoch gut dokumentiert.
Schwierige Kindheit
Geboren wurde André Kaczmarczyk am 11. März 1986 in Suhl. Seine Jugend war nicht einfach - getrennte Eltern, Umbruch nach der Wende. Sein polnischer Vater ging nach der Scheidung in seine Heimat zurück. Andrés Stiefvater bekämpfte die schwierige DDR-Nachwende-Zeit mit Alkohol - und Gewalt.
Früher Start
Der junge Kaczmarczyk kämpfte sich durch die schwierige Zeit mithilfe seiner Leidenschaft für die Schauspielerei. Doch schon während der Schulzeit in Eisenach hatte er seine ersten Auftritt - unter anderem 19-jährig als Martin Luther am Landestheater Eisenach. Früh beeindruckte er mit seinen Leistungen. 2003 wurde er in Eisenach mit dem Jugendkulturpreis geehrt.
Weg zum Theater
Konsequent ging es nach dem Abitur weiter. Beim Hans-Otto-Theater in Potsdam absolvierte Kaczmarczyk ein freiwilliges soziales Jahr. Danach studierte er an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin und spielte am Landestheater Eisenach. Schon während seiner Studienzeit trat er in bekannten Berliner Häusern auf wie dem Maxim-Gorki Theater und dem Schauspielhaus. Ebenso war er in Engagements am Staatsschauspiel Dresden zu sehen.
Starke Rollen, klare Präsenz
Bis 2016 verkörperte Kaczmarczyk dort Hauptrollen in Aufführungen wie "Dantons Tod" oder "Tschick". Danach wurde er fester Teil des Ensembles am Düsseldorfer Schauspielhaus und trat unter anderem in "Macbeth" und "Richard III." auf. Parallel stand er in TV-Produktionen vor der Kamera. Den Auftakt machte 2010 seine Rolle in dem Kurzfilm "Genau Gleich". Später verkörperte Kaczmarczyk Heiko "Ralle" Rallburg in der Serie "In aller Freundschaft".
Bekanntes TV-Gesicht
Nach seinen Schauspielhaus-Engagement ist der vielseitige Darsteller seit 2022 freischaffend tätig. Im selben Jahr schlüpfte er erstmals in die Rolle des Potsdamer "Polizeiruf 110"-Kommissars Vincent Ross. Das Unkonventionelle, Widerspenstige verkörperte André Kaczmarczyk dabei nicht zum ersten Mal. Seine Darstellung als genderfluider Ermittler sorgte daher von Anfang an für Begeisterung: Für diese Leistung wurde er gemeinsam mit Lucas Gregorowicz beim "Deutschen Fernsehkrimi-Festival" als Teil des besten Ermittler-Duos geehrt.
"Zurückhaltung" sei ein Wort, das er mag, sagte der Schauspieler einmal in einem Interview für den Theaterverlag. Und: "Ich bin tendenziell eher asozial." Kein Wunder also, dass der beliebte Schauspieler auch sein Privatleben bewusst außen vor lässt. Hier zeigt er sich ebenfalls widerspenstig und über seinen Beziehungs- und Familienstatus ist nichts bekannt. Bekannt ist: Er liebt Musik und betreut neben seiner schauspielerischen Karriere auch Musikprojekte.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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