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Kult-Krimi aus Sachsen

25 Jahre "SOKO Leipzig": Das sind die Drehorte der Erfolgs-Serie

Veröffentlicht:

von Tina Lilian

Auch wenn Jan Maybach in Staffel 27 nicht mehr dabei ist, Ina Zimmermann dreht weiter in und um Leipzig.

Bild: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt


Seit einem Vierteljahrhundert ermittelt Kriminalhauptkommissarin Ina Zimmermann mit ihrem Team im Osten von Deutschland. Auch wenn in dieser Zeit einige Schauspieler:innen gewechselt haben, eine Hauptdarstellerin ist geblieben: Die Stadt Leipzig. Diese Schauplätze der sächsischen Metropole haben bereits in "SOKO Leipzig" eine Rolle gespielt.

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Die nächste Folge "SOKO Leipzig" läuft am 31. Juli um 20:15 Uhr


Leipzig als Zentrum der Dreharbeiten

Auch wenn zwei spannende Specials die "SOKO Leipzig" schon nach London und Istanbul führten, löst sie ihre aufregenden Mordfälle hauptsächlich in und um die Stadt Leipzig. Die internationale Kulturmetropole steht eindeutig im Mittelpunkt der Geschichten, Dreharbeiten finden in nahezu allen Bereichen der City statt. Hin und wieder sind auch Städte in der näheren Umgebung wichtige Schauplätze, wie die Stadt Grimma oder das 17-Seelen-Dorf Großgestewitz, wo 2018 auf dem herrschaftlichen Rittergut die Doppelfolge "Das Vogelmädchen" gedreht wurde.

Die 27. Staffel ist bereits abgedreht, natürlich ebenfalls in und um Leipzig. Am Drehort hat sich also nichts verändert, dafür muss das Ermittlerteam mit einem personellen Wechsel zurechtkommen. Da Jan Maybach (Marco Girnth)  nach 24 Jahren den Serientod gestorben ist, übernimmt Schauspieler Simon Böer die Rolle des neuen Kommissars Dirk Trebbe. Die neuen Folgen starten voraussichtlich im Herbst 2026. Ein genauer Sendetermin steht noch nicht fest.


"SOKO Leipzig" freitags um 21:15 Uhr im ZDF und auf Joyn


Reclam-Carrée: Hauptsitz der Kommissare

Seit der ersten Folge 2001 ist das Reclam-Carrée in der Inselstraße in Zentrum-Ost der Hauptsitz der "SOKO Leipzig". Das Besondere: Hier befinden sich nicht nur die Drehorte Kommissar-Büros, Labor und Verhörraum, sondern auch die gesamte Produktion. Während also die Kommissare vor der Kamera einen Mordfall lösen, werden im Stockwerk darunter die Statist:innen geschminkt, Kostüme herausgesucht und Drehbücher gewälzt.

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Das Reclam-Carrée ist der historische Haupt-Drehort der "SOKO Leipzig".

Bild: picture alliance / Artcolor


Das Reclam-Carrée liegt im Grafischen Viertel von Leipzig, auch Buchhändlerviertel genannt. Ende des 19. Jahrhunderts errichteten große Unternehmen wie Brockhaus oder Reclam riesige Firmenareale in diesem Gebiet. 1887 erbaute der Architekt Max Bösenberg für den Verleger Anton-Philipp Reclam die imposante Dreiflügelanlage. Heute beherbergt das denkmalgeschütze Gebäude nicht nur die Produktion von "SOKO Leipzig", sondern auch Büroräume, Wohnungen und das Max-Planck-Institut.

Kolonnaden-Viertel: Szene-Kiez mit Flair

Das Kolonnanden-Viertel mit dem Dorotheenplatz als zentraler Punkt hat bereits mehrmals als Drehort für "SOKO Leipzig" gedient. Die markante Architektur der dortigen Experimentalbauten bietet eine spannende Kulisse für Film- und TV-Drehs. Das Viertel in der Westvorstadt zeichnet sich durch einen wilden Mix aus alten Original-Gebäuden und architektonischen Interpretationen aus. Heute ist die "Kolle" dank vieler Cafés, Kneipen und hippen Restaurants zu einem lebendigen Szene- und Künstler-Viertel Leipzigs geworden.

Der Dorotheenplatz bildet den Mittelpunkt des Kolonnaden-Viertels. Von den Leipzigern liebevoll "Kolle" genannt.

Bild: picture alliance / imageBROKER I Michael Nitzschke


Die Baumwollspinnerei: Von der ehemaligen Fabrikstadt zum Kulturzentrum

Schlichte Backsteinarchitektur mit kuscheligen Höfen und von alten Gleisanlagen durchzogene Straßen: Die Spinnerei gehört zu den charmantesten Drehorten Leipzigs. Von 1884 bis 1907 wurden hier über 20 Produktionshallen für die größte Baumwollspinnerei Kontinentaleuropas gebaut. Heute befinden sich auf dem 100.000 Quadratmeter großen Gelände unter anderem Ausstellungsflächen, Design-Ateliers und Gastronomie. Die "SOKO Leipzig" hat hier zum Beispiel in der Folge "Bis aufs Blut" den gewaltsamen Tod eines Fleischermeisters untersucht.

Die Spinnerei ist ein Kulturgelände mit über 100 Künstler-Ateliers, Ausstellungsräumen und Werkstätten.

Bild: picture alliance/dpa I Sebastian Willnow


Mord im Grünen: Leipzigs Parkanlagen

Leipzig hat neben historischer Architektur auch eine grüne Seite. Die verschiedenen Parks beherbergen gerne mal eine Leiche für die "SOKO Leipzig". Erst im Mai 2026 erregten Polizeiabsperrungen, Streifenwagen und Menschen in weißen Schutzanzügen die Aufmerksamkeit der Bewohner:innen des Leipziger Stadtteils Eutritzsch. Doch es gab Entwarnung: Das Drehteam der "SOKO Leipzig" hatte Teile des Arthur-Bretschneider-Parks abgesperrt. Der 8,2 Hektar große Park befindet sich im Landschaftsschutzgebiet und hat neben einem sehr alten Baumbestand einen Teich mit Seerosen-Inseln und Wasservögeln zu bieten.

Die Holzbrücke im Johannapark mit einem tollen Blick auf den Turm des Neuen Rathauses.

Bild: picture alliance/dpa I Jennifer Brückner


Zentral in der Innenstadt liegt der Johannapark, eine nach englischem Vorbild gestaltete Grünanlage. Über den kleinen Teich führen zwei Holzbrücken, die eine perfekte Aussicht auf den um 1900 errichteten Turm des Neuen Rathauses bieten - oder dem Team der "SOKO Leipzig" als charmante Kulissen dienen. Auch Leipzigs größte Parkanlage, der Clara-Zetkin-Park, war schon Schauplatz für das ein oder andere Verbrechen, bei dem die Kriminalkommissar:innen ermittelten.

Die historische Kaserne in Leipzig-Möckern

Das alte Kasernengebäude rund um die Olbrichtstraße im Stadtteil Möckern war schon oft Drehort für "SOKO Leipzig". Auch 2026 wurde die Olbrichtstraße für den Dreh einer Folge der neuen Staffel einen ganzen Tag gesperrt. Das 17 Hektar große historische Areal wurde 1875 errichtet und beherbergte im Laufe der Jahrzehnte verschiedene Militärs. Heute ist das weitläufige Gelände ein beliebtes Wohngebiet und Zeugnis einer vergangenen Epoche. Das Hauptgebäude erstreckt sich über 345 Meter und ist damit das längste Gebäude Leipzigs.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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