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Wie er Sicherheit gewann

"Diese unendliche Angst": "Villa der Versuchung"-Star Paddy Kroetz spricht über Umgang mit dem Stottern

Aktualisiert:

von C3 Newsroom

Paddy Kroetz stottert seit seiner Kindheit. Nun erzählt er, wie er damit umgeht.

Bild: Joyn


Vor der Kamera wirkt Paddy Kroetz selbstbewusst und schlagfertig. Dieses Auftreten war für ihn lange nicht selbstverständlich: Sprechen löste bei ihm über viele Jahre große Ängste aus. In einem Interview erzählt der "Villa der Versuchung"-Kandidat, welche Erfahrungen ihn geprägt haben und was ihm bis heute Kraft gibt.

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Wer Paddy Kroetz heute im Fernsehen erlebt, ahnt kaum, welchen Kampf er über viele Jahre mit sich selbst geführt hat. Der "Villa der Versuchung"-Teilnehmer spricht in einem Youtube-Video so offen wie selten über sein Stottern, zahlreiche Therapien und die Angst, beim Sprechen zu versagen. Dabei macht er deutlich: Der Weg zu mehr Selbstvertrauen war lang.


In der "Villa der Versuchung" regiert die Verschwendung!


"Das hat alles nichts gebracht"

Schon als kleines Kind fiel seiner Familie auf, dass Paddy stottert. Seine Mutter brachte ihn deshalb früh zu Sprachtherapeut:innen. Doch die erhoffte Veränderung blieb zunächst aus.

Es begleitet mich immer schon. Ich war in Therapie, seit ich sprechen kann, glaube ich.

Paddy Kroetz
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Auch mehrere Therapeut:innen konnten ihm damals nicht dauerhaft helfen.

Das hat alles nichts gebracht, tatsächlich.

Paddy Kroetz

Warum seine Kindheit für ihn ein Glück war

Dennoch blickt Paddy dankbar auf seine Schulzeit zurück. Anders als viele andere Betroffene wurde er nach eigener Aussage nie ausgegrenzt. Er vermutet, dass auch das Leben auf dem Dorf dazu beigetragen hat.

Ich wurde nie gehänselt in der Schule.

Paddy Kroetz

Er erzählt, dass es in seinem Heimatort nur wenige Kinder in seinem Alter gegeben habe. Dadurch sei jeder selbstverständlich Teil der Gemeinschaft gewesen. Fußball und Tischtennis hätten zusätzlich dafür gesorgt, dass er fest in die Gruppe integriert war.

An einen Moment erinnert er sich bis heute besonders. Als ihn ein Junge von außerhalb beim Fußball als "Stotter-Liese" bezeichnete, stellten sich seine Freunde sofort vor ihn. Später habe sich der Junge sogar bei ihm entschuldigt. Heute weiß Paddy, wie viel ihm diese Unterstützung damals bedeutet hat.

Die Angst blieb trotzdem

Auch wenn er nie gemobbt wurde, verschwand die Unsicherheit nicht.

Ich hatte aber trotzdem immer diese unendliche Angst.

Paddy Kroetz

Vor allem Drehtage seien für ihn lange mit großem Druck verbunden gewesen. Besonders in stressigen Situationen oder wenn er sich unwohl fühlte, wurde das Stottern stärker.


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Vor der Kamera fand er seinen eigenen Weg

Mit der Zeit entdeckte Paddy eine Methode, die ihm das Sprechen erleichterte. Er sprach sehr schnell und betonte einzelne Wörter stärker. Genau daraus entwickelte sich später auch der Stil, für den ihn viele Zuschauer:innen kennen.

Das ist 'ne Methode zur Sprachfehler-Bekämpfung.

Paddy Kroetz

Seine oft überdrehte Art vor der Kamera sei deshalb nicht nur Unterhaltung gewesen, sondern auch eine Strategie, mit dem Stottern umzugehen. Auch wenn es ihn bis heute begleitet, hat Paddy gelernt, damit umzugehen. Statt das Thema zu verstecken, spricht er offen darüber und macht anderen Betroffenen Mut.

Seine Geschichte zeigt: Stottern bestimmt nicht, wohin der eigene Weg führt. Paddy Kroetz erreicht heute vor der Kamera ein Millionenpublikum.

Hier kannst du das ganze Interview sehen:

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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