Von Sci-Fi zur RealitÀt
SciFi trifft Alltag: So nah sind wir Jetpacks, KI-Werbung und Sprachsteuerung aus "Minority Report"
Aktualisiert:
von Peter Falan PichaIn dem Steven-Spielberg-Film "Minority Report" spielen Tom Cruise und Neal McDonough mit. Tom Cruises Figur John Anderton wird ein Verbrechen angehÀngt, was er noch nicht begangen hat.
Bild: picture alliance/United Archives | United Archives/Impress
Zeigt uns "Minority Report" von Steven Spielberg, wie unsere Zukunft aussehen könnte? Viele der Technologien des Films von 2002 sind heute schon im Einsatz und auch andere Erfindungen könnten in nÀchster Zeit, Teil unseres Alltags werden.
"Minority Report" heute Abend im TV und auf Joyn
Das ist "Minority Report"
Genre: Krimi, Science Fiction, Thriller
Regie: Steven Spielberg
Dauer: 145 Minuten
Im Jahr 2054 lassen sich Verbrechen verhindern, bevor sie ĂŒberhaupt begangen werden. Polizist John Anderton (Tom Cruise) zweifelt in keiner Sekunde an die Unfehlbarkeit des Systems, bis er selbst beschuldigt wird, einen Mord in 36 Stunden zu begehen. Nun muss er den vermeintlichen Irrtum aufklĂ€ren, bevor er vorschnell verhaftet wird.
"Minority Report": jetzt schon RealitÀt?
In dem Science-Fiction-Actionfilm aus 2002 sind viele Techniken zu finden, die einige Jahre spÀter tatsÀchlich realisiert wurden. Zufall? Nicht wirklich:
Steven Spielberg wurde vor Produktionsstart vom einem Team von 16 Experten im Themenbereich Zukunft beraten. Der Regisseur wollte ein möglichst authentisches Setting schaffen und ein realistisches Bild von der Zukunft zeichnen.
Ăber 100 Patente sind durch den Film fĂŒr Technologie-Ideen entstanden. Hier erfĂ€hrst du, wie der heutige Stand der "Minority Report"-Innovationen ist:
đŠčââïž Verbrechen aufklĂ€ren, bevor sie passieren
In der Welt von "Minority Report" können Morde verhindert werden, bevor sie geschehen. Das ist den sogenannten Precogs zu verdanken. Das sind drei Menschen, die durch ihre psychische Gabe Verbrechen vorhersehen können.
Heute gibt es zwar noch niemanden, der eine Àhnliche Gabe besitzt, durch genaue Analysen und dem Einsatz von KI lassen sich aber durchaus Hot Spots ausmachen, in denen hÀufig Delikte vorkommen.
Damit sich die Verbrecher:innen gar nicht erst trauen, irgendetwas Illegales zu machen, werden an diesen Hot Spots mehr Polizisten eingesetzt. Die US-Stadt Memphis (Tennessee) konnte die KriminalitÀtsrate dadurch erfolgreich senken.
Ob aber jemand wirklich kurz davor steht, eine Straftat zu begehen, kann nicht vorhergesagt werden.
đ Technologie steuern durch Bewegung
In "Minority Report" bedient Polizist John Anderton virtuelle Displays mithilfe von speziellen Handschuhen.
Was 2002 wie reine Science-Fiction wirkte, lÀsst sich seit 2010 bereits bequem im Wohnzimmer umsetzen.
Allein durch Handbewegungen lassen sich dank XBOX Kinect Objekte auf dem Fernsehbildschirm ohne Controller steuern.
Heute benötigt man durch Mixed-Reality-Headset-Modelle wie die Apple Vision Pro nicht mal mehr einen analogen Bildschirm.
Mit der Hightech-Brille kannst du Apps auch im virtuellen Raum bedienen - ganz wie in "Minority Report".
đ Augen- und Gesichtserkennung
John Anderton kann in "Minority Report" kaum noch irgendwo langlaufen, ohne dass seine Augen von der Umgebung gescannt werden. So schlimm ist es glĂŒcklicherweise noch nicht bei uns, aber fĂŒr viele Leute ist das Entsperren des Handy-Displays durch das Gesicht, gĂ€ngiger Alltag.
WĂ€hrend Richtlinien zur biometrischen Erfassung die Ăberwachung mittels Gesicht-Scans einschrĂ€nken, werden in anderen LĂ€ndern die Regelungen eher locker gehalten.
In Peking gibt es beispielsweise ein KlohĂ€usschen, das die Benutzung des Toilettenpapiers ĂŒberwacht. Jedem gescannten Nutzer steht nur eine bestimmte Menge zur VerfĂŒgung. Wenn das mal nicht der Beginn einer Dystopie ist!
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đ Sprachsteuerung
Sprachsteuerung ist lÀngst zur NormalitÀt geworden. Alltags-Assistenten wie Alexa, Siri & Co. lassen sich ganz einfach mit Aktivierungsbefehl in Betrieb nehmen und transkribieren jedes gesagte Wort und jede Silbe.
In kĂŒrzester Zeit wertet ein Algorithmus den Text aus und schon wird der Befehl bestmöglich ausgefĂŒhrt.
đ± Personalisierte Werbung
In dem Scifi-Film sprechen virtuelle Werbetafeln den Protagonisten auf seine BedĂŒrfnisse an. Soweit ist es zwar in der RealitĂ€t noch nicht gekommen, aber das dĂŒrfte auch nur eine Frage der Zeit sein.
Personalisierte Werbung bekommt schon jetzt jede:r Online-Nutzer:in angezeigt. Internet-Cookies tracken, welche Webseiten genutzt werden und geben die Daten an Marketingspezialist:innen weiter. Prompt wird dir passende Werbung ausgespielt.
đ° Selbst updatende Zeitung
Zeitungen, die immer die neusten Meldungen anzeigen? Gibt es das nicht bereits?
Ja und nein: Der Online-News-Feed auf dem Handy oder dem Laptop wird stÀndig mit den neusten Meldungen versorgt. Mit Printzeitungen verhÀlt es sich aber etwas anders. Die können noch nicht beliebig die Tinte verschieben, wenn eine Eilmeldung reinkommt.
đ Schadstofffreie Autos
Elektroautos sind nah dran an dem Konzept der schadstofffreien Autos von "Minority Report".
Auf null ist die Umweltbilanz jedoch nicht, da bei der Herstellung eine Menge Emissionen freigegeben werden. Das Problem könnte sich aber auch schon in naher Zukunft lösen.
Bis die Autos aber an den WĂ€nden entlangfahren können wie im Film, dĂŒrfte es aber noch eine ganze Weile dauern.
đ Jetpacks
Noch sieht man keine Menschen mit RaketenrucksĂ€cken durch die LĂŒfte fliegen. Dennoch sind Jetpacks keine reine Science Fiction mehr.
"Bereits Anfang der 60er-Jahre wurden die ersten einsatzbereiten Modelle entwickelt, mit denen die Erfinder:innen vom Boden abheben konnten. Und im Jahr 2020 stellte Vince "Jetman" Reffet einen Weltrekord auf, bei dem er mit seinem Jetpack sage und schreibe 1800 Meter hoch flog."
Ob RaketenrucksÀcke jedoch wie in dem Tom-Cruise-Film alltagstauglich werden, bleibt weiterhin ungewiss. Vielleicht fliegen wir ja innerhalb der nÀchsten 30 Jahre mit einem Jetpack zur Arbeit.
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Dieser Beitrag wurde ursprĂŒnglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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