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Ein Kampf um die ganze Welt

Ende von "Attack on Titan": Ist das Serien-Finale gelungen?

Veröffentlicht:

von Martin Haldenmair

"Attack on Titan"-Finale: Ist das Serien-Ende gelungen? Ein Blick auf die letzten Kapitel, ihre emotionale Wirkung und Erens Schicksal.

Bild: Hajime Isayama, KODANSHA / "ATTACK ON TITAN" The Final Season Production Committee, Hajime Isayama, Kodansha/ÒATTACK ON TITANÓ Production Committee.


Am 7. und 14. August siehst du das endgültige Ende von "Attack on Titan" im Free-TV. Der dritte Teil der "Last Season" läuft in zwei Specials. Unser Autor stellt sich die Frage: Wurde die Serie gut zu Ende gebracht und hat sich das Schauen gelohnt?

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Darum geht's im Finale von "Attack on Titan"

Alle Geheimnisse sind enthüllt und jegliche Hoffnung scheint verloren. Nach fast vier Staffeln und 87 Folgen geht die Welt der Menschen unter. Eren hat nun die Kräfte des Urtitanen erweckt. Die Mauern von Paradis sind zerbrochen, die darin verborgenen Titanen wandern nun über die Erde und zerstampfen alles in ihrem Weg. Langsam. Unaufhaltsam.

Eren, der doch mal so ein netter Junge war, sieht nur noch Feinde überall und nur noch einen Pfad vor sich, der entweder mit seiner eigenen Vernichtung oder der aller anderen enden kann. Es wird düster, es wird actiongeladen in diesen letzten Folgen, die ProSieben MAXX und Joyn am 7. und 14. August als Special zeigen. Wird's auch gut?

Ein Ende, das keinen kalt lässt

2013 startete die Serie in Japan, zehn Jahre später erst liefen die letzten Kapitel. Eine wirklich lange Zeit schaffte es diese Geschichte, die immer neue Wendungen nahm und viele geliebte Charaktere opferte, die Fans zu fesseln - mich auch. Wir sehnten uns mit Armin und Eren nach Freiheit, trauerten um die Opfer der Titanen, waren mit Eren wütend, als sich herausstellte, dass sich die ganz Welt gegen unsere Heldinnen und Helden verschworen hatte.

Ein perfektes Ende kann es für eine Geschichte wie diese nicht geben, irgendein Fan wird immer enttäuscht sein. Was mir viel wichtiger ist: Sprechen mich diese letzten Kapitel weiter emotional an? Leide ich mit meinen gezeichneten Freundinnen und Freunden, bin ich auf ihrer Seite oder vielleicht auch mal wütend auf sie? Darauf kommt es an und genau das gelingt der Serie bis zum Schluss. Sie ist vielleicht ein bisschen lang, ein bisschen überdramatisch geworden, aber sie lässt auch mich nicht kalt. Gerade für Stellen, an denen ich mit den Charakteren nicht einverstanden bin, bin ich dankbar, denn darüber kann ich mit Freunden diskutieren.

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Stoff für Diskussionen

Zum Beispiel: "Opfere dein Herz!" ("shinzou wo sasageyo") schmetterte der Chor im dritten Opening. Seit Anfang der Serie geht es wieder und wieder darum, dass sich Menschen füreinander aufopfern. Das kann auch mal anstrengend werden, wenn so ziemlich jeder Charakter nach einem Grund zu suchen scheint, seine Gesundheit und sein Leben für andere aufs Spiel zu setzen. Manchmal scheint mir das zu viel "Mach's für deine Kameraden" zu sein. Aber genau dann bringt die Serie wieder Momente, in denen es um komplett sinnlose Opfer geht, um fehlgeleitete Liebe und wie diese ausgenutzt werden kann. Ich wünschte nur, sie wäre hier ein wenig deutlicher in ihrer Kritik und nicht ganz so oft auf dem Ehrenvoller-Tod-Trip.

Ist Eren ein Held oder ein Übeltäter? Meiner Meinung nach vor allem eine tragische Figur: Eren, der so sehr für Freiheit kämpft und so viel gelitten hat, verfängt sich in seinen eigenen Prophezeiungen und stellt sich als Urheber seines eigenen Leidens heraus. Und ob sein Plan, für die Menschen die Freiheit zu erringen wirklich dauerhaft zählt?

Das sind Fragen, die mich nach dem Finale verfolgen, zusammen mit den Erinnerungen an viele bewegende Szenen, oft unterlegt mit tollen Songs. Am 7. und 14. August hast du die Gelegenheit, dich - noch einmal - mit großem Bombast philosophischen Rätsel zu stellen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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