Sparmaßnahmen
MDR muss sich von "ARD-Mittagsmagazin" trennen: Wie geht es mit der TV-Reihe weiter?
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von Julia W.Tino Böttcher und Mariama Jamanka moderieren seit 2024 das "ARD-Mittagsmagazin".
Bild: MDR / Hagen Wolf
Nach "Immer wieder sonntags" betreffen die Sparmaßnahmen bei der ARD nun eine weitere prominente Sendung: Das "ARD-Mittagsmagazin" steht beim MDR nach nur drei Jahren vor dem Aus. Nun soll ein anderer Sender einspringen.
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) muss sich wohl vom "ARD-Mittagsmagazin" (MiMa) trennen: Wie das Branchenportal "dwdl.de" berichtet, will der Sender die Produktion der Sendung bis spätestens Ende 2026 abgeben. Erst vor drei Jahren hatte der MDR die Verantwortung für das Format übernommen und produzierte es seitdem im wöchentlichen Wechsel mit dem ZDF.
MDR will "MiMa" zum Ende des Jahres abgeben
Der Grund für den Rückzug sind massive Sparzwänge. Nach Angaben des Berichts sollen die rund drei Millionen Euro, die bislang jährlich in die Produktion des Formats flossen, eingespart werden. Ein MDR-Sprecher bestätigte gegenüber "dwdl.de", dass innerhalb der ARD derzeit Gespräche liefen, "um die Produktion des ARD-Mittagsmagazins im Jahr 2027 abzugeben".
Ende März fällte die ARD-Programmdirektion gemeinsam mit dem SWR die Entscheidung, die Kult-Show "Immer wieder sonntags" mit Stefan Mross einzustellen - vor allem aus finanziellen Gründen. Wie "t-online" berichtet, muss die ARD in den nächsten Jahren bis zu 220 Millionen Euro einsparen, wenn der Rundfunkbeitrag nicht steigt. Der MDR stehe dabei besonders unter Druck: Im Vergleich zu anderen ARD-Anstalten verfügt der MDR infolge der Wiedervereinigung über deutlich geringere Rücklagen.
Gegenüber "t-online" sagte ein MDR-Sprecher: "Die bislang durch die Bundesländer […] nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags bedeutet für den MDR eine umfangreiche Budget-Kürzung." Daher sei man gezwungen, strategische Entscheidungen zu treffen – Auswirkungen auf das Programm seien unvermeidbar.
Wie geht es mit dem "ARD-Mittagsmagazin" weiter?
Das "ARD-Mittagsmagazin" steht damit aber nicht völlig vor dem Aus: Als möglicher Nachfolger zeichnet sich der Norddeutsche Rundfunk ab. Der NDR habe bereits signalisiert, die Produktion künftig zu übernehmen, berichtet "dwdl.de".
Von Montag bis Freitag ab 5:30 Uhr und am Wochenende ab 9 Uhr
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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