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Investigative Recherche

Blauer Panther für Nathan Goldblats Hunde-Mafia-Doku

Veröffentlicht:

von Lars-Ole Grap

Nathan Goldblat gewinnt den Blauen Panther für "How to kill a puppy and get rich: Die Hunde-Mafia".

Bild: Joyn Redaktion


Rumänische Hundetötungsstationen stehen im Mittelpunkt der sechsteiligen Dokumentation "How to kill a puppy and get rich: Die Hunde-Mafia". Für Joyn und ProSieben geht Nathan Goldblat den Strukturen vor Ort nach und dokumentiert, wie aus dem Leid von Straßenhunden ein lukratives Geschäft entstehen kann.

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Für seine Recherche über rumänische Hundetötungsstationen wird Nathan Goldblat mit dem Blauen Panther 2026 ausgezeichnet. Der Medienpreis würdigt  die Dokumentationsreihe in der Kategorie "Beste investigative Leistung". Die Jury hebt dabei besonders hervor: "Die Serie deckt die grausamen Machenschaften hinter einem System auf, das aus dem Leid von Straßenhunden Profit schlägt. Damit macht Nathan Goldblat ein Thema sichtbar, das bislang kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhalten hat."


"How to kill a Puppy and get rich: Die Hunde-Mafia" jetzt streamen


Straßenhunde in Rumänien: Wie das umstrittene System funktioniert

In Rumänien dürfen eingefangene Straßenhunde unter bestimmten Voraussetzungen getötet werden. Grundlage dafür ist ein Gesetz aus dem Jahr 2013, das nach dem Tod eines vierjährigen Jungen in Bukarest verabschiedet wurde. Werden eingefangene Tiere nicht innerhalb von 14 Tagen adoptiert, können sie getötet werden.

Betreiber:innen staatlicher Auffangstationen erhalten für die Unterbringung und Tötung der Tiere öffentliche Gelder. Laut den Recherchen der Dokumentation fließen dabei pro Hund zwischen 200 und 400 Euro, teilweise auch EU-Mittel. Wie viele Straßenhunde tatsächlich in Rumänien leben, lässt sich unterdessen nur schwer beziffern. Nach einer Schätzung von PETA wurden seit Anfang der 2000er-Jahre mehr als 1,2 Millionen Hunde in Rumänien getötet. Allein in Bukarest sollen seit Einführung des Gesetzes mehr als 50.000 Tiere eingefangen und rund 30.000 getötet worden sein.

Tierschutzorganisationen kritisieren seit Jahren die Bedingungen in den Auffangstationen und berichten von Verstößen gegen Tierschutzvorgaben. Auch die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen unterscheidet sich nach den vorliegenden Berichten von Ort zu Ort.

Genau diese Strukturen untersucht Nathan Goldblat. Der 26-jährige Content Creator, der unter anderem auch aus Serien wie "Krass Klassenfahrt" und "Notruf Hafenkante" bekannt ist, recherchiert vor Ort, dokumentiert mutmaßliche Verstöße gegen den Tierschutz und erhält über anonyme Informant:innen Einblicke in ein Netzwerk, das hinter den Tötungen stehen soll.

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"How to kill a puppy and get rich": Wie Nathan Goldblat über Social Media Millionen Menschen erreicht

Gemeinsam mit reichweitenstarken Influencer:innen wie Hannes Jaenicke, Bianca Heinicke, Jonas Ems und Malte Zierden organisiert er Rettungsaktionen und macht die Recherche über soziale Netzwerke einem Millionenpublikum zugänglich.

Nach Angaben der Produktion zeigen die Recherchen bereits während der Dreharbeiten konkrete Folgen: Erste Tötungsstationen schließen. Auch auf politischer Ebene findet die Initiative Gehör. Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments unterzeichnet einen Acht-Punkte-Plan der Initiative #KastrationstattTötung, später spricht Goldblat vor EU-Repräsentant:innen in Brüssel. Für das Projekt gewinnt er insgesamt 26 Influencer:innen, deren Beiträge zusammen mehr als 70 Millionen Aufrufe erzielen.

Für den 26-Jährigen ist die Auszeichnung eine besondere Anerkennung, weil er mit der Dokuserie erstmals in dieser Größenordnung investigativ arbeitet. Bislang ist er vor allem als Schauspieler und Creator bekannt und freut sich besonders über den Preis.

Ich freue mich unendlich! Der Blaue Panther, gerade in der Kategorie Journalismus und Information, ist für mich eine ganz besondere Auszeichnung.

Nathan Goldblat

Den Award versteht er aber auch als Bestätigung für die Produktionsmaßstäbe: "Als Neuling zeigt mir dieser Preis, dass wir den hohen Qualitätsanspruch, den ich an das Projekt hatte, erreicht haben." Seinen Dank richtet er auch an die Seven.One Entertainment Group für die Finanzierung und an sein Team, "ohne das so etwas niemals möglich gewesen wäre".

Produziert wird die sechsteilige Dokuserie von Film Five im Auftrag von ProSieben und Joyn. Die komplette Serie kannst du kostenlos auf Joyn streamen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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