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Kopfkino an!

Das wäre die perfekte Besetzung für ein "Zurück in die Zukunft"-Remake

Veröffentlicht:

von Antje Wessels

Marty McFly (Michael J. Fox) steht auf dem DeLorean und Dr. Emmet Brown (Christopher Lloyd) sitzt am Steuer des fliegenden Autos aus "Zurück in die Zukunft III"

Bild: imago images / United Archives


Stellt euch vor, "Zurück in die Zukunft" bekäme eine Neuauflage. Welche Schauspieler oder Schauspielerinnen hätten die Chance, die riesigen Fußstapfen von Michael J. Fox und Christopher Llyod auszufüllen? Ein Gedankenspiel.

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Eine Trilogie mit echtem Kultstatus

Kaum eine Science-Fiction-Filmreihe genießt bis heute einen derartigen Kultstatus wie die "Zurück in die Zukunft"-Trilogie. Denn die charmanten Zeitreise-Abenteuer von Marty McFly und Doc Brown treffen einfach die richtigen Töne irgendwo zwischen nahbarer Coming-of-Age- und durchgeknallter Sci-Fi-Story sowie aberwitziger Komödie.

Seit Jahrzehnten wünschen sich viele Fans eine Fortsetzung, ein Spin-off oder gar ein Remake der Reihe. Gleichzeitig sehen viele von ihnen ein derartiges Vorhaben kritisch. Echte Klassiker lassen sich eben nur schwer wiederholen.

So steht es um ein mögliches Remake

Die Chancen auf eine Neuauflage stehen allerdings denkbar schlecht. Regisseur Robert Zemeckis und Autor Bob Gale haben in der Vergangenheit immer wieder betont, dass sie ein Remake ihres Kult-Klassikers ablehnen. Solange sie die Rechte kontrollieren, dürften derartige Pläne daher Wunschdenken bleiben.

Aber stellen wir uns für einen Moment vor, Hollywood würde doch nochmal den Fluxkompensator anwerfen und "Zurück in die Zukunft" neu auflegen. Wer könnte heute in die Fußstapfen von Michael J. Fox und Christopher Lloyd treten? Ich habe mir Gedanken gemacht und einige spannende Kandidat:innen für die wichtigsten Rollen zusammengestellt.


Ein "Zurück in die Zukunft"-Remake: Wer könnte Marty McFly?

Bei der Wahl für die Rolle des Hauptdarstellers würde ich nicht den Fehler begehen, ausschließlich nach Äußerlichkeiten zu gehen. Der beste Michael-J.-Fox-Doppelgänger macht noch keinen Marty McFly. Vielmehr ginge es darum, jemanden zu finden, der eine ähnliche Energie transportieren kann. Folglich müsste er jugendlich und schlagfertig sein, aber auch genügend Charisma und Charme haben, um neben dem exzentrischen Doc Brown zu bestehen.

Und noch eine Frage drängt sich auf: Muss Marty McFly überhaupt zwingend ein Mann sein? Schließlich zeichnet jede Generation ihre eigenen Bilder von Heldinnen und Helden. Nach reiflicher Überlegung würde ich diese drei Schauspieler:innen in den DeLorean setzen:

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Jaeden Martell: Vom "Es"-Star zum Zeitreisenden?

Jaeden Martell wurde einem breiten Publikum durch seine Hauptrolle des stotternden Bill in der Neuverfilmung von "Es" bekannt.

Bild: ZUMA Press


Jeaden Martell gehört seit Jahren zu den interessantesten jungen Darstellern Hollywoods. Martell verfügt über eine sympathische Underdog-Ausstrahlung, ähnlich die eines Michael J. Fox, die ihn einst zum perfekten Marty McFly machte. Gleichzeitig wirkt er schlagfertig, neugierig und authentisch. Das alles sind perfekte Eigenschaften für einen Zeitreisenden. Von allen Kandidaten kommt er dem Geist des Originals vermutlich am nächsten.

Belmont Cameli: Von der Uni in den DeLorean

Belmont Cameli im Porträt für "Off Campus". Die Farbe Rot steht ihm jedenfalls schon mal.

Bild: picture alliance / Chris Pizzello


Spätestens seit dem Streaming-Hit "Off Campus" hat Belmont Cameli bewiesen, dass er das Charisma für eine moderne Hauptrolle besitzt. Er bringt eine lässige Coolness mit, die hervorragend zu Marty McFly passen würde, ohne dabei arrogant zu wirken. Gleichzeitig strahlt er genau die jugendliche Energie aus, die eine temporeiche Science-Fiction-Komödie benötigt. Ein Remake mit Cameli würde sich vermutlich stärker an ein jüngeres Publikum richten. Hoffentlich ohne den Charme der Vorlage aufzugeben.

Kathryn Newton: Warum keine weibliche Hauptrolle?

Kathryn Newton auf der Premiere von "Ready or Not 2: Here I come".

Bild: picture alliance / Sipa USA


Schauspielerin Kathryn Newton wäre der beste Beweis dafür, dass die Figur des Marty McFly auch als Frau funktionieren könnte. Die Schauspielerin hat in Filmen wie "Freaky", "Der Sex Pakt" oder "Ant-Man and the Wasp: Quantumania" gezeigt, dass sie Humor, Abenteuerlust und emotionale Momente gleichermaßen beherrscht. Mit ihrer selbstbewussten, energiegeladenen Präsenz könnte sie der Figur ihren eigenen Stempel aufdrücken.

Ein "Zurück in die Zukunft"-Remake: Wer könnte Doc Brown?

Bei der Wahl eines Doc-Brown-Nachfolgers würde ich einen etwas anderen Fokus setzen. Anstatt um Jugendlichkeit geht es bei der Besetzung dieser Rolle um die Gratwanderung zwischen Herzenswärme und leichtem Wahnsinn. Christopher Lloyds Leistung war deshalb so besonders, weil Doc Brown trotz all seiner Verrücktheit niemals zur Karikatur wurde. Ein potenzieller Nachfolger (oder eine Nachfolgerin?) müsste folglich nicht nur komödiantisches Talent mitbringen, sondern auch die Fähigkeit, den wilden Wissenschaftler glaubwürdig zu verkörpern. Diese drei Schauspielenden würde ich für die Rolle in Betracht ziehen:

David Tennant:

David Tennant bei der Premiere der zweiten Staffel "Rivals" in London im Mai 2026.

Bild: picture alliance / Photoshot


Kaum ein Schauspieler verkörpert exzentrische Genies so überzeugend wie David Tennant. Ob als titelgebender Held in "Doctor Who" oder als Dämon Crowley in "Good Omens": Tennant bewegt sich auf diesem Terrain mühelos. In Kombination mit seinem Gespür für verschiedene emotionale Facetten würde ihn das zu einem hervorragenden Doc Brown machen. Außerdem bringt er die nötige Energie mit, um selbst die absurdesten wissenschaftlichen Monologe glaubwürdig zu verkaufen.

Sam Rockwell: Erprobter Zeitreisender

Sam Rockwell in seiner Rolle Mann aus der Zukunft aus dem Film "Have Fun, Good Luck, Don't Die".

Bild: picture alliance / COLLECTION CHRISTOPHEL


Sam Rockwell besitzt eine angenehme und gleichzeitig unberechenbare Leinwandpräsenz und überzeugt in wirklich jedem Film. Zuletzt hat er in Gore Verbinskis "Good Luck, Have Fun, Don’t Die" bewiesen, dass ihm skurrile Figuren besonders gut liegen. In dem  Sci-Fi-Abenteuer mimte er bereits einen Zeitreisenden, bringt also Genre-Erfahrung mit. Für eine seiner schrulligsten Rollen, der Verkörperung des Polizisten Jason Dixon in "Three Billboards outside Ebbing, Missouri", erhilt er 2018 den Oscar. Der heute 57-Jährige schafft es in nahezu allen seinen Rollen, seinen Charakteren trotz ihrer Kuriosität etwas Menschliches und Nahbares zu verleihen. Damit würde er perfekt zu einem Doc Brown passen, der ebenso verrückt wie liebenswert ist.

Olivia Colman: Ein unberechenbarer Doc Brown

Ein weiblicher Doc Brown? Warum denn eigentlich nicht? Oscar-Preisträgerin Olivia Colman wäre dafür die ideale Wahl.

Bild: Landmark Media


Auch für die Besetzung von Doc Brown würde ich eine Schauspielerin in Betracht ziehen. Meine Favoritin: Olivia Colman. Colman kann innerhalb eines Satzes von urkomisch sein und trotzdem tief berühren. Ihr Doc Brown wäre vermutlich weniger hektisch als Christopher Lloyds Version, dafür aber herrlich verschroben und unberechenbar.

In Zeiten von KI und Co: Bräuchte es überhaupt eine Neubesetzung?

Bei meinen Überlegungen zu einer "Zurück in die Zukunft"-Neubesetzung kam mir übrigens noch ein ganz anderer Gedanke. Müssten Marty McFly und Doc Brown heutzutage überhaupt neu besetzt werden? Die technische Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass Hollywood längst in der Lage ist, Schauspielerinnen und Schauspieler künstlich zu erschaffen oder digital zu verjüngen.

So verlieh man beispielsweise Indiana Jones im letzten Teil der gleichnamigen Reihe ein derartig glaufhaftes Facelift, dass man zweimal hinschauen musste, um die Digital-Verjüngung als solche zu erkennen. Auf den ersten Blick wirkten die Aufnahmen wie Relikte aus den 80ern, gedreht mit dem jungen Harrison Ford. Ähnliches konnte man mit Samual L. Jackson in "Captain Marvel" erleben.

Ob mittels CGI, Motion-Capture-Verfahren oder KI-gestützter Gesichtsanpassung: Was einst wie Science-Fiction wirkte, gehört inzwischen zum Werkzeugkasten großer Filmstudios. Ein "Zurück in die Zukunft"-Remake könnte theoretisch also erneut auf Michael J. Fox und Christopher Lloyd setzen und beide Darsteller digital in ihre jüngeren Versionen verwandeln.

Die entscheidende Frage lautet jedoch, ob das überhaupt wünschenswert wäre. Zwar könnte moderne Technik das Aussehen der beiden Kultstars reproduzieren, die besondere Chemie zwischen ihnen lässt sich jedoch nicht einfach am Computer erzeugen. Genau darin liegt vielleicht die größte Herausforderung eines möglichen Remakes. Denn so beeindruckend CGI und KI mittlerweile auch sein mögen: Den damaligen Charme von Michael J. Fox und Christopher Lloyd glaubhaft zu reproduzieren, dürfte selbst für Hollywood schwierig werden.

Lust auf "Zurück in die Zukunft" bekommen? Die gesamte Reihe findest du kostenlos in der Joyn-Mediathek.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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