Die Schattenseiten eines Comedians
Bastian Bielendorfer wurde gemobbt: "Daran hätte man zerbrechen können"
Aktualisiert:
von Jan IslingerComedian Bastian Bielendorfer zu Gast in der WDR-Talkshow "Kölner Treff" im Sommer 2025.
Bild: picture alliance / dpa
Er ist erfolgreicher Autor, Comedian und Podcaster. Doch Bastian Bielendorfer kann auch ernstere Töne anschlagen. Als Kind wurde er heftig gemobbt - nun spricht er darüber, wie man daraus Stärke gewinnen kann.
Bastian Bielendorfer ist auf eine ganz besondere Weise mit seiner Vergangenheit verbandelt. Denn schließlich fußt seine mediale Bekanntheit auf Anekdoten über sein Leben als Lehrerkind. Per Zufall im Jahr 2010 bei "Wer wird Millionär?" entdeckt, wurde Bielendorfer nur kurze Zeit danach erfolgreicher Spiegel-Bestseller-Autor, später Comedian und Moderator.
Horror-Schulzeit für Bastian Bielendorfer
Während Bastian Bielendorfer die Menschen mit Geschichten rund um seine Kindheit meist zum Lachen bringen will, zeigte er sich bei "Hotel Matze" zuletzt von einer ernsteren Seite. Gegenüber Moderator Matze Hielscher spricht er offen über Mobbing in seiner Schulzeit. Demnach seien all die Anekdoten in seiner "Lehrerkind"-Buchreihe unweigerlich mit Leid verbunden.
Der Subtext aller meiner Bücher ist Schmerz.
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Die Außenseiter-Rolle als ständiger Begleiter
"Komik ist immer Tragik plus Zeit", analysiert Bastian ganz nüchtern und erzählt die Hintergründe. Eigentlich sei er in der Schule immer ein absoluter Außenseiter gewesen. "Lehrerkind [...], fett, unsportlich, unbeliebt", da seien einfach viele negative Punkt zusammengekommen. Das erzähle sich zwar im Nachhinein in Buchform und mit der richtigen Akzentuierung lustig, so Bielendorfer weiter, doch damals sei die Schule der reinste Horror für ihn gewesen.
"Mobbing und das Gefühl des Ausgeschlossenseins, des Außenseiters war etwas, was mich mein ganzes Leben begleitet hat", fasst es der 42-Jährige zusammen. Umso erfreulicher also, dass der gebürtige Gelsenkirchener diese negativen Energien für sich überwinden und mehr noch - sie positiv ummünzen konnte und als Teil des heutigen Erfolgs verbuchen kann.
Für das, was ich war, hab ich das Allerbeste für mich gemacht. Daran hätte man auch zerbrechen können.
Heutzutage wirkt der Comedian ausgeglichener denn je und nutzt die damaligen Erfahrungen gerade in Hinblick auf den jetzigen Erfolg auch als Mittel, um nicht abzuheben. "Das ist etwas, was mich am Boden hält."
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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