Jahrzehntelange Erfolgsgeschichte
Bettina Böttinger früher: So sah die Talk-Ikone vor 34 Jahren aus
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von C3 NewsroomBettina Böttinger bei der Verleihung des "Brigitte"-Awards am 8. Oktober 2026 in Berlin.
Bild: IMAGO / Marja
Seit Jahrzehnten zählt sie zu den bekanntesten Talk-Moderatorinnen des Landes. Im Juli feierte Bettina Böttinger ihren 70. Geburtstag. So sah sie vor mehr als drei Jahrzehnten aus.
Ursprünglich strebte Bettina Böttinger gar keine Karriere im Fernsehen an, sondern ihr Berufsziel war es, Lehrerin zu werden. Nach dem Abitur begann sie 1975 ein Germanistik- und Geschichts-Studium in Bonn.
Während des Studiums entdeckte sie dann aber den Journalismus als ihre wahre Leidenschaft. Sie arbeitete für die "Bonner Rundschau". Nach dem ersten Staatsexamen war sie ein Jahr lang für die Regionalzeitung beschäftigt.
Bettina Böttinger heute um 22:15 Uhr im Gespräch mit Dunja Hayali

Böttinger.Wohnung 17
So startete Bettina Böttinger ihre Karriere im Fernsehen - und so sah sie früher aus
Moderatorin Bettina Böttinger in der Talkshow "Parlazzo" am 20.07.1992 im Gespräch mit dem Musiker Klaus Doldinger.
Bild: Horst Galuschka
1985 kam Boettinger zum WDR, wo sie für TV und Radio als Redakteurin tätig wurde, unter anderem für die "Aktuelle Stunde" und die Fernsehsendung "Hier und Heute". Sie übernahm 1989 die Leitung des WDR-Regionalbüros Bonn.
Ende 1991 startete sie dann mit der WDR-Mediensendung "Parlazzo" auch in der Fernsehunterhaltung. In der monatlichen Live-Show waren Menschen, die in den Medien arbeiteten, zu Gast. Ein Foto aus dieser Zeit zeigt Bettina Boettinger 1992 bei "Parlazzo" mit dem 2025 verstorbenen Musiker Klaus Doldinger.
"B.trifft" und "Kölner Treff" zählt sie zu ihren wichtigsten Sendungen
Bettina Böttinger im Februar 1992, vor gut 34 Jahren: Damals war die TV-Moderatorin 35 Jahre alt.
Bild: IMAGO / teutopress
Ab 1993 moderierte Boettinger auch die Show, die nach eigenen Worten zu ihren wichtigsten zählte, wie sie im Juli anlässlich ihres 70. Geburtstags im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur erklärte: "B.trifft".
Über das Format sagte sie: "Wir waren damals mit die Ersten, die Leute eingeladen haben, die sonst durchs mediale Raster gefallen sind. Menschen, die HIV-positiv waren. Queere Menschen, wobei es den Begriff noch gar nicht gab. Darauf werde ich heute immer noch angesprochen, und das ist ein gutes Gefühl."
Ihre bekannteste Talkshow ist sicher der "Kölner Treff", den sie 17 Jahre lang bis 2023 präsentierte. Böttinger, die 2016 ihre langjährige Lebensgefährtin, die Architektin Martina Wziontek, heiratete, gab die Moderation der wöchentlichen Sendung schließlich ab, um ein etwas entspannteres Leben zu beginnen.
"Böttinger.Wohnung 17": Sie erzählt von ihrem schwierigen Outing mit 17 Jahren
Doch so viel habe sich gar nicht geändert, sagte sie in diesem Sommer der dpa. Nach wie vor komme sie vielen Moderationsbitten nach. "Ich bin einfach gern auf einer Bühne und liebe es, mit dem Publikum zu agieren." Zudem konzentriert sie sich auch auf ihren Podcast "Zwischen den Zeilen", wo sie mit Prominenten wie Hape Kerkeling, Annette Dittert und Markus Söder mindestens eine Stunde lang spricht.
Ein besonderes Format ist auch "Böttinger.Wohnung 17", wo die Moderatorin in ihrer Kölner Wohnung prominente queere Persönlichkeiten begrüßt, um mit ihnen über "Lebenswege, Liebe, Herausforderungen, Ideen und Träume" zu sprechen, so der WDR. Am Montag (12. Oktober) zeigt der WDR um 22:15 Uhr die Wiederholung der Folge mit der ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, die erstmals 2023 ausgestrahlt wurde.
Darin erzählt Böttinger unter anderem von ihrem Outing im Jahr 1974, mit 17 Jahren, als sie noch aufs Gymnasium ging. Als Konsequenz sei sie in der Schule bei den Noten in allen Fächern heruntergestuft worden und habe auch daheim ausziehen müssen, erinnert sie sich. Es sei eine "sehr, sehr, sehr harte homofeindliche Zeit" gewesen.
Bettina Böttinger engagiert sich auch stark sozial und gesellschaftlich
Sie hoffe, dass sie mit ihren Sendungen vielleicht ein ganz klein wenig dazu beigetragen habe, dass die deutsche Gesellschaft offener und bunter geworden sei, sagte die Moderatorin der dpa. Sie selbst engagiert sich auch stark sozial, beispielsweise für die AIDS-Hilfe und die Frauenrechtsorganisation medica mondiale.
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