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Tragisches Ende

Don Camillo und Peppone: Was wurde aus dem Duo der Kultfilm-Reihe?

Veröffentlicht:

von Annalena Graudenz

Don Camillo und Peppone: Ihre Wortgefechte machten sie zu einem unvergesslichen Gespann.

Bild: picture alliance / COLLECTION CHRISTOPHEL | Rizzoli Film


In den 1950er-Jahren eroberten sie zum ersten Mal die Kinoleinwand: "Don Camillo und Peppone". Der schlagfertige Dorfpfarrer und der kommunistische Bürgermeister gehören zu den Legenden der Filmgeschichte. Was wurde aus den Schauspielern Fernandel und Gino Cervi?

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In den 1950er- und 1960er-Jahren dürfte es nicht viele Menschen gegeben haben, die nie etwas von "Don Camillo und Peppone" gehört haben. Bis heute gelten die Geschichten rund um das ungleiche Duo als Filmklassiker. Die Filme drehen sich um die Bewohner eines kleinen Ortes in der norditalienischen Po-Ebene. Dort geraten der katholische Priester Don Camillo und der kommunistische Bürgermeister Peppone regelmäßig aneinander. Während der eine seine Gemeinde nach christlichen Vorstellungen prägen möchte, verfolgt der andere politische Ziele. Trotz aller Gegensätze erzählt die Geschichte auch immer wieder von der besonderen Zuneigung zwischen den ungleichen Männern.

Fernandel und Gino Cervi: Die Gesichter hinter den Kultfiguren

Den internationalen Durchbruch erlebten die beiden Schauspiler 1952 mit dem Kinofilm "Don Camillo und Peppone". Der französische Schauspieler mit dem Künstlernamen Fernandel übernahm die Rolle des temperamentvollen Priesters, sein italienischer Kollege Gino Cervi spielte den nicht weniger reizbaren Bürgermeister. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern wurde zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Bis 1965 entstanden insgesamt fünf Kinofilme mit Fernandel und Cervi. Gedreht wurde die Reihe im italienischen Brescello, das bis heute eng mit den Filmfiguren verbunden ist.

Früher Tod des Hauptdarstellers

Dass es bei nur fünf Filmen blieb, hatte einen traurigen Grund. Ein sechster Film war zunächst mit dem Titel "Don Camillo und die Jugend von heute" geplant. Auch die Dreharbeiten begannen 1970. Doch Fernandel erkrankte schwer und starb nur wenige Monate später, am 21. Februar 1971 im Alter von 67 Jahren in Paris. Das Filmprojekt wurde daraufhin unterbrochen.

Auch Gino Cervi kehrte nicht mehr in seine Paraderolle zurück. Der Schauspieler hatte sich gegen eine Fortsetzung ohne seinen langjährigen Filmpartner entschieden und starb ebenfalls drei Jahre später im Alter von 72 Jahren. Damit war die Ära des ursprünglichen Duos endgültig vorbei.

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Neue Darsteller für Don Camillo und Peppone

Nach dem großen Erfolg der Filmreihe wollte man die beliebten Figuren nicht ganz aufgeben. 1972 kam der sechste Film schließlich doch noch ins Kino, mit neuen Darstellern. Gastone Moschin übernahm die Rolle des Don Camillo, der US-amerikanische Schauspieler Lionel Stander spielte Peppone. An den Erfolg des Originals konnte die Neuauflage jedoch nicht anknüpfen.

Auch im Fernsehen wurde die Geschichte wieder aufgegriffen. 1980 entstand die britische Serie "The Little World of Don Camillo", die in Deutschland unter dem Titel "Die kleine Welt des Don Camillo" bekannt wurde. In den 13 Folgen spielte der deutsche Schauspieler Mario Adorf den Geistlichen. Den kommunistischen Bürgermeister verkörperte der Brite Brian Blessed.

Terence Hill versuchte sich an Remake

Ein weiterer Versuch, die Kultgeschichte neu zu erzählen, folgte 1983 mit "Keiner haut wie Don Camillo". Diesmal nahm Terrence Hill gleich eine Doppelrolle ein: Er führte Regie und spielte selbst Don Camillo. Seinen Gegenpart übernahm Colin Blakely. Typisch für Hill setzte diese Neuauflage vermehrt auf Slapstick- und Actionelemente. An die besondere Chemie zwischen Fernandel und Gino Cervi konnte aber auch diese Neuauflage nicht heranreichen.

Trotz der Neuinterpretationen sind vor allem Fernandel und Gino Cervi bis heute mit den Rollen von Don Camillo und Peppone im kollektiven Gedächtnis verknüpft. Ihre Figuren erzählen nicht nur von politischen und religiösen Gegensätzen, sondern auch von Zusammenhalt und Toleranz. Die Mischung aus Streitlust, Humor und Menschlichkeit macht die Filmreihe auch Jahrzehnte später sehenswert.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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