"Frauen den Rücken stärken"
"Durch ein 'Nein' Job verloren": Ruth Moschner spricht über erschütternde Berufs-Erfahrung
Aktualisiert:
von Martin MeyerRuth Moschner bespricht im Podcast "Unter uns gesagt" einige schwere, aber wichtige Themen.
Bild: BREUEL-BILD
Ruth Moschner ist gemeinhin für ihre fröhliche, unbeschwerte Art bekannt. Im Podcast "Unter uns gesagt" schlägt die Moderatorin nun ernstere Töne an. Unter anderem erzählt sie Gastgeberin Janne Rust, wie sie einen Job verloren habe, nur weil sie ihre Grenzen klar kommunizierte.
Ruth Moschner: "'Nein heißt Nein' ist mir zu wenig"
In einer aktuellen Folge des Podcasts "Unter uns gesagt", in dem Ruth Moschner bei Janne Rust zu Gast ist, spricht die TV-Moderatorin unter anderem über Übergriffe und Grenzüberschreitungen gegenüber Frauen, die Moschner im Verlauf ihrer Karriere bereits erlebt hat.
Sie plädiert dabei für die Regel: "Ja heißt Ja" - aus einem einfachen Grund: "'Nein heißt Nein' ist mir zu wenig", erklärt Moschner. Ein Nein könne man bei einer Grenzüberschreitung erst aussprechen, wenn diese bereits passiert sei. Es sollte stattdessen vorher abgeklärt werden, was in Ordnung ist.
Ein positives Beispiel: Es sei "mittlerweile in Serien etabliert, dass man vorm Kuss fragt: 'Darf ich?'"
Moschner berichtet zudem, dass sie selbst keine Angst davor habe, ein klares Nein auszusprechen. Obwohl das auch schon negative Folgen für sie gehabt habe.
Ich hatte die Situation, dass ich durch ein Nein auch einen Job verloren habe.
Was sie an der Situation am meisten entsetzt habe: "Dass alle das wussten und alle das mitgemacht haben und auf mich losgegangen sind."
Erst im Nachhinein habe Ruth Moschner die ganze Tragweite verstanden und sich damit alleingelassen gefühlt. "Wie selbstverständlich dieses Intro ausgesprochen wurde: 'Der wird dich sexuell belästigen, der wird versuchen mit dir zu schlafen und hier sind die Toiletten'", erinnert sie sich.
Genauere Details um welchen Job oder um welche Person es sich bei dem Vorfall handelte, verriet sie nicht.
Es kann nicht sein, dass Männer diese Privilegien haben, dass sie damit durchkommen und die Gesellschaft und die Gruppe macht es mit.
Frauen sollten sich gegenseitig den Rücken stärken
Bei den erschreckenden Geschichten sieht Ruth Moschner aber auch eine positive Entwicklung. Es habe sich inzwischen schon einiges verbessert und solche Themen würden viel mehr angesprochen.
Am Ziel sei man aber noch nicht, wie sie resümiert: "Deshalb müssen wir allen Frauen den Rücken stärken."
Ruth Moschner als Moderatorin auf Joyn
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
Mehr entdecken

"Das Ende ist eingepreist"
Hubertus Meyer-Burckhardt: Warum ihn die Krebsdiagnose glücklicher machte

Offener Talk mit Marlene Lufen
"In den Arm genommen werden": Janin Ullmann über ihr Leben nach der Trennung
Wie läuft das Patchwork-Modell beim Schauspieler?
"Nord Nord Mord"-Star Oliver Wnuk über seine Patchwork-Familie

Ungewöhnlicher Karriereweg
"Allmen und das Geheimnis der Libellen"-Star Heino Ferch war früher Leistungsturner

Starker Gewichtsverlust
Nach der Krebsdiagnose: Torsten Sträter macht eine weitere Krankheit öffentlich

"Aus persönlichen Gründen"
"ProSieben :newstime" ohne Michael Marx: Der Anchorman nimmt Abschied

Zwei Kommissar:innen, eine Liebe
"SOKO Leipzig": Amy Mußul liebt einen Ex-"Tatort"-Kommissar

"Du hast mich geghostet"
Hat Vanessa Mai "Bergdoktor" Hans Sigl bei Instagram geghostet?

Eingriff an der Leber
"Noch sehr schwach": Jörg Dahlmanns Partnerin gibt Update nach seiner OP

