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Traurige Nachricht

"Maschendrahtzaun" machte sie unsterblich: TV-Kultfigur Regina Zindler ist tot

Aktualisiert:

von Nicholas Vogel

Regina Zindler wurde durch den "Maschendrahtzaun"-Song von Stefan Raab bekannt.

Bild: picture-alliance / dpa | Thomas Kretschel


Ein TV-Auftritt machte sie 1999 unfreiwillig berühmt: Regina Zindler und ihr "Maschendrahtzaun". Jetzt ist sie im Alter von 78 Jahren an ihrem Wohnort Zwickau gestorben.

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+++ Update, 3. Juni 2026 +++

Regina Zindler wurde Ende der Neunzigerjahre durch einen Auftritt im deutschen Fernsehen zur Kultfigur. Jetzt ist die gebürtige Sächsin in ihrer Heimatstadt Zwickau nach schwerer Krankheit gestorben.

Bekannt wurde Zindler 1999 durch die SAT.1-Gerichtsshow "Richterin Barbara Salesch". In dem Verfahren stritt sie mit einem Nachbarn über einen Strauch an ihrem Gartenzaun - und prägte dabei im sächsischen Dialekt ein Wort, das Fernsehgeschichte schrieb: "Maschendrahtzaun". Was damals als beiläufige Aussage begann, entwickelte sich schnell zu einem popkulturellen Phänomen.

Wie nun bekannt wurde, starb Regina Zindler bereits am 5. Mai an den Folgen einer Krebserkrankung. Die Beisetzung fand im engsten Kreis auf dem Hauptfriedhof in Zwickau statt. Ihrem Wunsch entsprechend wurde sie in einem anonymen Gemeinschaftsgrab beigesetzt.


Bis zuletzt zu Hause gepflegt

In den letzten Wochen ihres Lebens wurde Regina Zindler von ihrem Ehemann liebevoll gepflegt. Sie befand sich in palliativmedizinischer Betreuung und war körperlich bereits sehr geschwächt. Besuch wollte sie zuletzt nicht mehr empfangen - ihr Mann wich dennoch bis zum Ende nicht von ihrer Seite.

Vom Gerichtssaal in die Charts

In dem gleichnamigen Lied baute Stefan Raab Regina Zindlers sächsisch gefärbte Aussprache von "Maschendrahtzaun" als markantes Zitat ein.

Bild: picture-alliance / dpa


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Obwohl sie den Prozess gegen ihren damaligen Nachbarn verlor, begann danach eine ungewöhnliche Medienkarriere. Entertainer Stefan Raab griff den legendären TV-Moment auf und machte daraus einen Song, der sich wochenlang an der Spitze der deutschen Charts hielt. Das Lied wurde zum Ohrwurm einer ganzen Generation.

Doch der plötzliche Ruhm hatte auch Schattenseiten. Fans pilgerten zu ihrem Haus, Teile ihres Zauns verschwanden als Souvenir, ihr Alltag wurde zunehmend belastet. Schließlich zog sich Regina Zindler gemeinsam mit ihrem Mann aus der Öffentlichkeit zurück und lebte zeitweise in Berlin, bevor sie später nach Sachsen zurückkehrte.

Frieden mit der Vergangenheit

Regina Zindler im Jahr 2000 bei einem Presse-Event in Dresden. Jetzt starb die Kult-Sächsin im Alter von 78 Jahren.

Bild: picture-alliance / ZB


In ihren letzten Lebensjahren genoss sie wieder Ruhe und Privatsphäre. Rückblickend zeigte sie sich versöhnlich und ohne Groll. Den Trubel um ihre Person habe sie hinter sich gelassen, sagte sie einmal - auch gegenüber Stefan Raab empfand sie keinen Ärger mehr.

Was bleibt, ist die Erinnerung an einen Moment, der deutsche Fernsehunterhaltung geprägt hat. Der "Maschendrahtzaun" ist längst Teil der Popkultur - und damit auch das Andenken an Regina Zindler.

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+++ Ursprüngliche Meldung +++

1999 klagte Regina Zindler in der Gerichtsshow "Barbara Salesch" gegen ihren Nachbarn, dessen Knallerbsenstrauch in ihren Maschendrahtzaun hinein wucherte. Ein Auftritt, durch den Zindler zur TV-Ikone wider Willen wurde: Der damalige "TV total"-Moderator Stefan Raab griff die Szene auf und machte aus Zindlers sächsischen Zitaten einen Song - "Maschen-Draht-Zaun" wurde zum Megahit.

Regina Zindler schwer erkrankt

Heute, rund 25 Jahre später, steht es schlecht um Regina Zindler. Wie ihr Ehemann der "Bild"-Zeitung sagte, leidet die 79-Jährige an Krebs. Sie werde derzeit palliativ betreut, wolle keinen Besuch mehr empfangen. "Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein", erklärte er.

TV-Ruhm mit Schattenseiten

Nach dem Erfolg von "Maschen-Draht-Zaun" trat Zindler immer wieder in Talkshows auf. Der ungeplante TV-Ruhm hatte jedoch Schattenseiten: Die öffentliche Aufmerksamkeit wurde schnell zu viel. Schaulustige pilgerten zu ihrem Haus, Teile des Maschendrahtzauns sollen verschwunden sein. Hinzu kam der öffentliche Spott, dem sie wegen ihres Dialekts ausgesetzt war.

Schließlich zog sich Schindler aus der Öffentlichkeit zurück, verkaufte ihr Haus in Sachsen und zog nach Berlin. Später kehrte sie nach Sachsen zurück, wo sie zuletzt in Zwickau lebte.

In einem Interview aus dem Jahr 2014 zeigte sie sich laut "t-online" versöhnlich gegenüber Raab: Er habe nur ein Lied gemacht. Finanziell habe sie davon profitiert: 75.000 D-Mark soll ihr der Rummel um den Maschendrahtzaun eingebracht haben, was umgerechnet etwa 38.000 Euro entspricht.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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