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Eine Ikone im Sinneswandel

Roberto Blanco: So blickt er nach der Silbereisen-Kritik auf Schlager-Shows

Aktualisiert:

von Jan Islinger

Stets gut gelaunt und mit ikonischem roten Hemd auf der Bühne: Roberto Blanco bei einem seiner Open-Air-Auftritte.

Bild: Steinsiek.ch


Zuletzt übte Roberto Blanco scharfe Kritik an aktuellen Schlager-Shows. Doch mittlerweile hat der 89-Jährige einen differenzierteren Blick.

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+++ Update, 6. Oktober 2026 +++

Roberto Blanco mit Sinneswandel nach Schlager-Kritik?

Roberto Blanco und die Schlager-Branche? Da gab es mal bessere Zeiten, möchte man meinen. Denn in der jüngeren Vergangenheit nahm der 89-Jährige kaum ein Blatt vor den Mund bezüglich der Entwicklungen innerhalb der Szene.

Die Schlager-Ikone bemängelte schwindende oder sogar ausbleibende Gagen und fehlende Wertschätzung. Außerdem seien immer die gleichen Gäst:innen in den Shows, statt neuen Gesichtern seine Chance zu geben.

Das ist wie eine kleine Mafia.

Roberto Blanco

Doch nun rudert der gebürtige Tunesier etwas zurück, was seine Kritik betrifft.

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Die Branche hat sich verändert

Im Interview mit der Münchner Abendzeitung zeigte sich Roberto Blanco versöhnlicher. Auch wenn er mit Formaten wie "Schlagerbooom" nicht anfangen könne, gebe es dort viele gute Künstler:innen, wie er betont.

Doch das Fernsehen habe sich einfach grundlegend verändert - gerade im Direktvergleich zu den früheren Jahren. "Ich habe die beste Zeit des Showbusiness erlebt", stellt der Musiker wehmütig fest.

Heute sind wir weit weg von dieser Zeit.

Roberto Blanco

Trotzdem sei sich Roberto Blanco im Klaren darüber, dass sich sowohl TV‑Formate als auch der Geschmack des Publikums weiterentwickeln.

Er selbst sei aber auch ohne Schlager-Veranstaltungen beschäftigt genug. Aufgrund seines vollen Terminkalenders habe er dieses Jahr sogar die Wiesn ausfallen lassen müssen, wie er kürzlich verriet.

Schau dir das "HeidiFest" mit Roberto Blanco an

+++ Original-News vom 23. März 2026 +++

"Soll ich umsonst kommen?": Roberto Blanco übt Kritik an Gagen bei ARD und ZDF

Er ist ein absolutes Urgestein der deutschen Entertainment-Landschaft: Roberto Blanco ist spätestens seit seinem Hit "Ein bisschen Spaß muss sein" aus dem Jahr 1972 fester Bestandteil der Szene. Erst machte sich der Deutsch-Kubaner in der Musik-Landschaft einen Namen, bevor er in den 1980ern zunehmend in Fernsehshows zu sehen war.

Noch heute ist der mittlerweile 88-Jährige fleißig auf den Bühnen der Republik vertreten, war immer wieder in ARD- und ZDF-Shows wie dem "Fernsehgarten" oder "Immer wieder sonntags" zu sehen. Zuletzt war er auch auf dem "HeidiFest" in München zu Gast.

Schau dir das "HeidiFest" mit Roberto Blanco an

Doch laut Blanco hat sich über die Jahre eine Unsitte in der Branche eingeschlichen, die ihm einige Auftritte gehörig verdorben hat. Das erklärte er zuletzt im Podcast von Kabarettistin und Schauspielerin Monika Gruber.

Und plötzlich hat der Veranstalter kein Geld mehr

Mittlerweile soll sich die Bezahlung für Auftritte grundlegend verändert haben. So bekam Roberto Blanco in den Jahren seiner großen Erfolge immer eine üppige Entlohnung. "Ich habe immer meine Gage von 3.000 D-Mark plus Hotel und so bekommen."

Doch eines Tages sei eine Produktion überraschend auf den Künstler zugekommen und habe erklärt: "Wir haben jetzt was Neues. Wir zahlen keine Gage mehr." Stattdessen bekämen alle Künstler:innen nur noch eine Aufwandspauschale von 500 Mark. Die Änderung traf bei dem bekannten TV-Gesicht auf Unverständnis.

Soll ich umsonst kommen?

Roberto Blanco

Mehr Quali- statt Quantität

Daraufhin habe Roberto Blanco Angebote dieser Art konsequent abgelehnt - und lieber weniger Shows gespielt, dafür aber ordentlich bezahlte. Roberto hatte einen guten Grund, schließlich war er bereits eine bekannte Persönlichkeit und entsprechend wenig auf TV-Publicity angewiesen. Bereits letztes Jahr erklärte er in einem Interview mit t-online:

Ich sage Ihnen ehrlich: Ich brauche keine Auftritte mehr, um berühmt zu sein.

Roberto Blanco

"98 Prozent der Menschen in Deutschland kennen mich. Ich bin kein Newcomer und lasse mich nicht mit einer Aufwandsentschädigung abspeisen", so der Schlagerstar.

Fair enough. Schließlich muss man mit 88 Jahren nicht mehr auf jeder Hochzeit tanzen, sondern kann seinen Lebensabend auch mal genießen.

Übrigens: Im Interview mit t-online wurde Blanco explizit zur Bezahlung auf dem "HeidiFest" angesprochen. Laut der TV-Legende sei diese durchaus zufriedenstellend gewesen. "Ich plaudere keine Vertragsdetails aus, aber glauben Sie mir: Der Flug nach München lohnt sich!"


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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