"Ich bin absolut stabil"
"Steak schmeckt nach Metall": Torsten Sträter über die Lebensumstellung nach der Krebserkrankung
:newstime
Torsten Sträter hat einen Tumor
Videoclip • 01:08 Min • Ab 12
Nach der überstandenen Krebserkrankung und einer Diabetes-Diagnose möchte Torsten Sträter bewusster leben und Dinge nicht mehr aufschieben. Zudem beschreibt der Comedian, welche Rolle seine überstandene Krebserkrankung künftig auf der Bühne spielen soll.
+++ Update, 5. September 2026 +++
Gesundheits-Update: Torsten Sträter über seine Krebserkrankung und die Diabetes-Diagnose
Am 5. September ist Torsten Sträter zu Gast im "Kölner Treff". Die Anwesenden möchten sogleich wissen, wie es dem Comedian nun nach seiner Krebserkrankung gehe. "Ich bin absolut stabil. [...] Jetzt geht es mir gut", antwortet er. Der 60-Jährige macht aber gleichzeitig deutlich, dass er "im Moment krebsfrei" sei. "Sowas kann immer mal wieder kippen", fügt er hinzu.
Im Leben des Kabarettisten hat sich aufgrund der Erkrankung einiges geändert. So teile er sich inzwischen "das Leben anders ein" - wenn er beispielsweise Lust habe, in den "Kölner Treff" zu gehen, dann mache er dies. Zudem achte er heute mehr auf sein Gewicht. Dafür sei jedoch nicht ausschließlich die Krebserkrankung verantwortlich.
"Zucker geht gar nicht mehr"
Bei einer Untersuchung im vergangenen Dezember wurde festgestellt, dass Torsten Sträter Diabetes habe. Der gebürtige Dortmunder erinnert sich, wie es zu der Diagnose kam. Auf die Frage des medizinischen Personals, ob es in seiner Familiengeschichte Verwandte mit einer Diabetes-Vorgeschichte gegeben habe, antwortete der Comedian: "Jeder außer mir." Aus seinen ermittelten Körper-Werten ging jedoch hervor, dass er ebenfalls unter Altersdiabetes leide. "Respekt, dass sie noch gerade gehen können", soll der oder die Mediziner:in zu ihm gesagt haben.
Die Schock-Diagnose bewegte ihn zur Ernährungsumstellung. Diese sei ihm jedoch nicht allzu schwer gefallen. Denn: Durch die Erkrankung muss er sich vor dem Essen oder wenn er "eine Brezel ansehe" Insulin in den Bauch spritzen. Da der Nadelphobiker dies aber äußerst ungern mache, fing er an, die Mahlzeiten zu reduzieren.
Vor der Umstellung hätte er einen "kompletten Zitronenkuchen weggezimmert"; jetzt finde er alles "unerträglich süß".
Zucker geht gar nicht mehr. [...] Steak schmeckt nach Metall. Da kann ich auch Metall nehmen - das hat null Kalorien.
Der geänderte Geschmackssinn könnten auch die Folgen der Chemotherapie sein, wie er und "Kölner Treff"-Moderator Micky Beisenherz spekulieren.
Sträter will nichts mehr aufschieben
Mit Blick auf das Älterwerden und infolge seiner Krebserkrankung erklärt Torsten Sträter gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND): "Dieses Jahr sind mir viele Sachen bewusst geworden. Ich brauche gar nicht so viel. Damit bin ich sehr zufrieden."
Dazu gehören etwa "ein bisschen Stille" und "geliebte Menschen" um ihn herum. Auch alltägliche Dinge wie Autofahren wisse Sträter, der im September 60 Jahre alt wird, mehr zu schätzen, nachdem er es sechs Wochen lang nicht durfte.
Dass er inzwischen nur noch "in Vier-Wochen-Schritten in die Zukunft" blicke, statt in Zeiträumen von mehreren Jahren, hatte er bereits im "1Live Comedy-Talk" mit Felix Lobrecht erzählt.
Gegenüber dem RND schildert Sträter nun, wie sich dies konkret auswirke: "Wenn ich was gern machen möchte, was nicht moralisch komplett verwerflich oder illegal ist, mache ich es möglichst sofort." Dies könne eine Fahrradtour sein, ein Kinobesuch oder Treffen mit Menschen, die ihm wichtig seien.
Derzeit steht die Fertigstellung seines Bühnenprogramms auf dem Vier-Wochen-Plan. Doch gerade möchte Sträter, der derzeit Urlaub auf Mallorca macht, "sich nicht darüber aufregen, dass auch in einem wirklich guten Hotel die Leute morgens um sechs Uhr Liegen belegen", und "den Moment genießen".
Erkrankung wird nicht Comedy-Thema
Obwohl Sträter sehr offen über seine Krebsdiagnose spricht, soll sie nicht Teil seines neuen Programms werden. "Meine Erkrankung ist ja gerade gar nicht da. Aber sobald ich den lustigen Kern daran entdecke, mache ich es. Ich will keine Tumorgeschichte erzählen", stellt Sträter klar.
Es [die Krebserkrankung] ist nicht komisch.
Das Thema reiche ihm als Bühnenstoff nicht aus: "Erst mal kennt das jeder Dritte aus seinem Umfeld und erfährt dann nur, dass ich die gleichen Ängste und Schmerzen habe wie alle anderen auch. Das will ich nicht."
Völlig ausschließen will der gebürtige Dortmunder das Thema dennoch nicht. Entscheidend sei dabei für ihn: "Es muss schon unterhaltsam sein. Und zu dieser Mischung aus schwerer Erkrankung und Unterhaltung fehlt mir noch die Idee."
+++ Ursprüngliche Meldung +++
Krebs-Schock: Torsten Sträter berichtet offen über seine zweite Diagnose
Nach seiner Krebserkrankung blickt Torsten Sträter optimistisch nach vorn. Im Gespräch mit Felix Lobrecht erklärte der Kabarettist nun, dass sein Gewichtsverlust kein Zeichen für seine "Hinfälligkeit" sei, sondern die Folge einer radikalen Lebensumstellung, zu der ihn eine zweite Diagnose zwang.
Anfang des Jahres musste Torsten Sträter mehrere Auftritte absagen. Im April machte er dann seine Krebserkrankung öffentlich. Nach der Diagnose begann für den 59-Jährigen eine monatelange Behandlung, über die er nun im "1Live Comedy-Talk" mit Felix Lobrecht sprach.
Heute befinde er sich auf dem Weg der Besserung. "Tumor gehabt, in Behandlung gegangen, Glück gehabt, weil geile Ärzte, natürlich wieder alles Kölner“, sagte Sträter. Tatsächlich habe er sich "noch nie so gut gefühlt" wie heute - das liegt offenbar vor allem an einer Lebensumstellung, zu der ihn die zweite Diagnose zwang.
Zweite Diagnose für Sträter
Bei seiner Krebsbehandlung hätten die Ärzte nebenbei festgestellt, dass Sträter Diabetes hat. Eine Volkskrankheit, bei der die Körperzellen eine Insulinresistenz entwickeln und die Bauchspeicheldrüse nach und nach die Ausschüttung des wichtigen Hormons herunterfährt. In der Folge bleibt der über die Nahrung aufgenommene Zucker im Blut - was auf Dauer schwerwiegende Folgen hat.
Seitdem verzichtet Sträter konsequent auf Zucker und habe dadurch "unverhältnismäßig viel abgenommen". Der Gewichtsverlust sei also keine Folge der Erkrankung, sondern seines neuen Ernährungsstils. "Ich habe nicht abgenommen, weil ich klassisch hinfällig bin, sondern weil man parallel festgestellt hat, dass ich Diabetiker bin", sagte Sträter.
Durch die Gewichtsabnahme habe sich seine Diabetes-Erkrankung deutlich gebessert. "Dass Sie dieses Dünnsein mit 'er ist jetzt todkrank' verbinden, ist falsch", sagte Sträter laut "Bild". Er bekräftigte, dass es ihm heute gut gehe und er optimistisch in die Zukunft blicke.
Schon im Mai 2026 ist der Kabarettist, der zu den erfolgreichsten in Deutschland zählt, auf die Bühne zurückgekehrt.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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