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Gut gehütetes Geheimnis

Warum nennt sich "Passau-Krimi"-Star Michael Stockinger eigentlich Ostrowski?

Aktualisiert:

von Annalena Graudenz

Michael Ostrowski setzt bewusst auf einen selbstgewählten Künstlernamen.

Bild: IMAGO/Sven Simon


Das TV-Publikum kennt ihn als Michael Ostrowski, Schauspieler im "Passau-Krimi" und in der "Eberhofer"-Reihe. Doch der Name, unter dem er heute im Abspann steht, ist nicht sein Geburtsname. In den frühen 2000er-Jahren änderte er seinen Nachnamen aus einem ganz bestimmten Grund.

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Geboren wurde Michael Ostrowski als Michael Stockinger am 3. Januar 1973 im österreichischen Leoben. Damals werden weder er noch seine Eltern geahnt haben, dass er einmal als erfolgreicher Schauspieler, Drehbuchautor und Moderator arbeiten würde. Und auch seine spätere Namensänderung hatte zu der Zeit wohl noch niemand kommen sehen.


Gefahr der Verwechselung

Tatsächlich änderte Michael Ostrowski seinen Nachnamen nicht aus einer Laune heraus und auch nicht, weil ihm sein Name nicht gefiel. Der Schauspieler wählte in den frühen 2000er-Jahren einen Künstlernamen, weil es bereits einen anderen Schauspieler und Kabarettisten namens Stockinger gab. Der gebürtige Österreicher wollte ganz einfach Verwechslungen vorbeugen. Die Namensänderung fiel somit in eine wichtige Phase seiner Karriere, denn er feierte zu dieser Zeit seinen großen Durchbruch mit der Komödie "Nacktschnecken" (2004), für die er selbst das Drehbuch schrieb. Seiner Laufbahn schadete der neue Name keinesfalls.

Mittlerweile ranken sich diverse Geschichten um die Wahl seines neuen Namens. Einige dieser Märchen soll er selbst in die Welt gesetzt haben. "Es gibt sehr viele klasse Geschichten, die habe ich alle schon erfunden. Die Kurzfassung ist: Ein Name muss mit der Tätigkeit irgendwie gut verbunden sein. Und ich habe immer gefunden, 'Stockinger' ist ein schöner Name, aber er hat nichts mit dem zu tun, was ich mache. Und ein anderer Name gibt dir auch eine gewisse Distanz zu dir selber. Und deswegen habe ich mir einen anderen Namen ausgesucht. "Ostrov" - die Insel - oder wie ich auch gelernt habe, die Schärfe. Und dann habe ich mir gedacht, scharf ist jeder gerne. Also bin ich ein Inselchen, ein scharfes. Also bin ich das geworden", verriet er in einem Interview mit dem Tourismusverband der Steiermark.

Als Ferdinand Zankl im "Passau-Krimi"

In der ARD-Reihe "Ein Krimi aus Passau" spielt er seit der Premiere im Oktober 2020 den Privatdetektiv Ferdinand Zankl und ermittelt an der Seite von Marie Leuenberger als Ex-Polizistin Frederike Bader.

Das Duo zieht regelmäßig eine große Fangemeinde vor die Bildschirme. Frederike Bader lebt mit ihrer Adoptivtochter Mia unter einer neuen Identität in Passau, nachdem sie in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde. Zankl unterstützt sie bei ihren Ermittlungen. Dabei arbeitet er jedoch nicht als Polizeiermittler, sondern als Detektiv. Eine Konstellation, die den "Passau-Krimi" von anderen Krimireihen unterscheidet. "Er war eigentlich immer ein ungebundener, kinderloser Mann, und plötzlich lernt er eine Frau mit Kind kennen. Und obwohl es eine kameradschaftliche Beziehung ist, ist diese Konstellation irgendwie seine Familie geworden – auf gewisse Weise", sagte Ostrowski in einem ARD-Interview über seine Rolle.

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Auch im "Eberhoferkrimi" ist er dabei

Wer die bayerische Krimikomödie um Dorfpolizist Franz Eberhofer kennt, dürfte Ostrowski ebenfalls schon gesehen haben. In der Reihe nach den Romanen von Rita Falk spielt er seit 2013 den Rechtsmediziner Günter.

Michael Stockinger kennen wohl die wenigsten. Michael Ostrowski dafür umso mehr. Der neue Nachname blieb, die Rollen wechselten. Und aus dem Künstlernamen wurde längst der Name, unter dem ihn ein Millionenpublikum kennt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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