Sie ist auch Professorin
"Das Lehrerzimmer"-Star Kathrin Gummich: Ihr Ex war mal ein Mustang
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von teleschauAnne-Kathrin Gummich (l.) und Hendrik Duryn (r.) waren ungefähr 20 Jahre lang ein Paar.
Bild: picture alliance | Marc Heiligenstein, IMAGO / Zoonar
Mit Mitte 30 war Anne-Kathrin Gummich erstmals im Fernsehen zu sehen. Seitdem ist sie auch in Leipzig als Dozentin tätig. "Viel Power und kein Botox im Gesicht", beschrieb sie sich mal als typische "Ostfrau". Im Film "Das Lehrerzimmer" verkörpert die Schauspielerin eine strenge Schuldirektorin.
"Der Schulfrieden ist momentan massiv gestört. Deswegen untersage ich Ihnen ab sofort, weiter über dieses Thema zu sprechen!" Klare Ansage der Schuldirektorin Dr. Bettina Böhm (Anne-Kathrin Gummich), als die Aufklärung eines Diebstahls an ihrem Gymnasium zu eskalieren droht. Im Zentrum der Verwerfungen ist die engagierte Lehrerin Carla Nowak (Leonie Benesch), deren gut gemeinte Aufklärungsmethoden zu Verwerfungen zwischen Schüler:innen und Lehrpersonal geführt haben.
Anne-Kathrin Gummich bringt die deutliche, unmissverständliche Ansprache äußerst glaubwürdig rüber. Kein Wunder: Nicht nur ist die 1964 in Ost-Berlin geborene Schauspielerin seit 40 Jahren ihn ihrem Beruf tätig. Sie ist zudem seit 1999 Dozentin und seit 2005 Professorin an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig.
Anne-Kathrin Gummich war nie beschäftigungslos
Die Schauspielerei ist oft mit finanziellen Durststrecken und Phasen ohne ein Engagement verbunden. Nicht so bei Anne-Kathrin Gummich. Sie studierte von 1984 bis 1987 an der Theaterhochschule Leipzig und am Staatsschauspiel Dresden. "Sofort nach dem Studium war ich am Neuen Theater Halle engagiert, und lückenlos anschließend an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, bis heute", erklärte sie 2025 in einem Interview mit der Zeitschrift "Superillu".
13 Jahre dauerte ihr Engagement in Halle. Im Anschluss nahm die Darstellerin erste Rollen in Film und Fernsehen an. Erstmals war sie im Jahr 1999 in einer Folge der Krankenhausserie "In aller Freundschaft" zu sehen. Im Anschluss folgten kleinere Rollen, etwa 2001 im Film "Love Letters - Liebe per Nachnahme". Darin hatte übrigens auch ihre 1991 geborene Tochter Nina Gummich einen ihrer ersten TV-Auftritte.
Später war Anne-Kathrin Gummich unter anderem im "Polizeiruf 110", "Der zweite Frühling" und "SOKO Leipzig" zu sehen. Gegen Ende der 00er-Jahre hatte sie Nebenrollen in zwei viel beachteten Kinoproduktionen. Zunächst 2008 in der deutsch-US-amerikanischen Produktion "Der Vorleser" mit David Kross, Ralph Fiennes und Kate Winslet. Ein Jahr später übernahm sie eine kleine Rolle im Film "Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte". Die Produktion wurde bei den Filmfestspielen in Cannes mit einer goldenen Palme ausgezeichnet.
Anne-Kathrin Gummich findet es "schön, eine Frau zu sein"
Da die Schauspielerin weiterhin als Professorin tätig war und ist, spielte sie weiterhin eher gelegentlich in TV-Produktionen mit. Dreimal wirkte sie im "Tatort" mit, zuletzt im Dezember 2025 in der Episode "Murot und der Elefant im Raum". Auch weitere "SOKO"-Auftritte hatte Anne-Kathrin Gummich.
In den vergangenen Jahren war die Darstellerin etwas häufiger auf den Bildschirmen zu sehen, etwa in den Filmen "McLenBurger - 100% Heimat" (2022), "Alle reden übers Wetter" (2022) oder eben "Das Lehrerzimmer" aus dem Jahr 2023. Und in den bisher zwei Folgen des Krimiformats "Tod am Rennsteig" war sie als Leiterin der Ermittlungsbehörde zu sehen.
Dass sie mit Ende 50 noch mal durchgestartet ist, findet Anne-Kathrin dabei völlig normal. "Ja, das sind wir Ostfrauen, die viel Power haben und kein Botox im Gesicht: Wir können auch später noch durchstarten!", so die Schauspielerin 2022 in der "Superillu".
Überhaupt finde sie es "schön, eine Frau zu sein. Auch im Berufsleben und in unserer Branche. Denn jetzt werden wieder Filme gedreht, in denen Geschichten über die kleinen Leute erzählt werden, auch über ehemalige Ossis", fügte sie im Interview hinzu. Die Unterteilung in "Ossi und Wessi" möge sie zwar nicht mehr, doch mit ihrer Heimat und Herkunft könne sie sich gut verbinden. "Mit der Gegend und den Menschen, den Dialekten, der Denkweise, bin ich vertraut." Auch politisch: "Wir sind größere Skeptiker. Durch die Diktatur im Osten waren wir es gewohnt, politische Entscheidungen zu hinterfragen."
Ihr Expartner ist ebenfalls ein bekannter Schauspieler
Als ihre Tochter Nina klein war, lernte Anne-Kathrin Gummich den Darsteller Hendrik Duryn ("Der letzte Bulle") kennen und lieben. Etwa 20 Jahre lang waren die beiden ein Paar. Wie lange genau, ist öffentlich nicht bekannt. Duryn erzählte 2019 in einem Interview mit "Bild", dass das Paar mittlerweile getrennt sei.
"Als sie neun war, sagte Hendriks Agent, er solle sie mit zum Casting nehmen. Dort hat sie losgespielt, überzeugt und bekam die Rolle. Sie ist wahnsinnig begabt", verriet Anne-Kathrin Gummich 2022 in der "Superillu" über ihre Tochter. Nina Gummich hatte 2015 eine kleine Rolle im Hollywoodfilm "Bridge of Spies - Der Unterhändler" mit Tom Hanks.
"Das Lehrerzimmer" läuft am Montag, 4. Mai, um 20.15 Uhr im ZDF. Zur selben Zeit ist der Kinofilm im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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