Serien-Ende nach 46 Jahren
"Ein Fall für zwei"-Aus: Antoine Monot Jr. findet Halt bei seiner langjährigen Partnerin Stefanie Sick
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von C3 NewsroomStefanie Sick und Antoine Monot Jr. beim 49. Deutschen Filmball 2025.
Bild: Future Image
46 Jahre lang war die ZDF-Krimiserie "Ein Fall für zwei" fester Bestandteil des Senders. Doch damit ist bald Schluss. Das Ende trifft Antoine Monot Jr. schwer. Der Schauspieler spricht über den überraschenden Abschied, seine beruflichen Pläne und seine langjährige Partnerin Stefanie Sick.
Die letzte Staffel: ZDF beendet "Ein Fall für zwei"
Der Freitagabend im ZDF verliert einen Klassiker. Nach insgesamt 46 Jahren verabschiedet sich "Ein Fall für zwei" endgültig vom Bildschirm. Doch davor erwarten die Zuschauer:innen eine finale Staffel mit vier Episoden und ein großer Spielfilm, die die Serie würdig abschließen sollen.
Für Antoine Monot Jr. bedeutet das Ende weit mehr als den Abschied von einer einzelnen Rolle. Seit 2014 spielt er Rechtsanwalt Benni Hornberg an der Seite von Wanja Mues als Privatdetektiv Leo Oswald. Im Gespräch mit "Bunte" beschreibt er die Nachricht als "einen Tiefschlag", auch wenn er schon länger damit gerechnet habe.
Eine neue Folge "Ein Fall für zwei" heute im ZDF auf Joyn

Drei Mütter
Freundin Stefanie Sick ist sein Rückhalt
In dieser schwierigen Phase steht ihm seine langjährige Partnerin Stefanie Sick zur Seite. "Stefanie ist mein Anker, Boot und Motor zugleich", sagt Monot im Gespräch mit "Bunte". Sie habe ihn nicht nur beim Umgang mit dem Serien-Aus unterstützt, sondern begleite ihn durch alle Lebensphasen. Zudem arbeitet Sick bereits seit vielen Jahren als sein Management.
Sick habe seine Enttäuschung ernst genommen, ohne ihn dauerhaft darin festzuhalten. "Es bringt nichts, zu lange in einer Situation zu verharren, die man nicht ändern kann", erklärt sie. Monot habe zugelassen, dass der Abschied schmerzt, aber auch versucht, den Blick wieder nach vorn zu richten.
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Aus Freundschaft wurde eine Lebensliebe
Dass Stefanie Sick heute seine wichtigste Vertraute ist, entwickelte sich nicht sofort aus einer Beziehung. Die beiden waren zunächst viele Jahre eng befreundet. Monot sagt, er habe sich bereits früh eine Partnerschaft mit ihr gewünscht und 17 Jahre auf seine Stefanie gewartet.
Für Sick kam der entscheidende Moment später. Seine Beständigkeit habe schließlich auch in ihr Gefühle ausgelöst. Aus der langjährigen Freundschaft sei eine tiefe Liebe entstanden, die bis heute mit dem Gefühl des Verliebtseins verbunden sei. Heiraten wollen die beiden derzeit trotzdem nicht. Sie möchten ihre gemeinsame Zukunft selbst gestalten und sich nicht von gesetzlichen oder gesellschaftlichen Erwartungen unter Druck setzen lassen.
Weniger Reisen, mehr Zeit für neue Projekte
Das Serien-Aus verändert für das Paar vor allem den beruflichen Alltag. Für die Dreharbeiten musste Monot regelmäßig nach Frankfurt reisen und kam meist am Wochenende nach Hause. Diese Fahrten fallen künftig weg.
Für uns beide ändert sich im Privaten eigentlich nichts.
Beruflich muss Monot nun überlegen, wie er die frei werdende Zeit nutzt. Er möchte der Branche signalisieren, dass er in der ersten Jahreshälfte wieder stärker verfügbar ist. Gleichzeitig hat er weiterhin Interesse an längeren Serienprojekten: Eine Figur über viele Folgen hinweg zu entwickeln, mache ihm großen Spaß.
+++ ursprüngliche Meldung +++
Letzte Fälle für Leo Oswald und Benni Hornberg
Seit 2014 stehen Wanja Mues als Privatdetektiv Leo Oswald und Antoine Monot Jr. als Rechtsanwalt Benni Hornberg gemeinsam vor der Kamera. Während Hornberg die Mandant:innen vertritt, liefert Oswald die entscheidenden Hinweise - oft zur Überraschung von Staatsanwältin Claudia Strauss, gespielt von Bettina Zimmermann.
Schon im September zeigt das ZDF die vorletzte Staffel des Duos. Im kommenden Jahr folgt dann die 13. und zugleich letzte Staffel. Den endgültigen Schlusspunkt setzt anschließend ein 90-minütiger Spielfilm, der 2027 produziert werden soll.
Monot freut sich trotz des Abschieds darauf, die Geschichte noch zu Ende zu bringen. "Unser ganz persönlicher 'Fall für Mues und Monot' ist noch lange nicht vorbei", sagt er im Gespräch mit "Bunte". Gemeinsam mit Wanja Mues steht er außerdem mit dem Live-Hörspiel "Pater Brown" auf der Bühne.
ZDF erklärt das Aus der Kult-Reihe
Dem Sender fällt der Abschied nach eigenen Angaben alles andere als leicht. "'Ein Fall für zwei' hat den ZDF-Freitagskrimi über mehr als vier Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt und Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern begleitet."
Umso schwerer fällt nach reiflicher Überlegung die Entscheidung, die Reihe zu beenden.
Der Freitagskrimi bleibt dem Programm dennoch erhalten. Künftig will sich das ZDF nach eigenen Angaben stärker auf weniger Formate auf dem Sendeplatz konzentrieren - darunter fallen beispielsweise "Der Alte", "Die Chefin" und das neue Format "Mordufer".
Hauptdarsteller verabschieden sich emotional
Auch Wanja Mues blickt mit Wehmut auf das Ende.
Das tut mir leid für die vielen Millionen treuer Fans, die uns am Freitagabend regelmäßig begleitet haben.
Sein Kollege Antoine Monot Jr. richtet den Blick dagegen nach vorn: "Wir drehen 2027 den 90-Minüter 'Ein Fall für zwei', der als Abschluss im ZDF ausgestrahlt wird. Darauf freuen wir uns", sagt er gegenüber dem ZDF.
Im "Bunte"-Interview macht Monot deutlich, dass ihn vor allem der Verlust einer langjährigen Konstante beschäftigt. Für ihn und seine Partnerin Stefanie Sick sei es nun wichtig, die Enttäuschung zuzulassen, den Blick aber nicht dauerhaft auf eine Entscheidung zu richten, die sich nicht mehr ändern lasse.
Eine Reihe, die Fernseh-Geschichte schrieb
Als am 11. September 1981 die erste Folge über die Bildschirme flimmerte, ahnte wohl niemand, dass daraus eine der langlebigsten Krimi-Reihe Deutschlands werden würde. Damals traf der spätere Kult-Ermittler Josef Matula, gespielt von Claus Theo Gärtner, erstmals auf Rechtsanwalt Dieter Renz (Günter Strack).
Vor allem Matula entwickelte sich über Jahrzehnte zum Gesicht der Reihe. Lederjacke, markante Stimme und sein unnachahmlicher Ermittlungs-Stil machten ihn für viele Zuschauer:innen zum Inbegriff des ZDF-Freitagskrimis. Nach 300 Folgen verabschiedete sich Gärtner 2013 schließlich - und damit endete bereits eine prägende Ära.
Ein Jahr später wagte das ZDF einen Neuanfang. Trotz des bekannten Titels sprach der Sender damals von einer "vollkommen neuen Serie". Mit Wanja Mues und Antoine Monot erhielt "Ein Fall für zwei" ein neues Gesicht. Seit 2014 entstanden bis heute insgesamt 46 Folgen mit den beiden.
"Sichere Einnahmequelle, die nun wegfällt": Das sagt Antoine Monot Jr. zum Aus
Auf das nun angekündigte Ende reagiert Monot enttäuscht. "Natürlich bin ich darüber total traurig. Ich habe meine Rolle wahnsinnig gern gespielt und es hat mir großen Spaß gemacht, die Figur Benni Hornberg in 13 Jahren immer weiterzuentwickeln", sagt er gegenüber "Bild". Den Anruf mit der Nachricht, dass "Ein Fall für zwei" eingestellt wird, habe er ein paar Tage vor Bekanntwerden des Serien-Aus erhalten.
Der Schauspieler hing nicht nur an seiner Rolle, sie war auch finanziell von Bedeutung für ihn. "Natürlich war 'Ein Fall für zwei' seit 2013 auch immer eine sichere Einnahmequelle für mich, die nun wegfällt. Da macht man sich schon Gedanken, wie man das entstandene Loch füllt", sagt er offen.
Im Gespräch mit "Bunte" erklärt Monot, dass er die frei werdende Zeit beruflich nutzen möchte. Er müsse der Branche signalisieren, dass er in der ersten Jahreshälfte wieder stärker verfügbar sei. Gleichzeitig habe er gemerkt, dass er weiterhin Lust auf eine länger laufende Serie oder Reihe habe: "Eine Figur über einen längeren Zeitraum zu erzählen, macht mir Spaß."
Monot: "Hatte immer im Hinterkopf, dass dieser Anruf irgendwann kommen wird"
Wie jede:r andere auch, müssten auch TV-Darsteller ihre laufenden Rechnungen bezahlen. Glücklicherweise laufe aber noch seine Krimireihe "Behringer und die Toten" weiter. Er wolle auch künftig in Serien und Reihen spielen, wenn sich die Möglichkeit ergebe.
Unerwartet kam die Nachricht vom Aus für ihn nicht: "Ich hatte immer im Hinterkopf, dass dieser Anruf vom Sender irgendwann kommen wird." Er wisse, dass heute "nichts mehr für die Ewigkeit ist". Es sei seine erste Rolle gewesen, die er 13 Jahre lang gespielt habe, und das werde wohl auch so bleiben. "Dafür bin ich sehr dankbar, aber eben auch wehmütig. Ich hätte die Rolle gern noch ein paar Jahre weitergespielt", betont Monot.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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