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Neues Format ab 30. Juli

Statt "maybrit illner": Das erwartet das Publikum in der ZDF-Talkshow mit Sarah Tacke

Veröffentlicht:

von teleschau - Hellmut Blumenthal

Ab 30. Juli vertritt sie Maybrit Illner und deren Talkformat: "Sarah Tacke" läuft an fünf Donnerstagen jeweils um 22:15 Uhr im ZDF und im kostenlosen Livestream auf Joyn.

Bild: ZDF / Bo Lelewel


Sarah Tacke hat seit 2014 im ZDF schon mehrere Sendungen betreut. Darunter "WISO", "True Crime" oder "Am Puls". Jetzt kommt sie an fünf Donnerstagen mit einem neuen Polit-Talk: "Sarah Tacke".

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Die Talkshow "maybrit illner" geht am 23. Juli in eine sechswöchige Sommerpause. Auf dem Sendeplatz am Donnerstag um 22:15 Uhr startet das ZDF das neue Talkformat "Sarah Tacke", das ebenfalls nach seiner Moderatorin benannt ist. Die promovierte Juristin und Journalistin widmet sich ab 30. Juli an fünf Donnerstagen den "konkreten Auswirkungen der großen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit auf den Alltag der Menschen", heißt es beim Sender.

"Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe", gibt Sarah Tacke in einem Interview mit dem ZDF zu Protokoll. Seit Jahren beschäftige sie die Frage, wie politische Entscheidungen das Leben der Menschen konkret beeinflussen. Sie skizziert das Konzept so: "Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven treffen aufeinander, widersprechen einander, ergänzen sich - und idealerweise entsteht daraus ein besseres Verständnis eines Problems."

Schau die neue Talkshow mit Sarah Tacke am 30. Juli um 22:15 Uhr im ZDF-Livestream auf Joyn


Beteiligung der Zuschauer:innen dank QR-Code

Eine QR-Code-Umfrage während der Sendung ermöglicht den Zuschauer:innen die direkte Kommunikation mit den Personen im Studio. Die Stimmen in den sozialen Netzwerken und Messenger-Gruppen gehören für Tacke "zur gesellschaftlichen Wirklichkeit dazu". Die Menschen würden relevante Themen "längst nicht mehr nur vor dem Fernseher" diskutieren.

Spannend sei dabei auch, "dass wir gegen Ende der Sendung erneut abfragen wollen, wie die Zuschauer auf das Thema blicken". Dafür stößt kurz vor Schluss der Sendung ein vierter Studiogast mit einer ganz eigenen Perspektive hinzu. "Uns interessiert, welcher Gedanke, welche Erfahrung oder welcher Ansatz die Debatte noch einmal in eine andere Richtung lenken kann", erklärte Tacke.

"Mein Wunsch ist, dass Menschen klüger aus der Sendung herausgehen, als sie hineingegangen sind - unabhängig davon, welche Meinung sie vorher hatten. Das gilt übrigens auch für mich selbst."

Sarah Tacke wollte schon immer lernen, erkennen und verstehen

Sarah Tacke kam am 23. September 1982 in Oldenburg zur Welt, wuchs aber in Celle auf. Bezug zur Politik hatte sie von klein auf: Ihr Vater Alfred Tacke war für die SPD als Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie tätig. Ihre Lieblingsfächer in der Schule seien Geschichte und Deutsch gewesen, verriet sie 2019 in einem Interview mit der "Celleschen Zeitung".

Das habe wohl auch ihre Berufswahl beeinflusst, "weil beides sowohl ins Jura-Studium als auch in den Journalismus irgendwie reinspielt". In der Sendung "DAS! Rote Sofa" erklärte sie im Mai 2026 zudem, dass Politikberichterstattung schon früh eine angestrebte Tätigkeit gewesen sei: "Ich wollte schon immer Gerechtigkeitsfragen klären."

Passend dazu schreibt die Journalistin auf ihrem Instagram-Kanal über ihr neues Format: "Mein Anspruch: weniger Schlagabtausch, mehr Erkenntnis. Weniger Empörung, mehr Verstehen. Und immer die Frage: Was bedeutet Politik konkret für das Leben der Menschen?"

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Sarah Tacke: Jura-Studium als "Backup"

Dennoch entschied sich Sarah Tacke nach dem Abitur inklusive Auslandsjahr in New York, erst mal Jura zu studieren. Im "Karriereführer" erläuterte sie 2024 ihre Beweggründe: "Mit dem Jurastudium wollte ich mir Wissen und Freiheit erarbeiten - die Freiheit, nicht jeden Job zu jeder Bedingung machen zu müssen."

An den Universitäten in Freiburg, Lausanne und Hamburg habe sie das erste Mal gelernt, richtig zu lernen, fügte sie hinzu. Also nicht nur für Prüfungen zu pauken, sondern sich intensiv und nachhaltig in ein Thema hineinzuarbeiten. Genau das sei heute ihre Kernarbeit: "Recherchieren, lesen, nachhaken, bis ich eine Frage wirklich durchdrungen habe." Einen angenehmen Nebeneffekt ihrer akribischen Arbeit verriet sie in "DAS! Rote Sofa": "Je unruhiger es um mich wird, umso ruhiger werde ich."

Dennoch wäre sie um ein Haar gar keine Journalistin geworden, wie sie in "DAS! Rote Sofa" gestand: Sie habe "so gern Jura studiert, dass ich fast dabei hängen geblieben wäre". Während ihrer Doktorarbeit bewarb sie sich beim NDR. "Hätte das nicht geklappt, wäre ich heute Juristin."

Nach ihrem NDR-Volontariat ab 2008 sowie Tätigkeiten als Moderatorin und ARD-Inlandskorrespondentin wechselte die damals 32-Jährige zum ZDF. Sie übernahm den Posten als stellvertretende Leiterin der ZDF-Redaktion Recht und Justiz und moderierte zunächst die Magazine "WISO" und "ZDF spezial". Ab 2019 präsentierte Sarah Tacke die Sendung "Am Puls", später folgten Einsätze im Format "True Crime". Nun also ab 30. Juli "Sarah Tacke".

"Nordisch by nature": Sarah Tacke liebt sogar den Geruch von Pferdemist

Mittlerweile lebt die Journalistin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Frankfurt am Main. Dennoch bezeichnet sie sich selbst als "nordisch by nature". Reisen in den Norden seien immer "wie ein großes Nachhausekommen", betonte sie kürzlich in "DAS! Rote Sofa". Das flache Land, das Wasser - selbst ein gewisser "Stallgeruch" sei für sie ein Stück Heimat. "Ich liebe es bis heute, Pferdemist zu riechen."

"Sarah Tacke" läuft vom 30. Juli bis zum 27. August jeweils donnerstags um 22:15 Uhr im ZDF. Zum selben Zeitpunkt ist das neue Talkformat im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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