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Wechselt Dunja Hayali in die Schauspiel-Branche? Alle Infos zu ihrem Spielfilm-Debüt
Aktualisiert:
von teleschauIm Thriller "Eine bessere Welt" spielt Dunja Hayali die Moderatorin einer Talkshow. Eine Rolle, auf die sie sich wohl nicht lange vorbereiten musste.
Bild: ZDF/Julia Feldhagen
Dunja Hayali zählt zu den bekanntesten Journalistinnen und Moderatorinnen des Landes. Im ZDF-Thriller "Eine bessere Welt" feiert die 51-Jährige ihr Schauspieldebüt. Nicht nur ihre Rolle, sondern auch das ernste Thema des Films sind ihr vertraut.
Darum geht es in "Eine bessere Welt"
"Eine bessere Welt", dafür hat die Geologin Elena (Peri Baumeister) ein paar konkrete Lösungsvorschläge. Mit diesen tritt sie zu Beginn des ZDF-Thrillers in einer Polit-Talkshow im Fernsehen auf. Eine ihrer Thesen: Die Klimakatastrophe könne nur durch ein CO₂-Budget jedes einzelnen eingedämmt werden. Jede und jeder müsse sich einschränken. Das betreffe das Autofahren und Fliegen ebenso wie alltägliche Dinge wie das Föhnen der Haare.
Eine Forderung, die Menschen bevormundet und in ihrem Privatleben einschränkt? Das kann nur nach hinten losgehen. Über Nacht prasselt online ein gewaltiger Shitstorm über Elena herein. Und er versiegt nicht, sondern nimmt zu. Der Ton wird schärfer, schnell geht es nicht mehr nur um ihre Aussagen in der Talkshow. Elena wird als Person angegriffen, beschimpft und bedroht. Der Strudel digitaler Gewalt versetzt sie zunehmend in große Angst um ihr Leben und das ihrer Familie.
Dunja Hayalis Rolle in "Eine bessere Welt"
Dunja Hayali ist eine feste Größe im deutschen Fernsehjournalismus. Man kennt sie als Moderatorin im "heute journal" und im "ZDF-Morgenmagazin". Die Moderation des "Aktuellen Sportstudios" gab sie 2023 aus Zeitgründen wieder ab.
Nun gibt die 51-Jährige im ZDF-Film "Eine bessere Welt" ihr Schauspieldebüt als Gastgeberin der fiktiven Talkshow, in der die Hauptfigur Elena auftritt und polarisiert. Die Arbeit an dem Film habe ihr "großen Spaß gemacht", verriet Hayali im Interview mit dem ZDF. "Zumal ich ja in der mir bekannten Rolle bleiben konnte. Darüber hinaus freut es mich natürlich, dass ein so wichtiges Thema durch den Film Aufmerksamkeit bekommt." Das Thema Hass im Netz kennt die Journalistin persönlich nur zu gut.
Auch Hayali erfährt Hass im Netz
Dunja Hayali zeigt als Journalistin stets Haltung und vertritt eine klare Meinung. 2016 erhielt sie die Goldene Kamera und nutzte ihre Dankesrede für einen Appell: "In einem Land, in dem die Meinungsfreiheit so ein hohes Gut ist, darf und muss jeder seine Sorgen und seine Ängste äußern können, ohne gleich in die rechte Nazi-Ecke gestellt zu werden. Aber wenn Sie sich rassistisch äußern, dann sind Sie verdammt noch mal ein Rassist."
Dass solch offene, engagierte Worte heutzutage nicht ohne Folgen bleiben, hat die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes schon mehrfach erlebt. Aufgrund von hasserfüllten Beschimpfungen im Netz, wie sie Peri Baumeisters Figur im Film erlebt, verabschiedete sich Dunja Hayali 2021 zeitweise von den sozialen Medien: "So Leude, es reicht. Sie können gerne ihre Meinung haben, aber es gibt Grenzen", ließ sie damals wissen.
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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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