Fahndung
"Aktenzeichen XY ... Ungelöst": Diese Fälle werden in der Sendung am 29. Juli vorgestellt
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von teleschauDie neue Folge von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" präsentiert am 29. Juli wieder ungelöste Kriminalfälle.
Bild: ZDF/Saskia Pavek
Ein ungelöster Vermissten-Fall, der traurige Berühmtheit erlangte, ein weiterer "Cold Case" und zwei brutale Überfälle: Bei "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" bitten die Ermittler:innen wieder um sachdienliche Hinweise.
Ungeklärte Kriminalfälle beschäftigen Moderator Rudi Cerne und das Team von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" auch in der Sendung von Mittwoch, 29. Juli, 20:15 Uhr (live im ZDF und auf Joyn). Seit 1967 werden im Fahndungsklassiker die Zuschauer:innen um sachdienliche Hinweise gebeten.
Die Idee zur Sendung hatte der 2009 gestorbene Eduard Zimmermann. Mehr als 600 Folgen später ist die Einschaltquote noch immer so imposant wie die Aufklärungsquote. Folgende Fälle werden anhand von Spielszenen in der neuen Ausgabe vorgestellt.
Schau die neuste Folge von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" im ZDF-Livestream

Folge 628
Vor über zehn Jahren verschwunden: Wo ist Inga Gehricke?
Der erste "Cold Case", den die neue Ausgabe von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" aufgreift, gehört zu den bekanntesten Vermissten-Fällen Deutschlands. Es handelt sich um den Fall der damals fünfjährigen Inga Gehricke, die 2015 bei einem Familienausflug spurlos verschwand. Bis heute ist nicht aufgeklärt, was mit Inga passiert ist.
Am 2. Mai 2015 machte die Fünfjährige mit ihrer Familie einen Ausflug auf den Wilhelmshof bei Stendal. Bei dem Hof handelt es sich um eine diakonische Einrichtung für Menschen mit Behinderungen und Suchterkrankungen. Gemeinsam mit Freunden verbringt die Familie den Tag auf dem Gelände, am Abend soll gemeinsam gegrillt werden. Um 18:40 Uhr wird Inga das letzte Mal gesehen - danach verschwindet sie spurlos.
Die Eltern wenden sich an die Polizei, sofort werden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet. Doch bis heute gibt es keine Hinweise darauf, wo Inga ist oder was mit ihr passiert ist. Angehörigen sei an dem Abend aufgefallen, dass Inga ungewohnt still gewesen sei. Ob dies mit ihrem späteren Verschwinden in Zusammenhang stand, ist nicht klar. Die Ermittler:innen ziehen weiterhin verschiedene Szenarien in Betracht und schließen nach aktuellem Ermittlungsstand weder einen Unfall, eine Entführung noch ein Gewaltverbrechen aus.
Rätselhafter Mord an einer Millionärswitwe
Der zweite "Cold Case" der Fahndungs-Show liegt fast 30 Jahre zurück und führt nach Essen-Burgaltendorf. Dort wurde am 27. August 1997 die 78-jährige Millionärswitwe Lieselotte Hohlmann in ihrer Villa überfallen und getötet. Nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde die Seniorin mit einem Spazierstock erschlagen und ausgeraubt. Der Täter raubte bei dem Überfall Goldschmuck, Geld im Wert von 10.000 DM (etwa 5.000 Euro) und zwei Notizbücher.
In diesen Notizbüchern vermuten die Ermittler:innen wichtige Hinweise auf die Identität des Täters oder der Täter. Denn Hohlmann galt als äußerst vorsichtig. Sie ließ nur bekannte Personen in ihr Zuhause und dokumentierte die Besuche sorgfältig in ihren Büchern. Auch sämtliche geführte Telefonate hielt die 78-Jährige dort fest. Jeweils mit Datum und Uhrzeit. Neben den persönlichen Gegenständen nahm der Täter auch die Tatwaffe mit.
Auffällig ist, dass der Rest des Hauses nicht durchsucht und auch der Tresor nicht angerührt wurde. Die Polizei konnte zwei männliche DNA-Spuren sichern. Zudem gebe es einen unbekannten Mann, der sich in den Tagen vor der Tat mehrfach nach der Adresse von Lieselotte Hohlmann erkundigt haben soll. Das genaue Motiv hinter dem Überfall ist bis heute nicht geklärt.
Raubüberfall mit Taser in Waizendorf
Am 24. April 2024 wurde ein Mehrfamilienhaus in Waizendorf zum Ziel zweier Täter. Die beiden Männer drangen am Morgen gegen 8:10 Uhr durch ein Fenster in das Haus ein, in dem drei Mietparteien leben. Dabei gingen sie brutal vor, überwältigten zwei Hausbewohner:innen und fesselten sie. Eine Person überwältigten sie dabei mit einem Taser. Ziel der Täter sei jedoch die dritte Wohnung des Hauses gewesen, deren Mieter zur Tatzeit nicht anwesend war.
Dort entwendeten sie eine Münzsammlung, Bargeld und mehrere Armbanduhren. Die Wertgegenstände verstauten sie in einem Rucksack und einem Trolley. Als plötzlich ein Wecker in der Wohnung ertönte, flohen die Unbekannten. Einem der gefesselten Opfer gelang es schließlich, sich selbst zu befreien. Die Person alarmierte daraufhin die Polizei. Diese konnte am Tatort ein Kunststoffteil einer Taser-Patrone sichern. Suchhunde führten die Ermittler:innen außerdem zu einem Holzlager am Waldrand, wo die Täter möglicherweise zuvor ihr Fluchtfahrzeug abgestellt hatten.
Brutaler Überfall mit Elektroschocker in Bielefeld
Auch in diesem Fall, der bei "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" aufgegriffen wird, kam es zu einem brutalen Überfall. Am 23. Juli 2024 überfielen zwei maskierte Männer einen Schmuckladen in der Bielefelder Innenstadt. Der Inhaber des Geschäfts war nicht vor Ort, stattdessen übernahm sein Neffe für einige Stunden die Vertretung.
Gegen 10 Uhr überraschten ihn dann die beiden Täter. Der Neffe versuchte zunächst, die Unbekannten mithilfe eines Klappstuhls aus dem Laden zu vertreiben. Doch die beiden Männer schafften es, ihn zu überwältigen und schlugen auf das Opfer ein, unter anderem mit einem Elektroschocker.
Während einer der Männer den Verkäufer im Büro festhielt, verstaute der zweite Täter den Schmuck aus den Vitrinen in einer Sporttasche. Die Überwachungskameras hielten den Überfall fest. Zudem beobachteten zwei Arbeiter einer nahegelegenen Baustelle den Vorfall. Als die Täter flohen, nahmen sie zu Fuß die Verfolgung auf und informierten zeitgleich die Polizei. Doch die beiden Täter schafften es, zu flüchten. Nun erhofft sich die Polizei weitere wichtige Hinweise.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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