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Fünfjährige verschwand bei Familienausflug

Seit elf Jahren fehlt jede Spur: "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" rollt heute den Fall um Inga Gehricke neu auf

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von teleschau

Rudi Cerne präsentiert am 29. Juli bei "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" den Fall der verschwundenen Inga Gehricke.

Bild: ZDF/Saskia Pavek, ZDF/Tobias Schult


Die Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" greift unter anderem den Fall der vermissten Inga Gehricke auf. Die damals Fünfjährige verschwand 2015 bei einem Familienausflug.

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Bei "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" (Mittwoch, 29. Juli, um 20:15 Uhr im ZDF und im Livestream auf Joyn) beschäftigt sich das Team um Moderator Rudi Cerne mit vier Kriminalfällen aus Deutschland. Einer davon ist der Fall Inga Gehricke. Die Fünfjährige verschwand 2015 nach einem Besuch auf dem Wilhelmshof im Landkreis Stendal. Bis heute ist nicht bekannt, was mit ihr passiert ist. Die Ermittler:innen und Ingas Familie hoffen weiterhin auf neue Hinweise.

Am 2. Mai 2015 besuchte die Familie Gehricke den Hof in Sachsen-Anhalt. Bei dem Gelände handelt es sich um eine diakonische Einrichtung für Menschen mit einer Behinderung und Suchterkrankte. Ingas Familie traf dort zwei befreundete Familien.

Schau die neueste Folge von "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" im ZDF-Livestream


Fall Inga Gehricke: Polizei bittet bei "Aktenzeichen XY ... Ungelöst" um Hinweise

Neben Inga waren auch noch acht weitere Kinder anwesend, darunter auch ihre Geschwister. Am Abend war eine gemeinsame Grillfeier geplant. Ingas Mutter hielt sich mit den anderen Müttern in der Küche auf, während die Väter gemeinsam mit den Kindern den Grillplatz vorbereiteten. In dem ARD-Crime-Time-Podcast "Wo ist Inga?" wird berichtet, das Mädchen habe noch zusammen mit den anderen Kindern an einem Blechpferd gespielt, das auf dem Gelände stand. Laut Ingas Mutter Victoria hätten im Nachhinein mehrere der anderen Kinder berichtet, Inga sei auffallend ruhig und zurückhaltend gewesen. Danach verschwand sie spurlos. Zuletzt soll sie gegen 18:40 Uhr gesehen worden sein.

Als klar wurde, dass Inga fehlte, alarmierte ihre Familie sofort die Polizei. Es wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet und insgesamt etwa 3.500 Hektar durchsucht. Ohne Erfolg. Von der Fünfjährigen fehlt jede Spur. Die Polizei zieht bis heute verschiedene Szenarien in Betracht, darunter einen Unfall, eine Entführung oder ein Gewaltverbrechen.

Auch der Tatverdächtige im Fall der 2007 verschwundenen Maddie McCann, Christian B., geriet im Laufe der Ermittlungen zeitweise in den Fokus der Polizei. Die Ermittler:innen prüften einen möglichen Zusammenhang, da sich Christian B. zur Zeit von Ingas Verschwinden in Sachsen-Anhalt aufgehalten haben soll und rund 90 Kilometer vom Wilhelmshof entfernt ein Grundstück besitzt. Die Ermittler:innen konnten jedoch keinen Zusammenhang nachweisen.

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Ingas Mutter im Gespräch mit Marlene Lufen im "SAT.1-Frühstücksfernsehen"

Mutter von Inga Gehricke erzählt im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" vom Verschwinden

Im vergangenen Jahr sprach Ingas Mutter Victoria Gehricke mit Moderatorin Marlene Lufen über ihre Tochter. Auch Jahre nach dem Verschwinden erklärte Gehricke dort, sie spüre, dass ihr Kind noch lebe.

Ein komisches Bauchgefühl habe sie auch am Tag des Verschwindens verspürt. Sie erinnert sich: "Das war ein sehr intensiver, schöner Tag, wo es an sich gar keinen Anlass gab, ein ungutes Gefühl zu bekommen, und trotzdem war das so." Während sie in der Küche stand, um den Grillabend vorzubereiten, habe sie auf einmal ein unruhiges Gefühl vernommen, "als wenn ein Gummiband gespannt wird, bis es gar nicht mehr geht und dann zerreißt", betont Gehricke.

Sie habe auch in den Tagen nach Ingas Verschwinden den Eindruck gehabt, "es wird sehr, sehr gründlich nach meinem Kind gesucht". Trotzdem vermutet sie, dass sich in den Ermittlungsakten noch ein entscheidender Hinweis befinden könnte, dem noch nicht gänzlich nachgegangen wurde. An einen Zufallstäter glaubt die Mutter nicht, dennoch gesteht sie: "Das ist das Schwierige, dass eigentlich nichts auszuschließen ist."

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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