Prinzip Wunschliste

"Bergdoktor" Hans Sigl: Mit diesem Ritual bekam er die Rolle als Martin Gruber

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von Johanna Grauthoff

Seit bald 20 Jahren spielt Hans Sigl den "Bergdoktor" Martin Gruber in der beliebten ZDF-Serie.

Bild: ZDF / Erika Hauri


Als Dr. Martin Gruber erreicht Hans Sigl ein Millionenpublikum. Zu Beginn seiner Laufbahn studierte er Jura, wechselte ins Lehramt und hatte keine klare Perspektive. Im SWR-Format "Assenheimers Promitalk" beschreibt er, wie ein persönliches Ritual seine Karriere in Gang brachte.

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Beruflicher Neustart mit ungewisser Zukunft

Hans Sigl wusste lange nicht, wohin ihn sein Weg führen würde. Zunächst schrieb er sich für Jura ein, wechselte später ins Lehramt. Von Bühne und Kamera war er weit entfernt, wie er im SWR 4-Format "Assensheimers Promitalk" erzählte.

Schließlich entschied er sich, seiner Leidenschaft zu folgen, und wechselte zum Schauspiel. Erste Erfahrungen sammelte er unter anderem auf der Theaterbühne bei der Bremer Shakespeare Company.

Trotz dieser Schritte wuchs im Jahr 2000 der Wunsch nach einer Veränderung. Sigl wollte sich beruflich weiterentwickeln und neu orientieren, doch die Möglichkeiten waren begrenzt, vor allem aus finanziellen Gründen.

Ein ungewöhnlicher Ansatz: Wünsche formulieren

In genau dieser Phase stieß Sigl auf eine Methode, die seine Karriere nachhaltig prägen sollte. Das Buch "Bestellungen beim Universum" von Bärbel Mohr wurde für ihn zu einer Art persönlichem Leitfaden.

Die Idee dahinter: Wünsche klar formulieren - und darauf vertrauen, dass sich Möglichkeiten ergeben. Für den Schauspieler klang das zunächst fast zu einfach. Doch er beschloss, es auszuprobieren und formulierte einen ganz konkreten Wunsch:

Ich dachte mir: 'Jetzt bestelle ich Arbeit.' Ich bin dann ins Bett und habe mir einen schönen goldenen Bestellzettel ausgedacht.

Hans Sigl
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Ein Anruf, der alles veränderte

Was folgte, wirkt im Rückblick fast wie ein Drehbuchmoment. Bereits am nächsten Morgen erhielt Sigl einen Anruf mit einem Jobangebot: Er sollte kurzfristig für einen erkrankten Kollegen einspringen.

Für ihn war das mehr als nur Zufall. "Guck, das war grad gestern bestellt und jetzt ist es da. Das ist ja interessant", das seien seine Gedanken damals gewesen, wie er im Podcast erzählte.

Zwar kam er am Ende nicht zu diesem Engagement, doch die erste Erfahrung hinterließ Eindruck. Statt zu zweifeln, ging Sigl einen Schritt weiter und wurde konkreter in seinen Wünschen.

Vom Wunsch zur Realität

Der Schauspieler entschied sich, seine "Bestellung" zu präzisieren. Diesmal formulierte er ganz konkret: 20 bis 30 Drehtage.

Und wieder ließ die Reaktion nicht lange auf sich warten. Nur kurze Zeit später meldete sich seine Agentur mit einem Angebot für die ARD-Serie "Marienhof". Die Rolle, die ihm angeboten wurde, hatte es in sich: Hans Sigl sollte einen Kriegsverbrecher mimen. Besonders bemerkenswert war jedoch der Umfang des Engagements: Die Anzahl der Drehtage entsprach exakt dem, was er sich zuvor gewünscht hatte: 20 bis 30 Drehtage.

Für Sigl ein Schlüsselmoment. Aus einem Experiment wurde für ihn eine Methode, die er fortan immer wieder nutzte: Manifestation.

Weitere Schritte auf dem Weg zum TV-Erfolg

Mit Engagements in den Serien "Marienhof" und später auch "SOKO Kitzbühel" festigte Sigl seine Präsenz im Fernsehen. Schritt für Schritt entwickelte sich seine Karriere weiter - bis schließlich die Rolle als Dr. Martin Gruber in "Der Bergdoktor" folgte, die ihn deutschlandweit bekannt machte.

Sigl selbst ist überzeugt, dass auch dieser Karriereschritt kein reiner Zufall war. Für ihn steht fest: Klare Vorstellungen und der Glaube an deren Umsetzung haben ihn dorthin gebracht.

Dabei betont er, dass es ihm nicht um Religion gehe. Vielmehr versteht er seine Herangehensweise als eine Art grundlegende Spiritualität.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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