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Happy End oder doch Überraschungen?

Detektiv Conan: So könnte die Serie enden

Veröffentlicht:

von Lennart Meier

Welches Serienende Gosho Aoyama wohl aufgezeichnet hat?

Bild: © 2003 GOSHO AOYAMA / SHOGAKUKAN - YTV - NTV - ShoPro - TOHO - TMS All Rights Reserved.


Über das Serienende von Detektiv Conan spekulieren die Fans seit vielen Jahren. Auch unser Autor hat sich darüber Gedanken gemacht. Hier sind seine Lieblingstheorien:

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Das Wichtigste zuerst: Das Serienende von Detektiv Conan steht bereits fest! Diesen Fakt hat Conan-Erfinder Gosho Aoyama bereits in einem Interview verraten. Selbst für den hoffentlich nicht eintretenden Fall, dass ihm etwas zustößt, könnte der Manga also nach seinen Vorstellungen vollendet werden.

Aoyamas Gesundheitszustand ist nicht immer der beste, was in der Fanszene zahlreiche Theorien zu einem baldigen Abschluss der Serie befeuert. Doch wie wird das Ende wohl aussehen?

"Detektiv Conan"-Ende: Das ist sicher

Unausweichlich ist ohne jeden Zweifel ein packender Showdown zwischen Conan und der Schwarzen Organisation, der endlich alle offenen Fragen über das Apoptoxin 4869 und die Männer in Schwarz beantwortet. Sehr wahrscheinlich ist, dass Aoyama Conan diese Auseinandersetzung gewinnen lässt.

Bisher sind selbst in den gefährlichsten Situationen alle Hauptfiguren der Serie am Leben geblieben, also glaube auch ich, dass der Mangaka keinen seiner heißgeliebten Charaktere auf den letzten Metern über die Klinge springen lassen wird. Selbst bei der Schwarzen Organisation sind bei den zentralen, wiederkehrenden Charakteren keine Todesopfer zu erwarten. Nicht wenige Fans (auch dieser) würden wohl ein Ableben von Gin und Co. bedauern.

Um Aoyamas Gedankengängen auf die Spur zu kommen, ist Kombinationsgabe gefragt.

Bild: picture alliance / COLLECTION CHRISTOPHEL


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Was für ein gutes Ende spricht:

Zum Flair der Serie passt grundsätzlich eher ein Happy End, bei dem die Schwarze Organisation schlussendlich auffliegt und hinter Gitter gebracht wird, während die Beziehungsgeschichten wie um Sato und Takagi oder Kazuha und Heiji ein gutes und lustiges Ende erleben. Vermutlich findet sich auch eine Lösung, um Conan und Ai wieder dauerhaft in Normalgröße zu verwandeln.

Shin'ichi würde nach seinem Schulabschluss eine eigene Detektei aufmachen oder gar mit Kogoro zusammenarbeiten. Ran, deren Liebe zu Shin'ichi nun nichts mehr im Wege steht, könnte die beiden künftig weiter unterstützen und dafür Sorge tragen, dass sie ihr Leben im Griff behalten.

Ohne Ran würde in der Detektei nichts laufen.

Bild: © 2016 GOSHO AOYAMA / DETECTIVE CONAN COMMITTEE All Rights Reserved



Was für ein offenes Ende spricht:

Doch wäre es nicht vielleicht reizvoll, wenn Aoyama wie in vielen seiner Kriminalfälle mit den Erwartungen der Fans spielen und ihnen in mindestens einem Detail widersprechen würde? Sicher: Nach über 30 Jahren Anime wären die meisten Conan-Fans froh, überhaupt noch das Ende zu erleben, weil sie bald fast das Alter von Anokata erreicht haben. Gegen die eine oder andere unerwartete Wendung und Entwicklung im Finale der Serie hätten aber wohl die wenigsten etwas.

Wie wäre es zum Beispiel damit, dass Conan zwar wieder seine Erwachsenengröße zurückgewinnt, die Schwarze Organisation aber ihre Ziele trotzdem erreicht, sodass sie künftig nicht mehr im Verborgenen agieren muss, sondern Japan politisch unter ihre Kontrolle bringt? In einem offenen Ende oder gar Spin-off könnte Shin'ichi als Erwachsener im Untergrund weiteragieren, um sie zur Strecke zu bringen.

Was, wenn die Schwarze Organisation nicht mehr im Geheimen agieren müsste?

Bild: 2016 GOSHO AOYAMA / DETECTIVE CONAN COMMITTEE All Rights Reserved


Was für ein gemischtes Ende spricht:

Aus dramaturgischen Gründen wäre ebenso der Tod eines beliebten Conan-Charakters ein prägendes Element, das über den Serienabschluss hinaus in Erinnerung bleiben würde. Dass Takagi für Sato sein Leben riskieren würde, steht außer Frage. Ebenfalls spannend wäre, wenn sich Vermouth für "Silver Bullet" Conan opfern würde. Aoyama wäre zuzutrauen, dass er dieser traurigen Abschiedsnote dennoch eine ermutigende Botschaft mit auf den Weg geben würde.

Überraschend wäre auch, wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass es überhaupt kein dauerhaftes Gegenmittel gegen das Apoptoxin gibt. Ebenso könnte Aoyama Conan und Ai vor die Wahl stellen, dass nur einer der beiden wieder dauerhafte Normalgröße erreichen kann. Würde Conan seine gemeinsame Zukunft mit Ran für seine Freundin Ai opfern oder Ai Conan vor vollendete Tatsachen stellen und ihr eigenes Wohl hintanstellen? Ein tragischer Moment, der im Gedächtnis bleibt, wäre so garantiert und würde einen überwiegend positiven Abschluss trotzdem nicht verhindern.

"Detektiv Conan" bewegt sich wohl noch nicht so schnell dem Ende zu.

Bild: TMS Entertainment


Allen Vermutungen und Ideen zum Trotz scheint ein Ende der Serie aber noch nicht in Sicht, auch wenn in den aktuellen Manga-Bänden zuletzt Geheimnisse offenbart wurden, über die die Fans jahrzehntelang gerätselt haben. Aoyama ist wieder genesen, arbeitet (wenn auch langsam) noch mit Interesse an seinem Lebenswerk und fühlt sich seinen angestellten Mitarbeitern verpflichtet, die Abenteuer des kleinen Conan weiter aufleben zu lassen. Die Chancen stehen daher gut, dass wir noch in fünf bis zehn Jahren darüber diskutieren können, wie denn wohl ein mögliches Ende für die Abenteuer unseres Lieblingsdetektivs aussehen könnte. Und das hat in schnelllebigen Zeiten doch irgendwie auch etwas Beruhigendes.

Was meinst du? Welches Ende würdest du der Serie wünschen?

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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