ZDF-Serie
"Rosenheim-Cops"-Star Marisa Burger redet über Gagen und den Irrtum vom Millionärsleben
Aktualisiert:
von C3 NewsroomDie Schauspielerin stand 25 Jahre lang als Miriam Stockl vor der Kamera.
Bild: picture alliance / SvenSimon
Seit 1993 als Darstellerin aktiv - und trotzdem kein Millionärsleben. Schauspielerin und "Rosenheim-Cops"-Star Marisa Burger spricht offen über Gagen, Sparzwänge und finanzielle Verantwortung. Ihr Fazit überrascht - und räumt mit einem TV-Klischee auf.
"Die Rosenheim-Cops" siehst du am Dienstag um 19:25 Uhr
Marisa Burger klärt auf: "Wir sind keine Millionäre"
Was viele Zuschauer:innen vermuten, entspricht laut dem "Rosenheim-Cops"-Star Marisa Burger nicht der Realität. Über ihre langjährige Arbeit beim ZDF sagt sie gegenüber der "Abendzeitung" (AZ) offen: "Die Öffentlich-Rechtlichen haben natürlich ihre Raster-Gagen und man denkt immer, wir sind Millionäre. Das sind wir aber nicht!"
Es gab mal eine Zeit, da bekam man richtig hohe Gagen. Das war aber nicht meine Zeit.
Damit widerspricht sie dem weitverbreiteten Bild vom sorgenfreien Serien-Star. Laut eigener Worte habe sie gut leben können, doch vom Luxusleben sei sie weit entfernt gewesen. Trotzdem denkt die 52-Jährige pragmatisch. Ihre TV-Karriere nutzte die Schauspielerin auch, um sich finanziell abzusichern: "Ich wäre auch blöd, wenn ich 25 Jahre so einen Job mache und mir nichts auf die Seite gelegt hätte. Ich habe vorgesorgt."
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Erfolgreich, aber immer weniger Budget
Besonders kritisch sieht Burger die Entwicklung der Produktionsbedingungen beim ZDF: "Im Jahr 2000 haben wir pro Folge zwölf Drehtage gehabt und heute sind wir bei 6,3 Drehtagen für eine Episode. Vielleicht lehne ich mich ein bisschen weit aus dem Fenster, aber die Sache ist: Wir (Anm. d. Red., die 'Rosenheim-Cops') sind eines der erfolgreichsten ZDF- Formate, aber das Geld wurde jedes Jahr immer weniger. [...] Ich kann das nicht verstehen, denn eigentlich müsste doch ein erfolgreiches Format gefördert werden. Bei uns ist genau das Gegenteil der Fall. Früher hatten wir die Zeit, unsere Figuren gemeinsam zu entwickeln."
Heute wirst du da reingeschmissen und musst einfach nur funktionieren. Man hat einfach nicht mehr die Möglichkeit, sich zu entfalten.
Abschied nach 25 Jahren
Ein Vierteljahrhundert lang war die erfolgreiche ZDF-Serie ohne die Schauspielerin kaum vorstellbar: Marisa Burger prägte die Serie als Miriam Stockl über 25 Staffeln hinweg. Der Abschied fiel ihr nicht leicht, doch die Entscheidung traf sie bewusst. Während im ZDF noch ihre letzten Folgen laufen, hat für die gebürtige Altöttingerin längst ein neuer Abschnitt begonnen - zurück auf der Theaterbühne.
Bereits im Herbst 2025 erklärte sie: "Mein größter Wunsch war es, nach der Dreherei einfach wieder Theater zu spielen - und das hat auch geklappt." Ihre neue Produktion "Kleine Verbrechen unter Liebenden" feiert am 27. Februar im Hamburger Winterhuder Fährhaus Premiere.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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