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Todkrank statt urkomisch

"Dr. Nice" mit Alexander Schubert: So kennt ihn keiner aus der "heute-show"

Veröffentlicht:

von teleschau

Der Schauspielberuf hat Alexander Schubert früher nicht gereizt.

Bild: 2022 Getty Images/Hannes Magerstaedt


Als 18-Jähriger wollte er mit der Schauspielerei nichts zu tun haben. Heute ist Alexander Schubert dank mehrerer Kultrollen einer der bekanntesten Comedystars in Deutschland. Dass er als Darsteller auch anders kann, beweist er nun einmal mehr in der ZDF-Serie "Dr. Nice".

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Neue Folgen der 4. Staffel "Dr. Nice" sonntags um 20:15 Uhr


Mysteriöse Symptome auf einer Flensburger Werft geben den Ärzt:innen im Förde-Klinikum Rätsel auf. Mehrere Arbeiter leiden unter hohem Fieber, Atemnot und neurologischen Ausfällen. Besonders hart erwischt hat es Jens Möller (Alexander Schubert). Der hat vor Ort die Klimaanlage gewartet - und ist in der Praxis von Dr. Nice (Patrick Kalupa) umgekippt.

Erschwerend kommt hinzu: Möller hat allen Beteiligten eine schwere Krankheit verheimlicht. Auch seine Frau und sein Sohn wissen von nichts. Erst eine überraschende Spur aus Übersee bringt Nice und seinen Kollegen und Kumpel Dr. Florian Schmidtke (Maximilian Grill) der Ursache der Symptome näher. Rechtzeitig, um Jens Möller zu retten? Das wird sich in der "Dr. Nice"-Episode "Ungebetene Gäste" zeigen, die am Sonntag, 18. Oktober, um 20:15 Uhr im ZDF zu sehen ist.

Sieh die Folge mit Alexander Schubert am Sonntag um 20:15 Uhr im ZDF-Livestream auf Joyn


Statt "heute-show" und "Sketch History": Krankheit und Familiendrama

Wer Alexander Schubert vor allem als tapsigen Außenreporter Albrecht Humboldt aus der ZDF-"heute-show" oder als Kult-Trockenbauer Horst Kasallek aus der Serie "Sketch History" kennt, wird vielleicht verblüfft sein: Der Schauspieler zeigt sich in seiner Rolle als ausgebremster Handwerksmeister gefühlvoll, hilflos, bockig und verzweifelt.

Bereits mehrfach bewies der 1970 in Potsdam geborene Schauspieler indes sein Können als vielseitiger Charakterdarsteller. So verkörperte er 2013 in der Münchner "Tatort"-Episode "Allmächtig" einen echten Kotzbrocken: Albert A. Anast, der mit einer Realityshow für eine gute Einschaltquote Menschen nach allen Regeln der Kunst demütigt.

Dass er sich hauptsächlich als Comedian einen Ruf erarbeitet hat, sei eher Zufall gewesen, erklärte Schubert im Januar 2026 in einem Interview mit "radio eins": "Ich hab mir nicht ausgesucht, ins heitere Fach zu wechseln. Aber wenn da Talent ist und wenn man mir da Arbeit gibt, dann mach ich das."

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Schauspieler in der DDR? "Hat mich nicht gereizt"

Dabei war vor 38 Jahren noch keinesfalls sicher, ob Alexander Schubert überhaupt jemals auf der Bühne oder vor der Kamera stehen würde. Und das, obwohl sein Vater Günter Schubert (1938-2008) einst einer der populärsten TV-Stars der DDR war. Aber: "Im Osten Schauspieler zu sein, hat mich einfach nicht gereizt", verriet Schubert junior 2008 in einem Interview mit der "Superillu".

Denn er sah, dass sein Vater und dessen Kolleg:innen nicht wirklich glücklich waren. Auf Partys wurde es oft hitzig, wenn über den Beruf gesprochen wurde, erinnerte er sich 2014 im "Tagesspiegel". "Jeder Schauspieler hatte damals auch den Wunsch, Dinge beim Namen zu nennen. Das Land war im Ar..., trotzdem mussten sie die heile Welt spielen."

So lernte Alexander Schubert, immerhin in den Filmstudios Babelsberg, ab 1987 Stuckateur. "Nach Feierabend dann war ich damals künstlerisch viel unterwegs - hab gemalt und fotografiert. Das war 'ne tolle Zeit", erzählte er in der "Superillu".

Sie sind wieder da! Holger Stockhaus und Alexander Schubert kehren als Horst Kassalek und Jürgen in neuen Folgen von "Sketch Hstory" zurück und nehmen unter anderem Albert Einstein (Matthias Matschke) in die Mangel.

Bild: ZDF/Alexander Schubert


Schauspielausbildung mit Bjarne Mädel

Doch so ganz ließ ihn das Schauspielern nicht los. In DDR-Zeiten war er Teil einer Super-8-Filmgruppe. Durch seinen Job als Stuckateur beim Film konnte er dann tiefer in die Materie eintauchen. Und dann fiel 1989 die Mauer. Am 9. November saß Alexander Schubert im Heizungskeller des Defa-Tonstudios. Als die Grenzöffnung verkündet wurde, haute er einfach ab. "Ich habe gleich zwei verbotene Dinge getan: Ich habe die Arbeit geschwänzt und bin mit dem Motorrad in den Westen gefahren", sagte er 2014 im "Tagesspiegel"-Interview.

Er schmiss seinen Job, besetzte mit anderen ein Haus in Potsdam. Und lernte seine spätere Freundin kennen. Alexander Schubert jobbte in Kneipen und lieh sich in den Videotheken alle Filme aus, die er kriegen konnte. "Ich fand es sensationell, wie unverkrampft man Geschichten erzählen kann. Da dachte ich: Das will ich jetzt auch", erinnerte er sich im "Tagesspiegel". Er bewarb sich an der Babelsberger Filmhochschule. Und fing 1992 mit der Ausbildung an. Im selben Jahrgang war kein Geringerer als der spätere Kult-Darsteller Bjarne Mädel ("Der Tatortreiniger"). Die beiden wurden Freunde.

Potsdam hat er nie verlassen

Nach einigen Neben- und Episodenrollen wurde Alexander Schubert 2004 dank der SAT.1-Sketch-Comedy "Zack! Comedy nach Maß" einem breiteren Publikum bekannt. Ein weiterer komödiantischer Baustein war ab 2008, ebenfalls bei SAT.1, "Two Funny - Die Sketch Comedy". Und seit 2010 ist er in der "heute-show" im ZDF zu sehen.

Doch trotz mittlerweile großer Bekanntheit: Seinen "Heimathafen" hat er nie verlassen. "Ich lebe schon mein ganzes Leben in Potsdam", sagte er der "Superillu". Zusammen mit seiner Lebensgefährtin und einer mittlerweile erwachsenen Tochter. "Irgendwie hat's mich da nie weggezogen. Ich mag die Stadt einfach - auch wegen ihrer Nähe zu Berlin." Dorthin fahre er nur "zum Arbeiten und Party machen". Weitere Details über sein Privatleben gibt der begeisterte Schwimmer nicht preis.

"Dr. Nice - Ungebetene Gäste" läuft am Sonntag, 18. Oktober, um 20:15 Uhr im ZDF. Zeitgleich ist die Erstausstrahlung im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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