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Würdest du Benno Nowak dein Herz anvertrauen?

Zu jung für einen Herzchirurgen? Frédéric Brossier über seine kontroverse Rolle

Aktualisiert:

von Lars-Ole Grap

Als Dr. Benno Nowak muss Frédéric Brossier schon bei seinem ersten Einsatz Überzeugungsarbeit leisten.

Bild: MDR/Saxonia Media/Sebastian Kiss


Seit Mai mischt Frédéric Brossier als Herzchirurg Benno Nowak die Sachsenklinik auf. Im ARD-Interview spricht er darüber, was ihn an der Rolle reizt und ob er sich von Benno eigentlich behandeln lassen würde.

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Frédéric Brossier: Vom "Bergdoktor" zum neuen Herzchirurgen bei "In aller Freundschaft"

Frédéric Brossier ist vielen Serien-Fans wahrscheinlich bereits als David Kästner aus der erfolgreichen ZDF-Serie "Der Bergdoktor" bekannt, wo er vom Rettungssanitäter zur Sprechstundenhilfe von Dr. Martin Gruber wurde. Jetzt hat er jedoch die Alpen gegen Leipzig eingetauscht: Als Dr. Benno Nowak ist er seit der Doppelfolge vom 26. Mai 2026 festes Mitglied der Herz-Chirurgie in der Sachsenklinik. Dort tritt er die Nachfolge von Prof. Dr. Maria Weber an, die die Serie zuvor verlassen hat.

Genau dieser Wechsel sorgt bei einem Teil des Publikums für Stirnrunzeln. Der Sprung vom ZDF-Sanitäter zur ARD-Herzchirurgie ist optisch und inhaltlich weit und auch die Reaktion der Fans spiegelt das wider. Hinzu kommt: Brossier wirkt jung, sehr jung sogar für jemanden, dem man in der Serie umfassende herzchirurgische Erfahrung zuschreibt. Auch die Figur selbst polarisiert: Benno Nowak wurde bewusst als Gegenpol zur Klinikroutine angelegt - einer, der eigenmächtig handelt und den geordneten Ablauf in der Sachsenklinik durcheinanderbringt.

Was ihn an seiner Rolle besonders fasziniert, beschreibt Brossier im ARD-Interview mit großer Begeisterung: Benno trage das Herz auf der Zunge und ecke damit durchaus an - weil er erst reagiere und sich dann erst bewusst werde, was er eigentlich gesagt habe. Dadurch bekomme seine Figur "eine kleine Wildheit", so der Schauspieler. Genau diese Qualität in die Sachsenklinik zu tragen, habe ihn gereizt.

Dazu kommt, dass Benno und Dr. Lucia Böhm (Vanessa Rottenburg) keine Unbekannten sind - die beiden haben zur gleichen Zeit studiert. Für Brossier ist das ein besonderes Geschenk, denn Vanessa Rottenburg kennt er auch privat. Mit einer bestehenden Freundschaft bei "In aller Freundschaft" einzusteigen sei "ein wahnsinniges Geschenk" gewesen, sagt er. Was Benno künftig noch aufwühlen werde, wolle er auf sich zukommen lassen.


Frédéric Brossier über Dr. Benno Nowak: Würde er sich von seiner Figur operieren lassen?

Seinen ersten Drehtag beschreibt Frédéric Brossier als ungewöhnlich unkompliziert. Regisseurin Patricia Frei habe ihn sofort willkommen geheißen und einen Raum geschaffen, in dem er sich ausprobieren durfte - was er für entscheidend hält, weil am Anfang noch eine Findungsphase für die Figur stattfinde.

Dass er sich schnell aufgehoben fühlte, merkte er bald an einem kleinen Detail: Wenn er im Gespräch mit anderen über den Drehort redete, sprach er bereits von "uns". Dass er diesen Schritt so schnell gemacht habe, habe ihn selbst überrascht. Doch wie viel Vertrauen hat er in die Rolle, die er dort verkörpert? Die Frage, ob er sich von Benno operieren lassen würde, beantwortet der Schauspieler mit einem Schmunzeln.

Ja, sagt er, er würde sich von Benno behandeln lassen - aber erst, nachdem der ihn ein bisschen von sich überzeugt hat. Benno sei nun mal "sehr jung" für einen Herzchirurgen, und da würde man instinktiv lieber jemanden mit mehr Erfahrung bevorzugen. Allerdings, gibt Brossier zu, sei Benno in seiner Arbeit einfach unglaublich virtuos.

Was er von seiner Figur lernen könne? Benno vertraue dem Fluss des Lebens. Er werfe sich rein, lasse sich treiben und vertraue darauf, dass sein Gefühl stimme. Sich vom Gefühl leiten zu lassen - das sei etwas, das er sich von Benno abschauen wolle, so der Schauspieler.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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