Im Joyn-Interview

"Von der Mordverdächtigen zur Majorin": Doris Golpashin über "Kommissar Rex"

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In der Rolle als Majorin Evelyn Leitner führt Doris Golpashin das "Kommissar Rex"-Team: Rex ermittelt mit Felix Burger (Ferndinand Seebacher, M.) und Max Steiner (Maximiian Brückner, r.).

Bild: ORF/MR Film/Petro Domenigg


Für Doris Golpashin ist das Set von "Kommissar Rex" kein Neuland: In der neunten Staffel spielte sie eine Moderatorin, die des Mordes bezichtigt wird. In der Neuauflage kehrt sie zurück - als Chefin! Im Interview mit Joyn hat die Wienerin über ihre neue Rolle in der Krimi-Serie gesprochen.

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"Von der Mordverdächtigen zur Majorin": So beschrieb Doris Golpashin bei der Premiere in München ihre Rückkehr zu "Kommissar Rex". Ab dem 13. April ist die Schauspielerin in den neuen Folgen als Evelyn Leitner zu sehen. Sie ist die Chefin von Rex und seinem menschlichen Partner Max Steiner (Maximilian Brückner). Die sechs Episoden in Spielfilmlänge laufen immer montags um 20.15 Uhr in SAT.1 und auf Joyn.

Im exklusiven Interview mit Joyn verrät Golpashin, was das neue Ermittler:innen-Team ausmacht, wie das Drehen mit Hund abläuft und warum die Serie ihren ganz eigenen Zauber hat.

"Kommissar Rex" kehrt zurück! Welche Erinnerungen verbinden Sie mit der Serie?

Doris Golpashin: Jede Menge! Ich bin, wie so viele damals, mit Tobias Moretti und Kommissar Rex aufgewachsen. Die erste Krimi-Serie , die ich damals gucken durfte. Als die Frage kam, ob ich mir vorstellen könnte, bei der Neuauflage mitzuspielen, war die Freude sehr groß. Und der Respekt natürlich ebenso. Etwas weiterzuführen, das so viele Menschen emotionalisiert und begleitet hat, ist für mich etwas ganz Besonderes.

Zum Drehstart haben Sie erzählt, dass der allererste Tag Ihrer Schauspielkarriere am "Rex"-Set war. Wie hat es sich angefühlt, zurück zu sein?

Doris Golpashin: Wie ein Kreis, der sich schließt. Hätten Sie mir damals erzählt, dass ich Jahre später selbst ermitteln darf, ich hätte Ihnen kein Wort geglaubt. Die besten Drehbücher schreibt immer noch das Leben selbst (lacht).
Selbstverständlich hat sich alles verändert seit damals, vor allem technisch. Doch das Herz der Serie ist gleichgeblieben: Rex. Außerdem kehren wir in Spielfilmlänge zurück. Das sind also kleine Mini-Kino-Abende, die man jetzt mit Rex verbringen kann.

Als Chefinspektor ermittelt Max Steiner (Maximilian Brückner) in der Neuauflage mit seinen Kollegen Rex und Inspektor Felix Burger (Ferdinand Seebacher), als Gerichtmediziner ist Tom Wippler (Alfred Dorfer) mit von der Partie. Sie übernehmen die Rolle der Chefin: Majorin Evelyn Leitner. Welche Eigenschaften bringt jeder Charakter mit, die alle zusammen zu einem starken Ermittler-Team machen?

Doris Golpashin: Max ist jemand, auf dessen Bauchgefühl man sich immer verlassen kann - auch wenn seine spontane Art Evelyn manchmal an den Rand der Verzweiflung bringt. Felix bringt Neugier und Tempo mit aufs Revier, Tom analytische Schärfe und einen treffsicheren Modestil. Evelyns Aufgabe besteht vor allem darin, ein Team zu führen, das nicht nur funktioniert, sondern auch zusammenhält - sie sorgt dafür, dass aus vielen Perspektiven eine klare Richtung wird. Führung heißt: dem Team zu vertrauen und Verantwortung zu übernehmen. Und ja: Einer steht selbstverständlich über allem, denn der wahre Chef trägt Fell, hat vier Pfoten und meistens den besten Riecher im Raum. Rex!

Was sind die größten Herausforderungen, denen Ihre Rolle Evelyn innerhalb der sechs Fälle begegnet?

Doris Golpashin: Ein Fall aus ihrer Vergangenheit holt Evelyn und Max ein und plötzlich sind beide nicht mehr nur die, die entscheiden, sondern die, die betroffen sind. Es sind Momente, die sie an ihre persönlichen Grenzen bringen. Evelyn wird von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt und sie droht, fast daran zu scheitern, den Spagat aus Professionalität und Menschlichkeit zu halten. Es wird also noch ziemlich spannend.

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Doris Golpashin (l.) arbeitet als Majorin Evelyn Leitner an der Seite von Ferdinand Seebacher (Inspektor Felix Burger, M.), Rex und Maximilian Brückner (Kommissar Max Steiner, r.).

Bild: ORF/MR Film/Petro Domenigg


Wieso wollten Sie Evelyn Leitner unbedingt spielen?

Doris Golpashin: Sie ist eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Sie hat für sich beschlossen, sich nach all den Jahren mit Max und Rex auf Zivilstreife die Nächte nicht mehr um die Ohren zu schlagen. Sie ist jetzt die Chefin, hat die Hosen an und ist eine Frau, die weiß, was sie will. Also alles wie im echten Leben eben auch (lacht).
Ich mag Figuren, die Verantwortung tragen und trotzdem verletzlich bleiben dürfen. Evelyn braucht keine Härte, um stark zu sein.

Für Sie als Wienerin: An welchem Ort haben Sie besonders gern gedreht?

Doris Golpashin: Wien hat einfach eine ganz besondere Magie. Die Architektur, die Häuser, dieses Licht - da entsteht sofort eine Stimmung, die man kaum beschreiben kann, aber sofort fühlt. An unserem ersten Drehtag standen wir bis 5 Uhr morgens am Stephansplatz, und irgendwann wurde es ganz still. Die Straßen waren komplett leer. Kurz bevor die Sonne über dem Stephansdom aufgegangen ist, hatte ich diesen Moment und dachte: "Wow, das ist meine Stadt." Und genau das ist das Besondere an Wien: Diese Stadt verliert nie ihren Zauber - selbst dann nicht, wenn man glaubt, sie schon in- und auswendig zu kennen.

V. l:: Ferdinand Seebacher (Inspektor Felix Burger), Maximilian Brückner (Kommissar Max Steiner), Doris Golpashin (Majorin Evelyn Leitner)."Kommissar Rex" spielt in der österreichischen Hauptstadt, die gleichzeitig die Heimat von Doris Golpashin ist.

Bild: ORF/MR Film/Petro Domenigg


Krimi-erprobt sind Sie ja, bei "Kommissar Rex" kommt noch ein tierischer Faktor mit dazu. Wie läuft das Drehen mit einem Hund ab?

Doris Golpashin: Die Zusammenarbeit mit Rex war wirklich schön und sehr besonders. Was mich sehr fasziniert hat, ist das Team dahinter : Es steckt wahnsinnig viel Arbeit und Liebe hinter dem Training und es war beeindruckend mitzuerleben, wie toll er seine Rolle gemeistert hat. Doch der Hund muss sich konzentrieren, insofern darf man ihn keinesfalls einfach berühren, geschweige denn streicheln! Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Erst nach getaner Szene durfte gekuschelt werden.

Für "Rex"-Neulinge: Warum lohnt es sich, bei den neuen Folgen reinzuschauen? Was ist die Magie des Formats?

Doris Golpashin: Die Magie von Kommissar Rex liegt in dieser besonderen Mischung aus Spannung, einem starken Team, das immer zusammenhält , und der einzigartigen Atmosphäre von Wien. Gute Krimis gibt es viele - aber nur einen, bei dem der klügste Kopf vier Pfoten hat.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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