Er lebt mit Schafen, Ziegen und Gänsen

Wieso "Kommissar Rex"-Star Maximilian Brückner und der Hund nicht sofort ein Dreamteam waren

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von teleschau

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Trailer: Kommissar Rex

Videoclip • 30 Sek • Ab 12


"Kommissar Rex" feiert sein Comeback und kehrt nach über 20 Jahren zurück - mit einem neuen Herrchen: Maximilian Brückner ermittelt als Max Steiner an der Seite der legendären TV-Spürnase. Privat lebt der 47-Jährige zwar ohne Hund, auf seinem Hof im Chiemgau aber mit vielen anderen Tieren.

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Während sich der bayerische Schauspieler in seiner neuen Rolle gemeinsam mit Rex gleich im ersten Fall der Neuauflage mit einer tickenden Bombe am Wiener Stephansdom herumschlagen muss ("Wien sehen und sterben", Montag, 13. April, 20.15 Uhr, bei SAT.1 und Joyn), sieht sein Leben als Hofbesitzer und dreifacher Vater etwas entspannter aus.

"Für die Kinder ist es der Hammer"

Auf seinem Hof im Chiemgau findet der 47-Jährige die nötige Erdung abseits des oft hektischen Schauspielerberufs. Trotzdem ist jede Menge los im Mehrgenerationenhaus inmitten der Natur. "Jeder hat seinen Rückzugsort. Ich habe mein Büro oben. Unten spielen sechs bis acht Kinder. Für die Kinder ist es der Hammer. Für uns auch", verriet er im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau: "Wir können uns immer aufeinander verlassen. Trotzdem menschelt es ..."

Einen klassischen Familienhund gibt es zwar nicht, dafür andere tierische Bewohner: "Ich weiß nicht, ob 'Haustiere' das richtige Wort ist. Ich habe nämlich Schafe, Ziegen, Hühner, Enten und Gänse. Die sind aber zum Glück nicht im Haus", so Brückner. "Als ich klein war, hatten wir Hunde", erinnert sich der gebürtige Münchner, der den Unterschied zu seinen Hof-Tieren allerdings schätzt: "Hunde brauchen einfach unglaublich viel Zeit und Aufmerksamkeit. Das ist bei meinen Schafen anders, die das ganze Jahr über fröhlich auf der Weide grasen. Meine Hoftiere lassen sich deshalb auch sehr gut mit meinem Beruf vereinbaren."

"Ich spiele mit einem Hund und er mit einem Kobold"

Bei allem Erfolg hat sich Brückner seine Bodenständigkeit bewahrt: "Trotz meiner vielen beruflichen Reisen bin ich immer ein Teil des Dorfes geblieben", sagt er im Interview mit der teleschau. Die sieben Monate, in denen er nur am Wochenende daheim war, seien "schon arg" gewesen, gesteht er: "Jetzt bin ich den ganzen Tag zu Hause und nehme mir alle Zeit der Welt für meine Familie. Ich muss morgens nicht weg und kann meinen Kindern Frühstück machen. Darauf lege ich großen Wert."

Weil er in seinen Rollen aufgehe, bleibe er im Alltag oft unerkannt und "einfach nur Maximilian". Manchmal werde er allerdings auch schlicht mit seinem Bruder Florian Brückner verwechselt, ebenfalls ein bekanntes Gesicht der Branche. Auf die Frage nach Konkurrenz reagiert er mit trockenem Humor: "Ja, es war eine Schweinerei, dass ich die Rolle des Florian Eder in 'Neue Geschichten vom Pumuckl' nicht bekommen habe."

Letztlich ziehen aber beide an einem Strang: "Ich spiele mit einem Hund und er mit einem Kobold. Wir ermitteln beide auf unsere eigene Art und Weise. Wir sind nie gegeneinander." Aktuell setzen die beiden Brüder laut Brückner "sogar alles daran, gemeinsam vor der Kamera zu stehen", wie er der teleschau verriet.

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"Jetzt sind wir ein Herz und eine Seele"

Die Erfahrung am Set von "Kommissar Rex" sei für Brückner ganz besonders gewesen, schließlich folgen Tiere keinem Drehbuch. Das verlangte ihm als Schauspieler eine völlig neue Form der Präsenz ab, wie er betont: "Ich musste zu jedem Zeitpunkt hellwach sein, auf den Hund reagieren und trotzdem in der Rolle bleiben und meinen Text sagen."

Kurios: Beim ersten Kennenlernen habe der tierische Star seinem künftigen Herrchen die kalte Schulter gezeigt - ein Moment, den Brückner heute lachend kommentiert: Mehrmals sei er zu den Trainerinnen auf die Filmtierranch gefahren, "um Rex besser kennenzulernen, weil ich der einzige Kandidat beim Casting war, mit dem der Hund kein Foto machen wollte. Absurd, oder?"

Inzwischen sind die beiden ein eingespieltes Team. An der Arbeit mit dem Schäferhund schätzt Maximilian Brückner besonders das Ungefliterte, gerade in einer Zeit, in der vieles durch Technik oder KI geglättet wird: "Manchmal macht der Hund eben nicht das, was man will. Dieses Hin und Her macht die Filme erst authentisch." Manchmal sei der Rex-Darsteller ihm auch auf die Nerven gegangen, gesteht Brückner, "aber gerade dann transportierten wir als Team etwas unfreiwillig Komisches und Schräges". Die Chemie stimmt jedenfalls: "Jetzt sind wir ein Herz und eine Seele" - und das merkt man der "Kommissar Rex"-Neuauflage auch an.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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