zur Joyn Startseite

"NCIS" in Down Under

Warum "Navy CIS: Sydney" nicht einfach nur ein neues Spin-off ist

Veröffentlicht:

von Christian Vock

Ein starkes Duo: NCIS Special Agent Captain Michelle Mackey (Olivia Swann) und Officer Sergeant Jim Dempsey (Todd Lasance) ermitteln in "Navy CIS: Sydney".

Bild: Daniel Asher Smith/Paramount+  


Mit Hawai’i, New Orleans und Los Angeles hatte die Crime-Serie "NCIS" aus Washington bereits drei Ableger in anderen Städten. 2023 erschien mit "NCIS: Sydney" ein neues Spin-Off, das aktuell in SAT.1 und auf Joyn läuft. Das hat im Vergleich zu seinen Serien-Kollegen zwei Besonderheiten.

- Anzeige -
- Anzeige -

Darum ist "NCIS: Sydney" etwas Besonderes

Washington, Hawai’i, New Orleans, Los Angeles und bald auch New York - beim Blick auf die Standorte, an denen die "NCIS"-Teams ermitteln, fällt auf: Alle liegen in den USA. Das klingt banal, schließlich ist der Naval Criminal Investigative Service, für den die Abkürzung steht, eine US-amerikanische Behörde. Allerdings eine, die sich mit Straftaten beschäftigt, die von oder an Personen oder Sachen der U.S. Navy und des U.S. Marine Corps begangen wurden.

Und weil das US-Militär bekanntlich nicht nur in den USA selbst, sondern auf der ganzen Welt Stützpunkte hat, arbeiten die Ermittler des NCIS auch weltweit. Und so gibt es neben denen in den Vereinigten Staaten über 100 Standorte außerhalb der USA, etwa in Neapel, Okinawa, Manila - oder eben Sydney. Damit ist "NCIS: Sydney" der erste Ableger, der außerhalb der Vereinigten Staaten spielt.

SAT.1 zeigt "NCIS: Sydney" ab dem 1. September dienstags um 22:10 Uhr in Doppelfolgen. Direkt vorher gibt es ab 20:15 Uhr bereits "Navy CIS" und "Navy CIS: Origins" zu sehen. Fans kommen an diesem Abend also voll auf ihre Kosten. Auf Joyn sind die aktuellen Folgen zeitgleich abrufbar.

So fängt die Serie an

Die Zuschaueri:nnen sind nicht in den USA, sondern in Australien- das wird gleich in den ersten Sekunden der ersten Folge klar, als die Kamera über die Wasseroberfläche von Port Jackson fährt, dem Hafen von Sydney. Das weltberühmte Opernhaus von Sydney wird rechts eingeblendet, ehe die Kamera an der Fleet East Base in Woolloomooloo, einem Vorort von Sydney, zu stehen kommt. Genau an diesem Flottenstützpunkt der australischen Marine liegt ein amerikanisches Atom-U-Boot vor Anker.

Während die australische Außenministerin dort in einer Rede die australisch-amerikanische Freundschaft lobt, kommt es vor den versammelten Gästen zu einer Protestaktion gegen Atom-U-Boote. Dann sackt plötzlich einer der US-Matrosen zusammen und sein Tod ist gleichzeitig Auslöser dafür, warum "NCIS: Sydney" noch etwas Besonderes ist.

Zunächst nämlich scheinen die Dinge ihren ganz normalen Gang zu gehen. Der tote Soldat wird vom australischen Rechtsmediziner Dr. Roy "Rosie" Penrose (William McInnes) untersucht. Als die beiden Ermittler der Australian Federal Police (AFP), Sergeant Jim "JD" Dempsey (Todd Lasance) und Constable Evie Cooper (Tuuli Narkle) sowie die forensische Wissenschaftlerin Bluebird "Blue" Gleeson (Mavournee Hazel) den Obduktionssaal betreten, bringt Penrose die Ermittler auf den neuesten Stand und verspricht: "Ich weiß mehr, wenn ich ihn geöffnet habe."


- Anzeige -
- Anzeige -

"Nicht nötig. Wir übernehmen ab jetzt", unterbricht plötzlich eine Frau und stellt sich vor: "Special Agent Michelle Mackey, NCIS. Stationiert auf der USS Ronald Reagan als diensthabender Agent zur See." Da fragt Penrose irritiert nach, ob er irgendetwas für sie tun könne. Doch Agent Mackey (Olivia Swann) verneint und normalerweise wäre das der Startpunkt für die üblichen Kompetenzstreitigkeiten, welche Behörde nun für den Mordfall zuständig sei.

So ein Zuständigkeitsgerangel ist eine beliebte Szene in Crime-Serien und auch "NCIS" stieg damit ein, als sich in der allerersten Folge FBI, Secret Service und der NCIS um die Leiche eines toten Soldaten stritten. Und tatsächlich sieht auch diesmal alles nach dem bekannten Streit aus, diesmal eben zwischen den Behörden zweier Länder. Mackey führt ins Feld, dass der Matrose auf einem US-Schiff und damit auch auf amerikanischen Hoheitsgebiet gestorben sei. AFP-Sergeant Jim Dempsey sieht hingegen sich zuständig, schließlich sei der Matrose im Hafen von Sydney auf einer australischen Navy-Basis gestorben.

Ein besonderes Ermittlungsteam

V. l.: Polizistin Evie Cooper (Tuuli Narkle), Sergeant Jim Dempsey (Todd Lasance), Special Agent Captain Michelle Mackey (Olivia Swann) und Special Agent DeShawn Jackson (Sean Sagar): Das "NCIS"-Team ermittelt am Bondi Beach.

Bild: Daniel Asher Smith/Paramount+  


Eine verzwickte Situation für beide Seiten und so löst erst eine Vereinbarung der australischen Außenministerin und des US-Botschafters diese festgefahrene Lage auf: Das NCIS-Team hat den Hut bei den Ermittlungen auf, die Polizisten des AFP helfen den Amerikanern bei ihrer Arbeit. Eine Vereinbarung, auf dessen schnellstmögliches Ende sich der unterlegene AFP-Sergeant Dempsey schon freut. Doch weil die Ermittlungen zwar nicht perfekt, aber immerhin gut verliefen, beschließt Mackeys Chef am Ende der ersten Folge, dass die beiden Teams auch in Zukunft zusammenarbeiten sollen.

Zwar gab es zwischen den verschiedenen "NCIS"-Teams aus Hawai’i, New Orleans und Los Angeles immer mal wieder kurzfristige Kooperationen, aber "NCIS: Sydney" ist unter all den "NCIS"-Spin-Offs damit der einzige Ableger, bei dem zwei Teams aus zwei Nationen dauerhaft und auch noch außerhalb der USA zusammenarbeiten.

"Rein und raus hieß es. Eine Woche, vielleicht zwei", meckert Sergeant Dempsey über die unfreiwillige Zusammenarbeit, doch seine neue Kollegin, Mackey versucht zu beruhigen: "Sie müssen doch zugeben, dass es sich gar nicht so schlecht anhört: NCIS Sydney. Das wird toll, entspannen Sie sich!" Ob sich Dempsey entspannt, kann man in den anderen Folgen sehen, so oder so ist "NCIS: Sydney" mit dieser Gesamtkonstellation etwas ganz Besonderes im "NCIS"-Universum.


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken