"Der Wanderer zieht von dannen"

"Zum Einschlafen" oder "spannend"? So hat der finale "Polizeiruf 110" aus Halle den Fans gefallen

Aktualisiert:

von Sylvia Loth

Die Kommissare Henry Koitzsch (Peter Kurth, l.) und  Michael Lehmann (Peter Schneider, r.) ermitteln in Halle.

Bild: MDR/Felix Abraham


Überwiegend negativ waren die Reaktionen auf den Sonntagabend-Krimi in den letzten Wochen. Der "Polizeiruf 110" schnitt besser ab. Das Finale der Trilogie erhielt viel Lob - und wurde von Fans sogar als Gegenentwurf zum "Tatort" ins Feld geführt.

+++ Update, 16. Februar 2026 +++

Halle-Aus wird infrage gestellt

Spitze“, "Fantastisch", "Ein Meisterwerk", "Note 1+" - in den sozialen Medien überwog nach dem "Polizeiruf 110: Der Wanderer zieht von dannen" klar die Begeisterung. Vor allem Peter Kurth erhielt viel Applaus für seine eindringliche Darstellung.

Und viele Fans trauern bereits dem Duo hinterher: "Und die sollen weg? Kann ich nicht verstehen." - "Warum wird so etwas abgesetzt?" - "Schade, dass es keine weiteren Folgen gibt."

"So geht Krimi"

Auch die ruhigen Kameraeinstellungen und das Drehbuch kamen gut an. Sie erzeugten die nötige Spannung, die viele beim "Tatort" oft vermissen: "So geht Krimi", kommentierte ein Zuschauer. Ein anderer schrieb: "Ich gehe gerade gedanklich alle Schlüsseldienste durch, die ich kenne!".

Mehrfach kritisiert jedoch wurde der Ton: Einige Zuschauer:innen bemängelten das "Genuschel". Andere empfanden widerum das langsame Tempo der Szenen "zum Einschlafen". Insgesamt aber kam das Finale in Halle gut an und so mancher konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Um Längen besser als die meisten 'Tatort'-Folgen der letzten Jahre".


Der "Tatort" im Ersten sonntags um 20:15 Uhr


+++ Ursprüngliche Meldung +++

"Polizeiruf 110" aus Halle: Darum ging es

Als eine ältere Frau tot in ihrer Badewanne aufgefunden wird, ist zunächst unklar, ob es sich um einen Unfall, Suizid oder gar Mord handelt. Die Kommissare Henry Koitzsch (Peter Kurth) und Michael Lehmann (Peter Schneider) finden bald heraus, dass der Todesfall etwas mit ihrem allerersten Fall "An der Saale hellem Strande" (2021) zu tun haben könnte. Es gibt Parallelen zu dem bis heute ungeklärten Mordfall von Uwe Baude. Es scheint, als ob die beiden Kommissare einem Serienmörder auf die Spur gekommen sind. Im Finale der MDR-"Polizeiruf 110"-Trilogie aus Halle wird es richtig brenzlig für die Ermittler. Denn plötzlich gerät auch Kommissar Henry Koitzsch selbst ins Visier der Polizei.

Einem Serienmörder auf der Spur

Hausmeister Trojanowitz (Henning Peker) begibt sich selbst in höchste Gefahr, als er in der leerstehenden Wohnung der Toten eindringt, um Geld zu stehlen. Er wird hinterrücks attackiert und spürt eine fremde Hand auf seiner Schulter. Koitzsch und Lehmann kommen gerade noch rechtzeitig, bevor der Kapuzenmann, der mit einem Messer bewaffnet ist, auf den Hausmeister losgehen kann. Es gelingt dem Angreifer zu fliehen, nur das Messer, das schon in der Hand des Eindringlings steckt, musste er am Tatort zurücklassen.

Es stellt sich heraus, dass das gefundene Messer die Tatwaffe im Fall Uwe Baude war. Damit steht fest, dass die Morde zusammenhängen - und ein Serienkiller gezielt einsame Menschen ins Visier nimmt.

Wiedersehen mit einer alten Bekannten

Kommissar Koitzsch kann sich noch gut an Katrin Sommer (Cordelia Wege) aus den früheren Ermittlungen erinnern. Sie ist die Ex-Freundin des Mordopfers Baude. Jetzt behauptet sie, sich verfolgt und bedroht zu fühlen, sagt sogar, dass ein Fremder in ihrem Apartment gewesen sei. Was steckt dahinter?

Rückkehr

Katrin Sommer (Cordelia Wege), aus Teil 1 der "Polizeiruf 110"-Trilogie bei der Gruppentherapie.

Bild: MDR / Felix Abraham


Cordelia Wege spielt auch in diesem Film-Highlight mit

Ein Blick hinter die Kulissen

Mit der Episode "Der Wanderer zieht von dannen" endet die Halle-Trilogie des Polizeirufs 110. Dieser wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Krimireihe im Jahr 2021 gestartet. Die Reihe begann mit Teil 1 "An der Saale hellem Strande" (2021), es folgte Teil 2 "Der Dicke liebt" (2024) und endet nun mit Teil 3 "Der Wanderer zieht von dannen". Der letzte Teil der Trilogie wurde vom 12. Juni bis zum 11. Juli 2025 in Halle an der Saale und in Leipzig gedreht.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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