So wohnte die Grimme-Preis-Trägerin früher
"Tatort"-Darstellerin Inga Busch lebte früher mit diesen Stars in einer echten Schauspiel-WG
Aktualisiert:
von Jan IslingerInga Busch bei der Pressekonferenz zu den Nibelungen-Festspielen 2019.
Bild: picture alliance / dpa
Schauspielerin Inga Busch ist ein wahrer Tausendsassa. Sie wirkte bereits bei über 100 Produktionen aus Film und Fernsehen mit und steht leidenschaftlich gern auf Theaterbühnen. Doch ihre Passion kommt nicht von ungefähr. Sie wurde maßgeblich von ihrer Berliner WG geprägt - denn dort teilte sich ein ganzes Star-Ensemble den Kühlschrank.
Wenn die Kunst-WG die Zukunft prägt
WGs prägen fürs Leben - im Positiven wie Negativen. Viele ehemalige Student:innen können davon ein Lied singen. Im Fall von Inga Busch war die Zeit in der Wohngemeinschaft wohl aber außerordentlich förderlich. Denn die Grimme-Preisträgerin wuchs in einer echten Schauspiel-WG auf.
Nach dem Abitur zog es Inga nach Berlin, um dort Kunstgeschichte zu studieren. Als sie an der Weißensee-Kunsthochschule abgelehnt wurde, zerbrach der Traum zunächst. Doch jeder Aufprall ist nur halb so hart, wenn das soziale Polster flauschig weich ist. Im Falle von Inga Busch fand sie dieses Polster sogar in den eigenen vier Wänden.
Ein ganzes Star-Ensemble auf einem Fleck
Denn die heute 58-Jährige wohnte damals in einer echten Künstler:innen-WG. Unter anderem lebte sie mit der Schauspielerin und Regisseurin Maria Schrader ("Aimée & Jaguar", "Ich bin dein Mensch"), dem Schweizer Schauspieler und Regisseur Dani Levy ("Tatort", "Alles auf Zucker!"), der österreichischen Schauspielerin Sophie Rois ("Tatort", "Polizeiruf 110") und der Fotografin Donata Wenders (Frau von Star-Regisseur Wim Wenders) unter einem Dach.
Bei so einer Wohngemeinschaft ist Inga Buschs weiterer Werdegang wenig verwunderlich. Schon nach kurzer Zeit verwarf sie den Plan mit der Kunstgeschichte und studierte stattdessen Schauspiel bei Heidi Walier in Berlin, Oleg Kudriaschow in Moskau und schließlich an der Kölner Trapp-Schauspielschule.
Inga Buschs Erfolg auf der Bühne und der Kinoleinwand
In den Folgejahren konzentrierte sich die gebürtige Neusserin voll und ganz aufs Theater, spielte Stücke von Kleist, Shakespeare und Brecht. Ihr Durchbruch bei einem breiteren Publikum gelang allerdings über die Kinoleinwand. 1991 spielte sie die flippige Annarina in Detlev Bucks Komödie "Karniggels".
Seither ist Inga Busch aus der Film- und Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Sie spielte in über 100 Produktionen mit, darunter "Tatort", "Polizeiruf 110", "Die Kommissarin", "Der Alte", "Schimanski" und "SOKO Stuttgart". Trotz ihres Leinwand-Erfolgs zog es die 58-Jährige immer wieder zurück auf die Theaterbühne. Für ihre Rolle in "Eine fast perfekte Liebe" erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis sowie für "Aprilkinder" den Max Ophüls Preis.
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