Kritik im Netz
"Tatort"-Wiederholung "Man stirbt nur zweimal" mit Thiel und Boerne: Frühe ARD-Sommerpause enttäuscht die Fans
Aktualisiert:
von C3 NewsroomThiel und Boerne ermitteln in einer Villa voller exotischer Kunst - und stoßen auf eine grausam zugerichtete Leiche.
Bild: WDR / Taimas Ahangari
Ein grausamer Mord und eine verletzte Verdächtige ohne Gedächtnis - inmitten einer Sammlung exotischer Kunst. Thiel und Boerne läuten mit dem "Tatort: Man stirbt nur zweimal" die lange Sommerpause ein. Dass jetzt wochenlang nur Wiederholungen kommen, sorgt bei den Fans für Unmut.
+++ Update, 11. Mai 2026 +++
"Indiskutabel", "Lächerlich" - "Tatort"-Fans regen sich über lange Sommerpause auf
Mit der Wiederholung des Münster-"Tatorts: Man stirbt nur zweimal" mit den Publikumslieblingen Thiel (Axel Prahl) und Boerne (Jan-Josef Liefers) hat die ARD am Sonntag (10. Mai) ihre lange Sommerpause für die Krimireihen "Tatort" und "Polizeiruf 110" eingeläutet. Ungewöhnlich lange dauert die Sommerpause in diesem Jahr - statt zuletzt rund drei Monaten sind es diesmal 19 Wochen. Erst am 13. September geht es mit neuen Folgen weiter. Als Grund werden von der ARD unter anderem die Fußball-Weltmeisterschaft aber auch Produktionsgründe genannt.
Bei den Fans sorgt die lange Wartezeit für Unmut. Auf der Facebook-Seite des "Tatorts" bringen viele Zuschauer:innen ihre Enttäuschung klar zum Ausdruck. "19 Wochen Sommerpause sind indiskutabel", schreibt ein User und vermutet dahinter vor allem "Sparmaßnahmen". "Kein Wunder, dass man zu Netflix und Co. wechselt. Unglaublich", kritisiert eine Zuschauerin.
"Da freut man sich die ganze Zeit auf den Münsteraner 'Tatort' und dann ist es eine Wiederholung", zeigt sich eine andere ernüchtert, die von der frühen Sommerpause offensichtlich überrascht wurde. Kritisch sieht es dieser User: "Sommerpause ab Anfang Mai: Nur noch lächerlich."
"Tatort" sonntags um 20:15 Uhr ansehen
Die Entscheidung der ARD, mit dem Münster-"Tatort" in die umstrittene Sommerpause zu starten, kommt bei anderen TV-Zuschauer:innen aber gut an. Vor allem das Publikum, das diesen Fall noch nicht gesehen hatten, äußert sich positiv. So finden sich in den Kommentaren auch diese Stimmen über den Fall von Thiel und Boerne: "Ich fand ihn trotzdem gut. Hatte den noch nicht gesehen."
"Ob Wiederholung oder nicht, ich sehe die beiden gern."
"Auch in der Wiederholung eine spannende Unterhaltung."
Bis es ab 13. September mit neuen "Tatort"-Fällen weitergeht, setzt das Erste auch weiterhin auf Wiederholungen seiner Krimireihe
+++ Ursprüngliche Meldung +++
"Man stirbt nur zweimal": Darum geht's
Der "Tatort" ist derzeit in der Sommerpause: Die nächste neue Folge des ARD-Kultkrimis gibt's erst wieder am 13. September 2026. Bis dahin müssen sich Fans mit Wiederholungen begnügen. Am 10. Mai zeigt Das Erste den Münster-"Tatort" mit dem Titel "Man stirbt nur zweimal" aus dem Jahr 2024. Lohnt sich der Krimi?
Die Witwe Doreen Prätorius lebt als Sammlerin archaischer Kunst in einer Villa in Münster. Sie wirkt zart und zerbrechlich - man würde ihr keine Gemeinheit zutrauen. Doch dann findet sich in ihrer Villa eine grausame Szenerie: Eine Leiche, aufgespießt von einer archaischen Skulptur aus Doreens Sammlung.
Bei dem Toten handelt es sich um einen der besten Anwälte der Stadt, Oskar Weintraub. Doreen war seine Mandantin. Die einzige Zeugin, die Klarheit in den Fall bringen könnte, ist die Hausherrin selbst. Doch diese hat schwere Verletzungen erlitten und kann sich an nichts mehr erinnern.
Wurde die harmlos wirkende Doreen Opfer eines tragischen Unfalls, oder ist sie vielleicht selbst die Schuldige? Woher stammen ihre Verletzungen, und warum hat sie ihr Gedächtnis verloren?
Eines ist klar: Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan-Josef Liefers) könnten in ihren Ansichten über Doreen nicht unterschiedlicher sein: Thiel versucht, die völlig verstörte Hausbesitzerin zu verstehen und glaubt an ihre Unschuld. Doch Boerne, der ständig an allem zweifelt, ist skeptisch: Er ist überzeugt, dass sie mehr über die Umstände des Mordes weiß, als sie zugibt - und nimmt der Witwe ihre vermeintliche Amnesie nicht ab. Selbst Boernes Assistentin Silke Haller warnt davor, Frauen zu unterschätzen.
Je tiefer das schräge Duo in die Details und die Vergangenheit von Doreens Leben als Sammlerin archaischer Kunst eintaucht, desto mehr Rätsel und Widersprüche tun sich auf. Doreen verhält sich höchst merkwürdig und scheint eine ganz eigene Bindung zu ihrem längst verschollenen Mann zu haben. Um den Mörder zu finden, müssen Thiel und Boerne das große Rätsel Doreen Prätorius entschlüsseln.
Wissenswertes zum Tatort
Der "Tatort" ist eine der erfolgreichsten und am längsten laufenden Krimi-Reihen im deutschen Fernsehen. Die ersten Folgen wurden bereits 1970 ausgestrahlt. Seitdem begeistern die Ermittler:innen aus verschiedenen Städten und Bundesländern ein Millionenpublikum.
Jede "Tatort"-Folge hat eine in sich abgeschlossene Handlung und eine Laufzeit von etwa 90 Minuten. Die Drehbücher stammen von verschiedenen Autor:innen und behandeln aktuelle, gesellschaftsrelevante Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Der "Tatort" hat sich über die Jahre hinweg zum Kult entwickelt und zieht Millionen von Zuschauer:innen vor die Bildschirme. Viele Fans fiebern den neuen Fällen ihrer Lieblingskommissare entgegen.
Verkürze dir die Wartezeit bis zum nächsten "Tatort":
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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