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"Bozen-Krimi"-Star Lisa Kreuzer: So sah die Ex von Wim Wenders früher aus

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von teleschau

Wie "Bozen-Krimi"-Star Lisa Kreuzer wohl füher aussah?

Bild: ARD Degeto Film / Hans Joachim Pfeiffer / IMAGO / United Archives


Sie hat in mehr als 160 Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt: Fast 60 Jahre ist Lisa Kreuzer als Schauspielerin aktiv. Seit 2015 sehen wir sie als fürsorgliche Bewirtschafterin eines Weinguts im "Bozen-Krimi". Ganz anders: ihre Rolle in "Der Alte" aus dem Jahr 1978.

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Krimifans kennen Lisa Kreuzer als Katharina Matheiner, ehemalige Eigentümerin eines Weinguts in der Reihe "Der Bozen-Krimi". Seit 21 Folgen spielt die 80-Jährige die Großmutter von Laura (Charleen Deetz), Stieftochter der Hauptermittlerin Sonja Schwarz (Chiara Schoras). In der neuesten Episode, "Rebenblut", steht ausgerechnet Laura im Verdacht, einen Winzer erstochen zu haben. Kann Katharina ihr beistehen?


Lisa Kreuzer als Bardame in "Der Alte"

Lisa Kreuzer, 1945 in Hof geboren, wirkte seit 1972 in Film- und Fernsehproduktionen mit. Aktuell im kostenlosen Stream auf Joyn verfügbar ist eine Episodenrolle im ZDF-Krimi "Der Alte". In der Folge von 1978 spielt die Darstellerin eine Bardame, die mit einem reichen Gast, gespielt von Klausjürgen Wussow (gestorben 2007), anbandelt. Mit tragischen Folgen.

Hier siehst du Lisa Kreuzer in einer Rolle als Bardame vor über 45 Jahren

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Der Blick in die Episode mit dem Titel "Ein unkomplizierter Fall" (Staffel 1, Folge 13) lohnt sich nicht nur dank Lisa Kreuzer. Sie ist auch eine Zeitreise in eine Welt, in der Rauchen scheinbar der Deutschen liebstes Hobby war. Und aus den Nachforschungen des Kommissars Köster (Siegfried Lowitz, gestorben 1999) entwickelt sich ein Dialog mit dem potenziellen Täter, der wie ein Kammerspiel unter freiem Himmel wirkt.

Sie machte ihren Traum wahr, Schauspielerin zu werden

"Natürlich war es ein Wunsch, auf die Schauspielschule zu gehen. Ohne groß nachzudenken, was daraus werden könnte", sagte Lisa Kreuzer im Dezember 2015 in der "Abendzeitung" anlässlich ihres 70. Geburtstages. Nach ihrer Ausbildung in München von 1966 bis 1969 spielte sie zunächst Theater.

Lisa Kreuzer vor 51 Jahren

Lisa Kreuzer und ihr Sohn Patrick (v.l.) standen 1975 gemeinsam für das Drama "Popp und Mingel" vor der Kamera.

Bild: picture alliance/United Archives


Zusammenarbeit und Beziehung mit Wim Wenders

Nach ihrem Einstieg ins Fernsehgeschäft hatte sie im Film "Alice in den Städten" ihre erste Hauptrolle. Regisseur des Roadmovies war ein gewisser Wim Wenders, dessen spätere Werke mehrfach für den Oscar nominiert wurden. Mit dem gleichaltrigen Filmemacher war Lisa Kreuzer Mitte der 1970er einige Jahre liiert. Die beiden drehten noch weitere Filme zusammen. Darunter 1977 "Der amerikanische Freund", für den die Darstellerin einen Goldenen Bambi bekam. "Sehr schade" fand es Lisa Kreuzer rückblickend im "Abendzeitung"-Interview, dass es danach zu keiner weiteren Zusammenarbeit mit Wenders kam. Ende der 1970er kam es zur Trennung, die beiden blieben jedoch befreundet.

Lisa Kreuzer (m.) und Wim Wenders (r.) waren einst liiert. Inzwischen ist seine Ehefrau Donata Wenders (l.).

Bild: imago images / Mauersberger


Lisa Kreuzer spielte die Grande Dame im Oscar-prämierten Film "The Grand Budapest Hotel"

Anfang der 1980er-Jahre zog es die Schauspielerin nach Paris. Dort baute sie ihre Karriere mit internationalen Rollen weiter aus und war vor allem in französischen, britischen und italienischen Produktionen zu sehen. Lisa Kreuzer war stets auch für schwierige Rollen zu haben. 2014 übernahm sie die Rolle der Grande Dame an der Seite von Ralph Fiennes im Oscar-prämierten Film "The Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson. Viel beachtet war auch ihr Part als geheimnisvolle Claudia Tiedemann in der Netflix-Serie "Dark" aus dem Jahr 2017.

Schwierige Rollen, leichte Entscheidung: Sich und ihr Privatleben aus der Öffentlichkeit herauszuhalten, war für die Darstellerin nie ein Problem. Daran hat sich auch nach gut 55 Jahren Karriere nichts geändert. Bekannt ist, dass Lisa Kreuzer mit ihrem Sohn Patrick in München lebt.

Der Cast von "Dark" posiert für ein Foto bei der Europapremiere in Berlin: Anne Ratte-Polle, Lisa Kreuzer, Michael Mendel, Angela Winkler, Julia Jenkins und Arnd Klawitter.

Bild: picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa


Die Schauspielerei im hohen Alter: "Erschreckend eingeforderte Schnelligkeit"

Auch mit 80 Jahren steht Lisa Kreuzer noch gerne vor der Kamera. Ihr Blick auf das Business ist hingegen durchaus kritisch: "Es entwickelt sich eine erschreckend eingeforderte Schnelligkeit", zieht sie in der "Abendzeitung" einen Vergleich zu früheren Zeiten. "Wenn ich so nachdenke, war der Aufwand an Zeit, Sorgfalt und Zuneigung erheblich spürbarer." Für junge Schauspieler:innen sei es durch die Vielfalt an Serien mit Sicherheit einfacher, findet sie. "Vielleicht aber auch kurzlebiger."

Gibt es ein Geheimnis, dass sie auch heute noch als Schauspielerin gefragt ist? Vielleicht dieses: "Ich bin eher ein Teamplayer", betont sie. "Für mich gibt es keine Stars am Drehort. Persönlich neige ich zur Bescheidenheit dem Beruf gegenüber."

Für mich gibt es keine Stars am Drehort. Persönlich neige ich zur Bescheidenheit dem Beruf gegenüber.

Lisa Kreuzer

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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