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Rätselhafte Schlüsselfigur

"Der Zürich-Krimi" auf Joyn: Julia Richter begeistert mit genialem Figuren-Twist

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von teleschau

In "Der Zürich-Krimi - Borchert und das Geheimnis des Mandanten" ist Thomas Borchert (r.) fasziniert von der Fotografin Corinna Riemer, gespielt von Julia Richter.

Bild: ARD Degeto/ Graf Film/ Mia Film/ Roland Suso Richter


Der Film "Kommt Mausi raus?!" war ihr Durchbruch. In so ziemlich jeder Krimiserie hat sie schon ihre Spuren hinterlassen, auch in der Dramedy-Serie "Ella Schön" mit Annette Frier. Die Schauspielerin Julia Richter im Porträt.

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Kunst trifft Krimi: Die Fotografin Corinna Riemer (Julia Richter) präsentiert in der Galerie des Industriellen und Kunstmäzens Jürg Altweger (Steffen Münster) berührende Schwarzweiß-Porträts. Auch Anwalt Thomas Borchert ist beeindruckt. Doch als er die Vernissage verlässt, entdeckt er den Gastgeber im Hof - erschossen.

Hauptverdächtiger ist der Caterer Giovanni Lazzari (Michele Cuciuffo), mit dem Altweger kurz zuvor eine heftige Diskussion geführt hatte. Borchert und seine Chefin Dominique (Ina Paule Klink) übernehmen seine Verteidigung. Während der Fall immer komplexer und diffuser wird, nähern sich der Anwalt und die Fotografin an. Corinna Riemer hat wertvolle Hinweise für Borchert. Die beiden treffen sich wiederholt. Doch irgendwas scheint diese faszinierende Frau zu verbergen.


Julia Richter mischt den "Zürich-Krimi" auf

Die Episode "Der Zürich-Krimi - Borchert und das Geheimnis des Mandanten" wird am 13. Juni im Ersten ausgestrahlt. Darin glänzt Julia Richter mit Tiefgang und subtiler Mimik. Kein Problem für die am 14. August 1970 in Ost-Berlin geborene Schauspielerin. Schließlich hat sie schon mit sieben Jahren erste Erfahrungen im Rampenlicht gesammelt.

Mit zehn Jahren trat sie dann regelmäßig mit der DDR-Kultfigur Clown Ferdinand im Friedrichstadt-Palast auf, später besuchte sie die erste private Schauspielschule in Ost-Berlin. "Als Teenie war ich ständig im Theater oder auf Festivals", erzählte sie 2020 in einem Interview mit dem Magazin "Prisma".

Nach einigen Theater-Engagements ist Richter seit Beginn der 1990er-Jahre in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Mehr als 110-mal stand sie schon vor der Kamera, beginnend mit einer kleinen Rolle im DEFA-Film "Banale Tage" im Jahr 1991. Schon drei Jahre später hatte sie ihre erste Dauerrolle: Drei Staffeln lang war sie als Julia Talbach in der ZDF-Serie "Freunde fürs Leben" zu sehen.

Filmisches "Coming-Out" in "Kommt Mausi raus?!"

Ebenfalls 1994 hatte Julia Richter ihre erste Hauptrolle in einem Fernsehfilm. In "Kommt Mausi raus?!" spielt sie die Hauptfigur Kati, genannt Mausi. Diese zieht aus der ländlichen Idylle nach Hamburg und entdeckt dort ihre Homosexualität. "Das zu spielen war nicht schwer, denn ich kannte das Gefühl, in die beste Freundin verliebt zu sein", erklärte sie 2022 in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel". "Außerdem fand ich es viel angenehmer, eine Frau zu küssen oder eine Sexszene mit ihr zu spielen, als mit einem Mann. Es gibt da eine größere Vertrautheit."

Bedenken, fortan nur noch für homosexuelle Parts berücksichtigt zu werden, habe sie keine gehabt. Es gehe ihr ums Geschichtenerzählen. "Wenn es eine gute Geschichte ist, in der eine lesbische Frau vorkommt, dann spiele ich das auch hundertmal." Es seien in der Tat Angebote für lesbische Figuren gekommen. Doch diese waren ihr allesamt "zu klischeehaft". "Da hatte ich dann keine Lust drauf."

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Julia Richter: Mit einigen Krimi-Gastauftritten auf Joyn

Julia Richter machte so oder so ihren Weg. In zahlreichen Krimi-Formaten war sie seitdem zu sehen, darunter "Tatort", "Derrick", "Der Bulle von Tölz" und "Ein starkes Team". In der Serie "Polizeiruf 110" hatte sie von 1996 bis 2004 eine durchgehende Rolle als die Edelprostituierte Nina, die spätere Ehefrau des Schweriner Kommissars Jens Hinrichs. Auf Joyn ist sie momentan in "Wolffs Revier", "Ein Fall für zwei" und "SOKO Leipzig" zu sehen. Die Folgen sind kostenlos rund um die Uhr streambar.

Doch die in Prenzlauer Berg lebende Schauspielerin kann auch Komödien. In der ZDF-Serie "Ella Schön" übernahm sie von 2018 bis 2022 als Christina Kieper die Rolle der besten Freundin der Protagonistin, gespielt von Annette Frier. Auch im ZDF-Film "Neues aus dem Reihenhaus" (2016) begeisterte sie mit komischem Talent. Sie selbst könne sich dagegen ein Leben in so einer Wohn-Variante nicht vorstellen, betonte sie 2016 gegenüber der "Berliner Morgenpost". "Für mich ist diese Nähe und das im Garten immer gesehen werden undenkbar." Und fügte hinzu: "Privat möchte ich mich zurückziehen können und nicht beobachtet werden, wie ich mit meinen Kindern umgehe, im Garten wühle oder in meinen Schlumpisachen rumlaufe."


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Privat pendelt Julia Richter zwischen Prenzlauer Berg und ihrem Garten in Pankow

Nach Herzenslust "Schlumpisachen" tragen kann die Schauspielerin in dem Garten, den sie und ihr Mann vor mehr als zehn Jahren erworben haben. Er befinde sich neben ihrem Elternhaus in Pankow, "und wir sind am Wochenende draußen - in dem verwilderten Garten mit einem riesigen Walnussbaum in der Mitte." Es sei toll, dort "die Kinder zu lüften", wie Julia Richter scherzhaft sagte. Das Paar hat zwei Söhne.

"Der Zürich-Krimi - Borchert und das Geheimnis des Mandanten" läuft am Samstag, 13. Juni um 20:15 Uhr im Ersten. Zeitgleich ist der Krimi von 2022 im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar. In der Episode "Mordholz" aus der Serie "Erzgebirgskrimi" war Julia Richter zuletzt im März 2026 als Mutter einer Mordverdächtigen zu sehen.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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