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Susanne Daubner wird 65: So kam die "Kult-Ansagerin" vom DDR-Radio zur "Tagesschau"

Aktualisiert:

von Buzzwoo

"Tagesschau"-Sprecherin Susanne Daubner zu Gast in der "NDR Talk Show".

Bild: picture alliance / dpa


Susanne Daubner steht für Seriosität, Verlässlichkeit und Humor. Zum 65. Geburtstag der Journalistin blicken wir auf eine Karriere zwischen Nachrichtenstudio, Jugendwort-Kult und Synchronsprecher-Rolle zurück.

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Deutschlands bekannteste Nachrichtenstimme

Für Susanne Daubner ist die ARD mehr als nur ein Arbeitgeber: Sie bezeichnete ihre Arbeit dort einmal als die "längste Beziehung" ihres Lebens - geprägt von Vertrauen, Respekt und Beständigkeit. Seit Jahrzehnten ist sie eines der prägenden Gesichter der "Tagesschau". Heute, am 26. März, feiert sie ihren 65. Geburtstag.

Geboren in Halle an der Saale, startete Daubner ihre Karriere beim DDR-Jugendradio DT64. Über Stationen beim Sender Freies Berlin und im Ostdeutschen Fernsehen kam sie 1999 zur "Tagesschau", wo sie heute zu den dienstältesten Sprecherinnen zählt. Ob in der 20-Uhr-Hauptausgabe oder in kürzeren News-Formaten - ihre Stimme begleitet Millionen Menschen durch den Alltag.

Besonders prägend war für sie die Berichterstattung der ARD zu DDR-Zeiten. "Sie ermöglichte mir einen unparteiischen Blick auf unser geteiltes Land und das Weltgeschehen", erinnerte sie sich.


"Tagesschau" - täglich um 20 Uhr im Ersten ...


Vom Nachrichtentisch zum Jugendwort-Kult

In den vergangenen Jahren wurde Daubner auch abseits klassischer Nachrichtenformate gefeiert. Als "Kult-Ansagerin" erklärt sie regelmäßig das Jugendwort des Jahres. 2021 sorgte sie mit ihrer Definition von "Cringe" für Aufsehen - trocken und augenzwinkernd zugleich: "'Cringe' ist das Gefühl, das Sie haben, wenn ich den folgenden Satz sage: 'Digga, wie fly ist eigentlich die 'Tagesschau', wenn sie mit Jugendwörtern flext.'" Als sie diese Tradition beenden wollte, protestierten Fans - mit Erfolg.

Stimmtalent mit vielen Facetten

Auch abseits des Weltgeschehens ist sie gefragt: In "Zoomania 2" leiht sie Schneeleopardin Fabienne Growley ihre Stimme. Die Erfahrung beschrieb sie selbst als "aufregend": "Wann ist man schon mal ein Schneeleopard?", scherzte sie und brachte sogar die Idee ins Spiel, eines Tages im Kostüm die "Tagesschau" zu moderieren.

Seit 2024 gibt es Daubner zudem als Miniaturfigur im Hamburger Miniatur Wunderland, inklusive eigenem Nachrichtenstudio im Kleinformat.

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Kultstatus über Generationen hinweg

Für Marcus Bornheim, Chefredakteur von ARD-aktuell, ist klar: Daubner verbindet Generationen. Während sie für viele ältere Personen als Inbegriff von Glaubwürdigkeit gilt, hat sie sich gleichzeitig bei jungen Zuschaueri:nnen Kultstatus erarbeitet.

Sie verkörpert das Beste beider Welten - und genau das macht sie einzigartig.

Marcus Bornheim

Privat hält sich Susanne Daubner bewusst im Hintergrund und spricht nur selten über ihr Leben abseits der Kamera. Bekannt ist, dass sie in Hamburg lebt und eine Tochter hat, die sie einmal als ihr "größtes Glück" bezeichnete. Zeit mit ihr sowie mit engen Freunden zu verbringen und füreinander da zu sein, zählt für die Moderatorin zu den wichtigsten Dingen im Leben.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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