Nach "In die Sonne schauen"-Pleite

Oscars: Diese drei deutschen Produktionen haben noch eine Chance auf den Preis

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von C3 Newsroom

Auch wenn der deutsche Beitrag "In die Sonne schauen" aus dem Rennen ist, gibt es weiterhin deutsche Hoffnungsträger bei den Oscars 2026.

Bild: picture alliance / dpa


Deutschland hat doch noch Chancen auf die begehrte Trophäe bei den Oscars 2026: Drei ZDF/Arte-Koproduktionen gehen ins Rennen - von einem Familien-Drama bis zu einer Doku über Putins Russland.


Zwei Dramen mit Oscar-Chancen

Am 15. März werden in Los Angeles die Oscars verliehen. Mittlerweile stehen die Nominierten fest. Fans des deutschen Films dürften auf den ersten Blick enttäuscht sein: Das Drama "In die Sonne schauen" ist nicht in der Kategorie "Bester Internationaler Film" vertreten.

Das bedeutet aber nicht, dass Deutschland gar nicht vertreten ist. Der in Deutschland geborene britische Komponist Max Richter ist für seine Filmmusik in "Hamnet" nominiert. Und: Gleich drei ZDF/Arte-Koproduktionen gehen ins Rennen um die Academy Awards - "Sentimental Value", "Sirāt" und "Ein Nobody gegen Putin".

"Sentimental Value" von Regisseur Joachim Trier geht mit beeindruckenden neun Nominierungen an den Start. Der Film erzählt von Nora und ihrer Schwester, die nach dem Tod ihrer Mutter das Elternhaus auflösen. Plötzlich taucht ihr Vater Gustav wieder auf - ein Regisseur, zu dem der Kontakt abgebrochen war. Er will Nora für sein neues, autobiografisches Filmprojekt gewinnen. Doch sie weigert sich, ihn zurück in ihr Leben zu lassen.


Vormerken: Die Oscar-Verleihung in der Nacht vom 15. auf den 16. März 2026 ab 23:45 Uhr ansehen


Dokumentarfilm über Russland

Im Roadmovie "Sirāt", der zweimal nominiert ist, suchen Luis und sein zwölfjähriger Sohn Esteban auf einem Rave in Marokko nach Luis' verschollener Tochter. Als die Polizei das Event auflöst und alle Ausländer abschieben will, flüchten die beiden zusammen mit anderen Ravern durch das Atlasgebirge - auf der Suche nach einem weiteren illegalen Rave, wo vielleicht Estebans Schwester auftaucht.

Der Dokumentarfilm "Ein Nobody gegen Putin" von David Borenstein und Pawel Talankin ist in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert. Er zeigt, wie das Leben im heutigen Russland aussieht und wie eine ganze Generation indoktriniert wird. Protagonist ist Lehrer Pawel Talankin, der den Auftrag bekommt, patriotische Veranstaltungen zu organisieren - und dabei immer mehr Zweifel entwickelt.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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