Statement der Staatsanwaltschaft
Unglücksursache bestätigt: Darum ist Extrem-Flugsportler Felix Baumgartner gestorben
Aktualisiert:
von C3 NewsroomWar nicht nur in der Luft unterwegs: Der tödlich verunglückte Extremsportler Felix Baumgartner nahm 2024 auch am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teil.
Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto/Jürgen Augst
Fremd- oder Eigenverschulden? Materialschaden? Wetterbedingungen? Das Rätsel um den Tod des Extremsportlers Felix Baumgartner ist geklärt.
+++ Update, 7. Oktober 2025 +++
Es war ein Tod, der nicht nur die Fans des Flug- und Extremsports erschüttert hat. Als Felix Baumgartner, bekannt durch seinen Rekord-Fallschirmsprung aus der Stratosphäre, am 17. Juli dieses Jahres in Italien abstürzte, war die Trauer groß - und ebenso groß die Frage, was zu dem tödlichen Unglück des international bekannten und erfahrenen Flugsportlers geführt hatte.
Allerlei Thesen kursierten durch die Medienwelt - Schwächeanfall, Materialversagen, Windscherungen? Doch nun ist es klar: Der 56-jährige Österreicher starb durch "menschliches Versagen". Dies teilte die italienische Staatsanwaltschaft jetzt offiziell mit.
Tödlicher Kontrollverlust
"Der Gleitschirm befand sich in einwandfreiem Zustand und wies keine Mängel auf", ergaben die Ermittlungen zur Unglücksursache. Der Unfall sei laut den Untersuchungen auf "menschliches Versagen" zurückzuführen.
Felix Baumgartner war mit seinem Gleitschirm offensichtlich in eine Steilspirale geraten, ein extremer Flugzustand mit hoher Sinkrate. "Es kam zu einem raschen Höhenverlust", wurde bei der Untersuchung ermittelt, "Baumgartner war nicht in der Lage, den Schirm aus der Spirale herauszusteuern." Auch der Rettungsschirm, ausgelöst erst kurz vor dem tödlichen Aufprall, konnte das Leben des Extremsportlers nicht mehr retten.
Ein Leben in der Luft ...
"Born to fly" hatte sich Felix Baumgartner auf den Unterarm tätowieren lassen. Die Luft war sein Element. Er liebte es, an Grenzen zu gehen. Nach seinem tödlichen Absturz mit einem Motorgleitschirm am 17. Juli 2025 in einer italienischen Hotelanlage zeigte die Obduktion zunächst, dass er nicht - wie vermutet - durch einen Schwächeanfall in der Luft gestorben war, sondern beim Aufprall. Dabei wurde seine Wirbelsäule im unteren Bereich gebrochen und das Rückenmark geschädigt.
Sprung aus Stratosphäre machte ihn berühmt
Bei dem Absturz soll der Extremsportler, berühmt durch seinen Stratosphären-Fallschirmsprung, noch versucht haben, den Notschirm zu betätigen. Allerdings war er dafür bereits zu tief.
Auf Fotos aus der Hotelanlage ist zu sehen, wie einige Ersthelfer:innen am Pool nach dem Absturz um sein Leben kämpfen. Leider zu spät. Nicht nur seine Freundin Mihaela Schwartzenberg weinte um den leidenschaftlichen Fallschirmspringer und Piloten - weltweit war die Trauer groß.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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