Seit 16 Jahren verheiratet
Beim Fremdgehen geht es "nie um Sex": "Das verschwundene Kind"-Star Anna Schudt über Untreue
Aktualisiert:
von C3 NewsroomSchauspielerin Anna Schudt im September 2026 bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln.
Bild: BREUEL-BILD
In dem ZDF-Drama spielt Anna Schudt eine Mutter, deren heile Welt ins Wanken gerät. Zum zentralen Thema des Films "Betrug in der Ehe" äußert die ehemalige "Tatort"-Kommissarin ihre private Meinung.
"Das verschwundene Kind": Darum geht's
Anna Schudt spielt in ihrem neuen Film, dem ZDF-Drama "Das verschwundene Kind", Inga - eine verheiratete Frau und zweifache Mutter. Gemeinsam mit einem befreundeten Paar und dessen Sohn Aaron lebt Ingas Familie auf einem ländlichen Hof. Sie wollen vor allem eins: Eine große Gemeinschaft sein, ihre Kinder zusammen erziehen und im Einklang mit der Natur leben.
Doch dann verschwindet der zwölfjährige Aaron, der durch sein oft aggressives Verhalten bereits wiederholt aufgefallen ist und für Probleme gesorgt hat, plötzlich spurlos. Während der Suche nach dem Kind kommt eine Lüge ans Licht, und es gibt Konflikte unter den Freunden.
Ein großes Thema des Films: Betrug in der Ehe. Dazu hat die Schauspielerin, die seit rund 16 Jahren mit Schauspielkollegen Moritz Führmann verheiratet ist, eine überraschende Meinung.
Ihr Verständnis von der Ehe
"Ich bin überzeugt, es handelt sich nie um den Sex, wenn man versucht, die Verletzung zu untersuchen." Vielmehr gehe es um "das Brechen einer bestehenden Verabredung und "um das Gefühl, außen vor zu stehen und ausgeschlossen zu werden", sagt Schudt im Interview mit "t-online".
Schudt sieht die Ehe als eine "Komplizenschaft", eine "Vereinbarung, über viele Jahre Gefährten zu sein". Sie sagt weiter: "Die Bedingungen dafür könnten immer neu besprochen und verhandelt werden, weil wir uns alle verändern."
Das "schwierige Kind" gibt es nicht
Mit Blick auf die Titelfigur des zwölfjährigen Aaron in "Das verschwundene Kind" sieht Schudt die Schuld des Verschwindens nicht bei ihm, ob er in der Vergangenheit verhaltensauffällig war oder nicht. Für sie gehe es bei dem Film um die "Frage, ob die Kinderseele ungesehen und unerkannt leidet, wenn Geheimnisse in Familien bestehen, die in allen arbeiten".
Zugleich hebt sie hervor, dass es ihrer Ansicht nach weder pauschal "das schwierige Kind" noch "das böse Kind" gebe. Vielmehr gebe es "ungünstige Konstellationen und verstärkende Komponenten, sowohl in die positive wie in die negative Richtung", erläutert Schudt gegenüber dem Online-Portal.
"Tatort" kannst du kostenlos auf Joyn anschauen
Mehr entdecken

Für die Spooky Season
Diese Horror-Filme empfehlen unsere Redakteur:innen

Halloween-Vorbereitung
Lust auf Grusel? Mit diesen fünf Filmen wird’s schaurig schön

Dramatisch, romantisch, historisch
Für Fans der Schriftstellerin Jane Austen: Diese Filme und Serien sind ein Muss

Appetitzügler
Selbsttest bei "JENKE. Report": Die Abnehmspritze nimmt den Hunger - aber löst sie auch das Problem?

"Bliss Point"
"JENKE. Report" enthüllt: Warum wir immer weiteressen, obwohl wir längst satt sind

Exklusiv im Joyn-Interview
So spricht Rosalie Thomass über "Tatort"-Partner Fabian Hinrichs