zur Joyn Startseite

Die Buddys aus der "Bullyparade"

Michael Bully Herbig und Rick Kavanian: Die Ups and Downs ihrer Freundschaft

Veröffentlicht:

von saro

Sind Bully (l.) und Rick Kavanian (r.) auch im echten Leben ein Dreamteam?

Bild: picture alliance / Geisler-Fotopress | Agentur Wehnert/M. Gränzdörfer; picture alliance / Eventpress | Eventpress / Mathias Krohn


Die "Bullyparade" hätte sie beinahe entzweit. Doch das Duo, das bereits seit Jugendtagen befreundet ist, berappelte sich und führte seine Zusammenarbeit fort. Fast 40 Jahre witzeln die beiden nun Seite an Seite.

- Anzeige -
- Anzeige -

Tanzen über den Wolken

1987 lernten sich die Comedians im Fahrstuhl auf dem Weg zur Münchner Diskothek "Wolkenkratzer" an der Münchner Freiheit kennen. Kavanian war 16 Jahre alt, Herbig etwa zweieinhalb Jahre älter und absolvierte damals eine Fotografenausbildung.

Er hatte einen Schlüsselanhänger mit acht Knöpfchen, die Töne machten: tüt tüt, wuou wuou.

Rick Kavanian in "Süddeutsche Zeitung"

Weiter erinnert er sich: "Ich habe dumm rumgeguckt, irgendwann fängt er an zu lachen. Das war seine Art, das Eis zu brechen."

Der Startschuss für ihre Zusammenarbeit

Im Juli 1990 rief Michael Bully Herbig seinen Freund Rick Kavanian in einem Schwabinger Tonstudio ans Mikrofon und überzeugte ihn, einen Sportmoderator zu imitieren. Kavanian sagte später, Herbig habe damit ein Talent geweckt, von dem er selbst nichts geahnt habe. Noch im selben Jahr machten die beiden daraus ein Konzept und entwickelten für Radio Gong ihre erste gemeinsame Kolumne "Frühstück mit Boris".

- Anzeige -
- Anzeige -

Die "Bullyparade" brachte die Freundschaft an ihre Grenze

Doch die enge Zusammenarbeit der Freunde verlief nicht immer harmonisch. Herbig erinnerte sich später, das Trio, bestehend aus Rick Kavanian, Christian Tramitz und ihm,habe über Jahre monatelang gemeinsam geschrieben und gedreht und mehr Zeit miteinander verbracht als mit den eigenen Familien. Schon während der fünften Staffel hätten sie gespürt, dass eine Pause guttäte. Das Ende der Show empfand Herbig deshalb als befreiend und traurig zugleich.

Während der ersten ,Bullyparade’ gab es öfters Unstimmigkeiten (...) Bully ist zu mir gekommen und hat gesagt: ,So wie das momentan läuft, sollten wir nicht mehr miteinander arbeiten. Mir ist es lieber, wir brechen das hier ab, als dass wir unsere Freundschaft gefährden.’

Rick Kavanian in "Gala"

Bromance wichtiger als Job

Kavanian wurde sogar noch konkreter. Die Krise fiel ins Jahr 1999. Er selbst sei damals unzufrieden gewesen und habe schlechte Arbeit abgeliefert. Herbig bemerkte das und lud seinen Freund zum Essen ein. Dort vereinbarten sie, es beruflich noch einmal miteinander zu versuchen, die Freundschaft aber nicht dafür aufs Spiel zu setzen. Der Plan ging auf. Wenig später folgte mit "Der Schuh des Manitu" der große Kinoerfolg.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.

Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

Rick auf Solopfaden

Die Versöhnung bedeutete allerdings nicht, dass beide nur noch im Doppelpack auftraten. 2005 wagte Kavanian den Alleingang auf der Bühne. Nach Jahren in Kostümen und Rollen wollte er ohne Kamera und Perücke eigene Geschichten erzählen. Sich aus dem starken Umfeld seines berühmten Freundes zu lösen und eine eigene Marke aufzubauen, sei anfangs nicht leicht gewesen. Als Herbig und Kavanian längere Zeit kein gemeinsames Projekt präsentierten, kamen Trennungsgerüchte auf. Herbig stellte 2010 klar, dass sie sich regelmäßig sähen und viel telefonierten. Kavanian erklärte, er habe sich zwar künstlerisch von Bully lösen wollen, gegen eine erneute Zusammenarbeit spreche das aber nicht.

2025 war es soweit: Zum 40. Geburtstag von Radio Gong übernahmen Herbig und Kavanian noch einmal gemeinsam die Morningshow. Damit kehrten sie an den Ort zurück, an dem ihre Comedy-Karriere begonnen hatte. Im selben Jahr standen sie außerdem für "Das Kanu des Manitu" erneut gemeinsam vor der Kamera.

Dass eine berufliche Zusammenarbeit unter Freunden "extrem herausfordernd" sein könne, verschwieg Kavanian nie. Umso stolzer und dankbarer sei er, dass beide noch immer eng miteinander verbunden seien. Auch 2026 sind die Freunde wieder im selben Film zu hören. In "Toy Story 5" spricht Herbig erneut Cowboy Woody, Kavanian leiht dem nervösen Dinosaurier Rex seine Stimme. Vom Weltraum ins Kinderzimmer: Als eingespieltes Duo funktionieren die beiden offenbar in jedem Universum.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken