zur Joyn Startseite

Kantige Typen waren sein Metier

Ralf Richter: Star der Kultfilme "Bang Boom Bang" und "Das Boot" ist tot - seine Kinder verabschieden sich

Aktualisiert:

von Martin Haldenmair

:newstime

Trauer um Kult-Star: Ralf Richter ist tot

Videoclip • 01:25 Min • Ab 12


Als Knacki Kalle Grabowski aus dem Ruhrpott gewann er mit "Bang Boom Bang - Ein todsicheres Ding" zahlreiche Fans. Nun ist Ralf Richter im Alter von 69 Jahren gestorben.

- Anzeige -
- Anzeige -

Seinen Tod vermeldete Ralf Richters Sohn Maxwell Richter auf seinem Instagram-Kanal. Dem Post zufolge starb Ralf Richter in der Nacht des 14. September: "Für viele von euch war er Schauspieler, Kultfigur und ein Gesicht, das Menschen über viele Jahre begleitet hat. Für uns war er vor allem eines: unser Vater. Wir können im Moment kaum Worte dafür finden, was sein Tod für unsere Familie bedeutet", heißt es im Begleittext.

Mehr zum Thema:

Ralf Richter gestorben: In diesem Kultfilm taucht seine Tochter Aline heimlich auf

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.

Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

Weiterhin bittet er darum, die Privatsphäre zu respektieren, damit sich die Familie in Ruhe verabschieden könne. Zur Todesursache ist offiziell noch nichts bekannt. Gegenüber "Bild" erklärt Maxwell, dass sein Vater bereits vor einigen Monaten in einer Klinik gewesen sei und sich sein Gesundheitszustand seitdem weiter verschlechtert habe. Laut Maxwell Richter litt sein Vater an COPD (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung) und einer Herzunterfunktion, bei der eine Vene zum Herzen nicht mehr richtig arbeitete habe.

Ralf Richter bei der "NDR Talk Show" im Sommer 2024.

Bild: IMAGO / Future Image


- Anzeige -
- Anzeige -

Vom Schreiner zum kantigen Schauspieler mit echter Gefängniserfahrung

Ralf Richter stammte aus Essen, arbeitete zunächst als Schreiner und kam, wie er selbst sagte, eher zufällig zum Schauspielberuf. Die Westfälische Schauspielschule warf ihn nach zwei Jahren als "nicht ausbildungsfähig" von der Schule. Ralf Richter schaffte es dennoch ans Theater: Nach Auftritten an der Freien Volksbühne in Berlin und am Hamburger Schauspielhaus ergatterte er Nebenrollen im TV. Er zog nach München und wurde dort von Wolfgang Petersen für "Das Boot"als Zentralmaat Frenssen besetzt. Sein überzeugendes Spiel und die vulgären Sprüche machten ihn einem großen Publikum bekannt.

Harte und kantige Charaktere wurden sein Markenzeichen, so auch im Film "Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding", in dem er den Ruhrpott-Knacki Kalle Grabowski spielte. Da er selbst als Kind im Pott solche Typen kennengelernt hatte, konnte er sie so überzeugend, so echt darstellen. Grabowski wurde zum Kult.

Allerdings machte Ralf Richter später auch selbst Erfahrungen mit der Justiz: Wegen des Besitzes von und Handels mit Kokain wurde er noch vor der Premiere von "Bang Boom Bang" verhaftet und musste eine Haftstrafe antreten. Seiner Karriere tat das keinen Abbruch: Gleich nach seiner Entlassung spielte er im Film "Was nicht passt, wird passend gemacht" mit.

Auch in zahlreichen bekannten Fernsehserien wie "Ein Fall für zwei", "Der Alte", "Alarm für Cobra 11", "Großstadtrevier" sowie "Tatort" war er zu sehen.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken