Mehr als nur Hopper
So hast du David Harbour aus "Stranger Things" noch nie gesehen
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von Anna Tiefenbacher, Rebecca N.Ob in "Hellboy", "Gran Turismo", "Stranger Things" oder "Violent Night" (v. l.): David Harbour hat immer einen unverkennbaren Look.
Bild: Adobe Stock/Adam/IMAGO/Cinema Publishers Collection/Capital Pictures/Universal Studios
Als grummeliger Sheriff Hopper wurde David Harbour in "Stranger Things" weltbekannt. Doch der heute 50‑Jährige ist kein One-Hit-Wonder: Seit Jahren steht er vor der Kamera und verkörpert die unterschiedlichsten Charaktere. Höchste Zeit, einen Blick auf seine Karriere zu werfen.
Zugegeben: Zuletzt machte David Harbour vor allem Schlagzeilen als Lilly Allens Ex-Mann und Subjekt ihres neuen Albums "West End Girl". Den meisten dürfte er jedoch als Chief Jim Hopper aus "Stranger Things" bekannt sein. Er verkörpert in der Serie den liebenswürdigen, aber gebrochenen Ersatzvater von Elf und Love-Interest von Joyce Buyers.
Doch schon lange vor dem Streaming-Erfolg startete David Harbours Schauspielkarriere - und zwar im Fernsehen: Seit dem Jahr 1999 spielte er in einzelnen Episoden von Crime-Serien wie "Law & Order", "Criminal Intent" und "Hack" mit.
Filmkarriere als James-Bond-Bösewicht
2005 war Harbour dann gleich zweimal auf der großen Leinwand zu sehen. In den Filmen "Brokeback Mountain" und "Krieg der Welten" spielte er Nebenrollen. Ein größeres Engagement kam drei Jahre später mit seiner Rolle als Bösewicht Gregg Beam in "James Bond 007: Ein Quantum Trost". Als korrupter CIA-Sektionsleiter konnte Harbour schauspielerisch eine andere Seite zeigen.
Vor dem Start von "Stranger Things" im Jahr 2016 heimste Harbour noch Rollen in großen Kinofilmen wie "The Green Hornet", "The Equalizer" und "Suicide Squad" ein, spielte aber wieder Nebenrollen.
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"Stranger Things" veränderte Harbours Leben
Als das Drehbuch für die Netflix-Serie auf seinem Tisch landete, habe Harbour zunächst wenig erwartet, berichtete er gegenüber "The Hollywood Reporter". Er habe zu diesem Zeitpunkt sogar mit dem Gedanken gespielt, seine Schauspielkarriere aufzugeben. Die Figur des Jim Hopper habe ihn schließlich überzeugt, mitzuspielen. "Ich dachte: das ist nur ein weiterer kleiner Job. Ich hatte keine Ahnung, dass er mein Leben verändern würde", erklärte Harbour in einem "Rolling Stone"-Interview.
Der enorme weltweite Erfolg von "Stranger Things" machte den Schauspieler schließlich über Nacht zu einem der bekanntesten Gesichter der Serie. 2025 erschien die letzte Staffel und beendete damit auch seine Zeit als Jim Hopper. Mit dem Abschluss der Geschichte um Hawkins fand auch seine Storyline ein rundes Ende.
David Harbour ist Teil des Marvel-Universums
Dem Filmgeschäft blieb Harbour aber auch während seiner "Stranger Things"-Zeit treu: 2019 spielte er die Hauptrolle in der Comic-Adaption "Hellboy". In "Gran Turismo" war er als ehemaliger Rennsportprofi zu sehen.
Im Marvel-Universum fand er einen festen Platz. 2021 übernahm er in "Black Widow" die Rolle des Alexei Shostakov alias Red Guardian, eine ironisch gebrochene Version des sowjetischen Supersoldaten. In "Thunderbolts*" (2024) kehrte er an der Seite von Florence Pugh in diese Rolle zurück. Außerdem spricht er den Red Guardian in der Serie "Marvel Zombies".
Szenenfoto aus "Thunderbolts*" mit Sebastian Stan, Hannah John-Kamen, Florence Pugh, Wyatt Russell und David Harbour (v. l.)
Bild: 2024 MARVEL. / Courtesy of Marvel Studios
Hauptrolle in "Violent Night"
Dass David Harbour sich nicht auf ein Rollenbild festlegen lässt, beweist er auch abseits großer Franchises. Als Titelfigur in "Violent Night" gibt David Harbour eine Antwort auf die Frage, wer eigentlich der Weihnachtsmann ist. Es ist der Wikinger Nicomund der Rote, der vor über 1000 Jahren zum Santa Claus abgestellt wurde und seither jedes Jahr zunehmend undankbaren Kindern Geschenke bringt. "In unserer Kultur existiert er als eine zuckersüße, weichgespülte Version seiner selbst. Aber wer ist er wirklich, tief in seinem Inneren - und was fehlt ihm an Weihnachten?", philosophierte Harbour im Interview mit "Screen Rant" über das zentrale Thema des Films.
Ohne zu viel zu verraten: "Violent Night" verbindet auf ironische Weise klassische Weihnachtsfilm-Elemente mit brutaler, fast cartoonhaft überzogener Action. Deswegen ist der Film nicht nur im Dezember ein großer Spaß.
David Harbour als Action-Santa:
Auch nach Weihnachten noch unterhaltsam!
Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.
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