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"Nur über meine Leiche"

"Beyond Paradise"-Star Kris Marshall: Diese Sache teilt er nicht mit seiner Rolle

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von teleschau -

Knifflige Aufgabe für Detective Inspector Humphrey Goodman, gespielt von Kris Marshall: Der Protagonist der Serie "Beyond Paradise" muss den Mord in einer Theatergruppe aufklären.

Bild: © ZDF/BBC Studios / Red Planet Production


Detective Inspector Humphrey Goodman ist zurück: Die zweite Staffel der Krimiserie "Beyond Paradise" kommt ins Free-TV. Kris Marshall verkörpert erneut den ikonischen Ermittler. Bekannt wurde der Darsteller hierzulande mit dem Weihnachts-Blockbuster "Tatsächlich... Liebe". Der Schauspieler im Porträt.

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Neue Fälle für Detective Inspector Humphrey Goodman (Kris Marshall) in der Serie "Beyond Paradise": In Shipton Abbott bekommt es der detailverliebte und scharfsinnige, wenngleich manchmal auch etwas trottelige Ermittler zum Auftakt von Staffel zwei mit einem Mord im Theatermilieu zu tun. In den fiktiven Heimatort seiner großen Liebe Martha (Sally Bretton) hat es den Ermittler verschlagen, nachdem er die ebenfalls fiktive Tropeninsel Saint Marie verlassen hat. Diese war Schauplatz der Originalserie "Death in Paradise", die von 2014 bis 2017 lief.

Die Theatergruppe des südwestenglischen Küstenstädtchens will in einem Museumszug ein Krimirätsel aufführen. Goodman und seine Kollegin Esther Williams (Zahra Ahmadi) wirken als Ersatzpersonen an der Generalprobe mit - und werden prompt mit einem echten Mord konfrontiert. Für den Darsteller, der die Leiche nur spielen sollte, endet die Zugfahrt tödlich.

"Mord im Theaterexpress" läuft am 23. Juli im Spätprogramm des ZDF. Gleich im Anschluss wird Episode zwei, "Die Vorhersage", ausgestrahlt. Darin sorgt eine vermeintliche Wahrsagerin für Aufsehen, deren Visionen erstaunlich exakt eintreffen. Ein Job für den Detective Inspector und seine Crew. Weitere Doppelfolgen kommen am 30. Juli und am 6. August.

Am 23. Juli startet die zweite Staffel von "Beyond Paradise" mit einer Doppelfolge


Sieben Wochen vor dem Schulabschluss flog Kris Marshall aus dem Internat

Dass aus dem heute 53-Jährigen mal ein erfolgreicher Seriendarsteller werden würde, war in seiner Jugend noch nicht abzusehen. "Ich war nie das Kind, das Theaterstücke für die Familie aufführte - das war eher meine Schwester", erzählte Kris Marshall 2025 in der Zeitung "Guardian". Er kam am 1. April 1973 im englischen Bath zur Welt. Sein Vater war Navigator bei der Royal Air Force und wurde immer wieder versetzt. So kam es, dass der kleine Kris einen Teil seiner Kindheit in Hongkong und Kanada verbrachte. "Ich komme aus einer militärischen Familie", so der Schauspieler im "Guardian". Auch sein Onkel und sein Großvater seien bei der RAF gewesen.

Um ihm das viele Umziehen zu ersparen, schickten seine Eltern ihn schließlich auf das Internat Wells Cathedral School. Bald darauf trennten sie sich - eine doppelte Feuertaufe für den jungen Kris. Er wurde rebellisch. "Es war kein einzelner großer Knall, sondern eher ein zunehmender Widerstand gegen das System", erinnerte er sich im "Guardian". Wenngleich er einmal ein Motorrad in den Büschen des Schulgeländes versteckte, um für ein Wochenende zu seinen Freunden nach London zu verschwinden. "Das kam nicht gut an."

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In der Krise entdeckte Kris Marshall seine Liebe zur Schauspielerei

Da auch seine Leistungen nachließen, wurde er schließlich sieben Wochen vor seinen Abschlussprüfungen aus dem Internat geworfen. "Mir wurde erst bewusst, wie sehr ich es genoss, auf der Bühne zu stehen, als meine Schulausbildung den Bach runterging", sagte Marshall. Er hätte seinen Schulabschluss nachholen können. Doch nun setzte er alles auf eine Karte.

Zunächst bedeutete das: Alle möglichen Arbeiten annehmen, um sich finanziell über Wasser zu halten. Marshall jobbte in einer Zahnpastafabrik oder in der Wäscherei eines Schlachthofs. "Das war ziemlich gruselig - der Geruch wird mich nie verlassen." Eine Zeit lang bestand seine Arbeit darin, bei Privathaushalten TV-Lizenzen einzutreiben.

Sein erstes Engagement war das eines Schauspielers auf Theatertournee. Er machte das sieben Jahre lang. Geld blieb dabei kaum hängen. Doch Marshall kämpfte weiter: Jede Woche faxte er seinen Lebenslauf an das National Theatre in London und rief dort im Anschluss an.

Die Hartnäckigkeit zahlte sich aus: Nach einigen kleinen Rollen schnappte sich der rotblonde Schauspieler 2000 eine feste Rolle in der britischen Sitcom "My Family". 45 Episoden lang spielte er Nick Harper, den Sohn der beiden Hauptdarsteller.

Verrückte Rolle in "Tatsächlich... Liebe"

So schräg sein Weg in den Beruf war, so absurd war Marshalls erste große Filmrolle. Im Weihnachtsfilm "Tatsächlich... Liebe" stand er 2003 mit Weltstars wie Hugh Grant, Emma Thompson, Liam Neeson und Alan Rickman vor der Kamera.

Dabei hatte er das zweifelhafte Vergnügen, die wohl unglaubwürdigste Lovestory des Kinoklassikers zu spielen: den frustrierten Aushilfs-Caterer Colin, der sich bei britischen Frauen eine Abfuhr nach der anderen holt. Die Lösung: Er fliegt kurzerhand ins winterliche Wisconsin - und landet prompt mit drei attraktiven Amerikanerinnen im Bett.

Kris Marshall privat: Nahtod-Erfahrung, verheiratet, zwei Kinder

Aus der britischen TV-Szene ist Kris Marshall längst nicht mehr wegzudenken. Auch privat hat der mittlerweile wieder in Bath lebende Schauspieler sein Glück gefunden: Seit 2012 ist er mit Hannah Dodkin verheiratet. Das Paar hat einen Sohn und eine Tochter.

Kritisch wurde es für den Schauspieler im Jahr 2008. Nach dem Junggesellenabschied eines Freundes in Bristol wurde Marshall betrunken von einem Auto angefahren. Das Resultat: schwere Kopfverletzungen, künstliches Koma. Die Genesung dauerte mehrere Monate. Zum Glück blieben keine Schäden zurück.

Eines hat Kris Marshall übrigens gar nicht gemein mit seiner kultigen Serienfigur, wie er 2025 im "Guardian" verriet: "DI Humphrey Goodman hat ständig Leinenanzüge an. So was würde ich privat nur über meine Leiche tragen."

"Beyond Paradise - Mord im Theaterexpress" wird am Donnerstag, dem 23. Juli um 23:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Um 0:05 Uhr folgt die Episode "Die Vorhersage". Zum selben Zeitpunkt sind die beiden Free-TV-Premieren im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.


Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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