Private Einblicke

"Landkrimi"-Star Marlene Hauser: Dieses Geheimnis verschwieg sie ihren Eltern

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von teleschau

Erstmals als Hauptermittlerin im Fernsehen: Marlene Hauser als Chefinspektorin Melanie Grandits in "Schnee von gestern". Rechts Simon Morzé als ihr Kollege, Chefinspektor Martin Steiner.

Bild: ZDF/ORF/DOR Film/Stefanie Leo


Erneut ist Marlene Hauser in der österreichischen Reihe "Landkrimi" zu sehen. Dieses Mal hat sie jedoch eine Hauptrolle. Dabei wollten ihre Eltern eigentlich, dass sie Wirtschaft studiert. Die in Linz aufgewachsene Schauspielerin im Porträt.

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Sieh hier Marlene Hauser als Hauptermittlerin in "Schnee von gestern"


Neue Rolle als Hauptermittlerin im "Landkrimi"

Kürzlich feierte Marlene Hauser ihren 30. Geburtstag. Vor allem in ihrem Heimatland Österreich ist sie schon lange als Schauspielerin etabliert. Am 4. März ist sie erstmals als Hauptermittlerin im Format "Landkrimi" zu sehen. Als Chefinspektorin Melanie Grandits hat sie es in der Episode "Schnee von gestern" mit einem scheinbar ertrunkenen Landrat zu tun. Doch sie und ihr Kollege Martin Steiner (Simon Morzé) müssen sich bald mit einer merkwürdigen Osttiroler Dorfgemeinschaft herumärgern, in der niemand dem anderen zu trauen scheint.

"Das Publikum darf sich auf ein junges, dynamisches Ermittlerduo freuen", verriet Marlene Hauser dem ORF. "Melanie Grandits ist auf den ersten Blick vielleicht eine etwas grantigere Natur, sie hat aber auch einen sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und viele Geheimnisse. Es ist eine große Ehre, Ermittlerin zu sein."

Bereits bei zwei früheren "Landkrimi"-Folgen hatte sie mitgewirkt. In "Zu neuen Ufern" war die in Linz aufgewachsene Schauspielerin 2022 zu sehen. Als junge Ermittlerin Johanna kommt sie jedoch frühzeitig ums Leben. Das dürfte diesmal anders sein.

Marlene Hauser wollte unbedingt Schauspiel studieren

Das Talent für Kamera und Bühne war Marlene Hauser nicht in die Wiege gelegt worden. "Es wäre gut, wenn du Wirtschaft studierst", zitierte die Darstellerin 2022 in einem Interview mit dem Magazin "Cinemanext" ihre Eltern. "Aber das konnte ich nicht", fügte sie ehrlich hinzu.

Sie sei in ihrer Kindheit und Jugend einfach aus Interesse sehr viel ins Theater gegangen. "Als ich 14 war, hab ich mich in Linz am Landestheater beim Jugendclub mit einem Vorsprechen beworben und dort dann zwei Projekte gemacht, bis ich 17 war", so Marlene Hauser in "Cinemanext". Vor ihren Eltern habe sie ihre Leidenschaft heruntergespielt. Zu Hause habe sie immer gesagt, dass sie Lehrerin werden wolle. "Ich hab das Vorsprechen eher für mich behalten, hab dann nur gesagt: 'Mama, Papa, ich geh vorsprechen, werd aber sowieso nicht aufgenommen.'"

2015 war es dann tatsächlich so weit: Sie wurde am Max Reinhardt Seminar in Wien aufgenommen. Als einzige Österreicherin von neun Neuzugängen setzte sie sich gegen 400 Mitbewerber:innen durch. Schon während ihres Studiums spielte sie am Volkstheater Wien. Wie sie dann zum Film kam, wisse sie gar nicht genau, erzählt Marlene in "Cinemanext". "Was zunächst gezündet hat, war das Theater."

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Erste Hauptrolle für Marlene Hauser: ein Kinofilm mit 2.500 Euro Budget

Im Jahr 2020 hatte die talentierte Schauspielerin ihre erste Hauptrolle: im österreichischen Kinofilm "3 Freunde 2 Feinde". Die Produktion unter ihrem ehemaligen Seminar-Mentor Sebastian Brauneis entstand ohne Förderung und mit nur knapp 2.500 Euro Budget. Und war dennoch sehr erfolgreich. Hausers Karriere nahm Fahrt auf.

Im selben Jahr hatte Marlene Hauser eine kleine Nebenrolle in der "Landkrimi"-Episode "Steirerwut". Es folgten unter anderem Auftritte in "SOKO Linz" und in der Wiener "Tatort"-Episode "Was ist das für eine Welt". Im Film "Die Vermieterin" von 2023 ist sie als schikanierte Untermieterin zu sehen.

Die 30-Jährige hat also nicht nur im Theater, sondern auch vor der Kamera schon ihre Vielseitigkeit bewiesen. Genau das mag sie an ihrem Beruf, wie Hauser in "Cinemanext" erklärt: "Man muss eine gesunde Distanz zur Rolle aufbauen. Ich stehe ja nicht als Marlene Hauser vor der Kamera - das ist ja das Schöne daran, dass man das eben nicht tut. Die Trennung zwischen Rolle und Schauspieler:in wird mir immer wichtiger."

Die Intensität, die sie dabei in ihre Rollen steckt, hat gleichwohl ihren Preis: "Nach einem Theaterspiel fühle ich mich manchmal ausgepowert wie nach einer Stunde Jogging oder einer guten Massage. Beim Film fühle ich mich danach manchmal, als hätte ich einen Hirngatsch."

Die Rolle in "Schnee von gestern" war für sie "wie ein Ritterschlag"

Nun also Hauptermittlerin im "Landkrimi". "Als ich die Zusage bekommen habe, war das, für die TV-Welt gesprochen, wie ein Ritterschlag", verriet Marlene Hauser kürzlich in "Oberösterreichiche Nachrichten". Ein konkretes Ziel sei diese Rolle aber nicht gewesen. "Das würde mich zu sehr unter Druck setzen. Meistens kann man die Dinge ohnehin nicht so beeinflussen, wie man sie sich vorstellt. Man kann nur schauen, dass man gute Arbeit macht."

Schnee hatte das Produktionsteam bei den Dreharbeiten im Winter 2023/24 reichlich. Allein zwei Wochen wurde in Kals am Großglockner produziert - auf 1.325 Metern Höhe. "In den Bergen hatten wir natürlich erschwerende Verhältnisse, aber die Natur war einfach nur irrsinnig schön", erinnert sich die Schauspielerin.

"Schnee von gestern" läuft am Mittwoch, 4. März, um 20:15 Uhr im ZDF. Zeitgleich ist der Film aus der "Landkrimi"-Reihe im kostenlosen Livestream auf Joyn verfügbar.


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Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Joyn.de ('Behind the Screens' Deutschland) veröffentlicht.

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